Japanischer Nomura-Bankchef geht wegen Insiderhandels

Der Chef der japanischen Bank Nomura Holdings, Kenichi Watanabe, wird einem Zeitungsbericht zufolge wegen Insiderhandel-Fällen in seinem Institut von seinem Posten zurücktreten.

Damit übernehme er die Verantwortung dafür, dass mehrmals Informationen an Kunden der Nomura-Handelssparte weitergegeben worden seien, berichtete gestern Abend die Zeitung „Nikkei“.

Nomura hatte zugegeben, dass über die Bank Hinweise über geplante Kapitalerhöhungen der Energieunternehmen Inpex und Tokyo Electric Power (Tepco) sowie der Bank Mizuho Financial nach außen gelangten. Der Skandal hat der Bank bereits mehrere Kunden gekostet. Watanabe kam 1975 zu Nomura und wurde vor vier Jahren Chef des Institutes. Er hatte den Ruf, wichtige Entscheidungen allein zu treffen.