Moody’s senkt Ausblick für Euro-Rettungsfonds EFSF

Die US-Ratingagentur Moody’s hat auch den Ausblick für die Bonität des Euro-Rettungsfonds EFSF von „stabil“ auf „negativ“ gesenkt.

Moody’s begründet diesen Schritt mit der neuen Einschätzung Deutschlands, der Niederlande und Luxemburgs und damit der „Garanten des EFSF“. Auch hier hatte Moody’s zuletzt den Ausblick auf „negativ“ zurückgestuft. Vorläufig bleibt es aber bei der Bestbenotung für die Kreditwürdigkeit („AAA“) - auch beim EFSF.

Wie zuvor bei den drei Euro-Ländern blieb Moody’s auch beim EFSF bei der Bestbewertung. Allerdings ist ein negativer Ausblick der erste Schritt für eine Abwertung. Zur Begründung der schlechteren Bewertung der Aussichten für Deutschland, Luxemburg und die Niederlande hatte die US-Ratingagentur zuvor die „wachsende Unsicherheit in der Euro-Zone“ angeführt.

Gestern senkte Moody’s außerdem den Ausblick der deutschen Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt von „stabil“ auf „negativ“. Die Überprüfung der Länderratings erfolgt, weil Bund und Länder eng verflochten sind. Aus dem gleichen Grund überprüft Moody’s auch mehrere niederländische Ratings.