Erinnerungen an Tsunami: Seebeben erschüttert Sumatra

Vor der Nordwestküste der indonesischen Insel Sumatra hat in der Nacht auf heute neuerlich die Erde gebebt. Dasselbe Gebiet, in dem es im Jahr 2004 zu einem verheerenden Beben und nachfolgenden Tsunami mit rund 220.000 Toten gekommen war, wurde diesmal von einem Erdstoß der Stärke 6,6 erschüttert.

Das auf Hawaii stationierte Pacific Tsunami Warning Center sprach explizit keine Tsunamiwarnung aus, wollte aber die „sehr kleine Möglichkeit“ einer lokalen Flutwelle nicht ausschließen.

Berichte über ein Todesopfer

Ersten Berichten zufolge kam ein 70-jähriger Mann ums Leben, als er in Panik aus dem Haus lief. Viele Menschen verließen ihre Häuser fluchtartig in Angst vor den Folgen des Erdbebens. Das Beben ereignete sich in den Morgenstunden nur wenige Kilometer von der nördlichen Provinz Aceh entfernt in einer Tiefe von 22 Kilometern. Etwa 20 Gebäude wurden in der Region nahe dem Epizentrum beschädigt, sagte ein Behördensprecher.

Aceh wird immer wieder von schweren Beben heimgesucht. Erst im April waren mehrere Menschen bei einem Erdstoß der Stärke 8,6 ums Leben gekommen.