Ecuadors Außenminister trifft Mutter von Assange

Der ecuadorianische Außenminister Ricardo Patino will sich am Montag mit der Mutter des WikiLeaks-Mitbegründers Julian Assange treffen, der das Land um politisches Asyl gebeten hat. Patino werde mit Christine Assange über den Antrag ihres Sohnes sprechen, erklärte das Außenministerium in Quito gestern. Seine Entscheidung über Assanges Gesuch, der in der ecuadorianischen Botschaft in London Zuflucht gesucht hat, werde Ecuador am 12. August bekanntgeben, hieß es weiter.

„Wir werden Entscheidungen treffen, die unsere Beziehungen zu Großbritannien nicht gefährden“, versicherte Patino. Ecuador will demnach auch die Olympischen Spiele in London nicht beeinträchtigen, die am 12. August enden. Assange hatte sich am 19. Juni in die ecuadorianische Botschaft in London geflüchtet und politisches Asyl beantragt. Dem 41-jährigen Australier droht die Auslieferung von Großbritannien an Schweden, wo ihm Sexualdelikte zur Last gelegt werden.

Der Australier fürchtet aber, letztlich an die USA ausgeliefert und dort wegen der brisanten Enthüllungen u. a. zu den Kriegen im Irak und Afghanistan durch sein Internetportal WikiLeaks verfolgt zu werden.