Russland kämpft gegen schwere Waldbrände

Zwei Jahre nach den bisher schwersten Wald- und Torfbränden seiner Geschichte kämpft Russland erneut mit Großfeuern.

Regierungschef Dimitri Medwedew sagte heute, es habe bereits Tote gegeben. Er nannte die Lage in elf Regionen des Landes „außerordentlich ernst“. Nicht nur eine Hitzewelle und ausbleibender Regen, sondern auch Schlamperei seien für die Brände verantwortlich, sagte Medwedew nach Angaben der Agentur Interfax.

Mehr als 3.000 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Der Flughafen der sibirischen Großstadt Tomsk musste wegen Smog gesperrt werden. Umweltschützer werfen der Führung in Moskau vor, über kein wirksames Brandschutzkonzept zu verfügen.

Auch Bulgarien betroffen

Auch in Bulgarien wüten bei Temperaturen über 30 Grad Großbrände. Betroffen sind bis zu 500 Hektar Wald im Sakar-Gebirge im Südosten des Landes, sagte der Verwalter der Region Stara Sagora heute der Nachrichtenagentur BTA. Ausgelöst wurde das Feuer gestern Nachmittag durch einen brennenden Traktor. Unterdessen entflammte auf Brachland im Raum Topolowgrad ebenfalls ein Flächenbrand. Beim Löschen waren auch Soldaten im Einsatz.

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