Atomgespräche in Istanbul beendet

Die internationalen Expertengespräche zur Beilegung des Streits über das iranische Atomprogramm sind in Istanbul zu Ende gegangen. Das bestätigte ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton gestern Abend. Zu Ergebnissen der auf Arbeitsebene geführten Gespräche wollte er sich nicht äußern. Teheran hatte vor Beginn des Treffens erneut darauf bestanden, dass die Verhandlungspartner ein Recht des Iran auf ein friedliches Atomprogramm anerkennen.

Keine Annäherung?

Als Nächstes soll es zu direkten Gesprächen zwischen Ashton und dem iranischen Atomchefunterhändler Said Dschalili kommen, sagte der Sprecher in Brüssel weiter. Ashton verhandelt im Namen der „5+1“-Gruppe, zu der China, Frankreich, Großbritannien, Russland, USA und Deutschland gehören. Die letzte Verhandlungsrunde in Moskau war ohne Ergebnis geblieben.

Der Iran hatte vor den Istanbuler Gesprächen seine bisherige Position bekräftigt: „Unser Standpunkt ist klar: Wir wollen eine klare und offizielle Anerkennung unserer Rechte auf ein friedliches Atomprogramm“, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ramin Mehmanparast. Erst nach Anerkennung seiner Atomrechte wäre der Iran bereit, alle Bedenken des Westens auszuräumen.