Athen schafft 213 Behörden ab

Die Regierung in Athen macht erstmals ernst mit der Verschlankung des Staates. Wie das Finanzministerium in Athen gestern Abend mitteilte, werden insgesamt 213 Behörden abgeschafft oder sie müssen mit anderen fusionieren. Damit sollen jährlich rund 40 Millionen Euro gespart werden. Insgesamt werden 5.256 Stellen abgeschafft. Die Beamten sollen entweder in Pension gehen oder versetzt werden, hieß es.

Viele dieser Behörden hatten praktisch keinen richtigen Wirkungsbereich, wie beispielsweise die Behörde für Technologieforschung der mittelgriechischen Region Thessalien. Oder auch die Organisation der Zentralmärkte und Fischerei sowie 65 verschiedene Jugendschutzbehörden, die nun fusionieren sollen, berichtete die griechische Presse weiter.

Viele dieser Behörden seien in den vergangenen Jahrzehnten nur dazu da gewesen, um Parteifreunden einen Arbeitsplatz zu bieten, heißt es. Ministerpräsident Antonis Samaras hatte zuvor angekündigt, seine Regierung werde den Staat trotz Widerstandes verschlanken. Zurzeit prüfen die Kontrolleure der internationalen Geldgeber die Umsetzung der Spar- und Reformauflagen in Athen.