Lettland fordert raschen Euro-Austritt Griechenlands

Das EU-Land Lettland fordert einen schnellen Austritt Griechenlands aus dem Euro. „So rasch wie möglich sollte ein Weg gefunden werden, Griechenland aus der Euro-Zone auszuschließen - mit so wenigen Schmerzen wie möglich“, sagte der lettische Finanzminister Andris Vilks heute in einem Radiointerview. Lettland hofft auf einen Beitritt zur Euro-Zone im Jahr 2014.

Troika setzt Kontrollen fort

In Athen gehen heute die Kontrollen der Troika von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) weiter. Wie die Nachrichtenagentur dpa aus Regierungskreisen erfuhr, geht es erneut um das neue 11,5-Milliarden-Euro-Sparpaket, das die Geldgeber fordern. Damit soll das Budgetdefizit bis Ende 2014 unter drei Prozent der Wirtschaftsleistung gedrückt werden.

Athen strebt an, die Umsetzung des Sparpakets um zwei Jahre und damit mindestens bis Ende 2015 zu strecken. Ergebnisse werden vorerst nicht erwartet. Die Kontrolleure wollen kommende Woche abreisen und Athen Zeit lassen, das Sparprogramm in die Wege zu leiten, hieß es aus Kreisen.

Anfang September wollen sie wiederkommen und die Fortschritte beim Sparpaket und den Privatisierungen endgültig bewerten. Athen ist in Rückstand geraten, weil während des Dauerwahlkampfs im Frühjahr fast alle Reform- und Sparvorhaben liegenblieben.

Studie: Ratingagenturen verantwortlich

Die renommierte Schweizer Wirtschaftsuniversität St. Gallen hat unterdessen eine Studie veröffentlicht, in der Ratingagenturen beschuldigt werden, die Wirtschaftskrise verursacht zu haben. Viele Herabstufungen seien zudem aus reiner Willkür geschehen.

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