Zwei Tonnen Marihuana in mexikanischen Gräbern

Auf einem Friedhof im Nordosten von Mexiko haben Soldaten mehr als zwei Tonnen Marihuana entdeckt. Insgesamt 214 Päckchen mit der Droge waren unter den Steinplatten von zwei Gräbern auf dem Friedhof des Dorfes Los Villa Nueva versteckt, wie das mexikanische Verteidigungsministerium gestern mitteilte.

Der Ort befindet sich unweit der Stadt Ciudad Camargo an der Grenze zwischen Mexiko und den USA. Die Gegend um Ciudad Camargo im Teilstaat Tamaulipas zählt zu den gefährlichsten von Mexiko. Dort liefern sich das Golf-Drogenkartell und die rivalisierenden Los Zetas einen blutigen Krieg um die lukrativen Schmuggelrouten in die USA.

Im mexikanischen Drogenkrieg zwischen rivalisierenden Kartellen wurden seit Ende 2006 mehr als 50.000 Menschen getötet. Damals hatte Präsident Felipe Calderon einen Militäreinsatz gegen die Drogenbanden gestartet.