Themenüberblick
Olafur Eliasson und sein Werk
Eliasson, der 1967 in Kopenhagen geboren wurde und seit 1995 in Berlin ein Studio betreibt, ist ein Künstler, bei dem Internationalität und Interdisziplinarität zusammentreffen, ohne das Publikum außer Acht zu lassen. Im Gegenteil: Präsentationen wie eine Monumentalinstallation eines Sonnenaufgangs in London, schmelzende Eisberge in Kunsträumen und seine eindrucksvollen Kunstlandschaften in Bregenz schaffen stets Verbindungen zwischen Natur, Kunst und Architektur, die für die Betrachter direkt erfahrbar sind, ohne banal zu wirken.
APA/EPA/Tim BrakemeierEliasson legt Wert auf interdisziplinäres Arbeiten.
In Österreich war Eliasson zuletzt bei der Ausstellung „Traum und Trauma“ im Wiener MUMOK vertreten. In einem von Blitzen erhellten Raum, mit Geräuschen prasselnden Regens untermalt, war dort die Wasserfallinstallation „Your Strange Certainty Still Kept“ aus dem Jahr 1996 zu sehen. Die Schönheit der Natur wirkt in der Installation schauderhaft.
Mit Kiesler-Preis ausgezeichnet
Im Jahr 2002 wurde Eliasson für den renomierten Hugo Boss Prize nominiert. 2006 erhielt er den Friedrich-Kiesler-Preis, Österreichs höchstdotierten Preis für Architektur und Kunst. „Basierend auf wissenschaftlichen Untersuchungen sowie philosophischen und wahrnehmungstheoretischen Modellen schafft Olafur Eliasson komplexe, sinnlich erfahrbare Modellierungen der Parameter Zeit und Raum“, hieß es damals in der Begründung der Jury.
Ebenfalls 2006 bekam er den mit 500.000 dänischen Kronen dotierten Kulturpreis des dänischen Kronprinzenpaares und im Mai 2007 den mit 70.000 Euro dotierten Joan-Miro-Preis überreicht. Im selben Jahr wurde er als Professor an die Berliner Universität der Künste berufen. Er betreibt ein Studio in einem ehemaligen Berliner Fabrikgebäude, wo zwischen 40 und 50 Mitarbeiter seine Entwürfe umsetzen.
Links:
Publiziert am 29.07.2012