Vorläufiges Aus für Beschneidungen in Vorarlberg

An Vorarlberger Landeskrankenhäusern darf vorläufig keine religiös motivierte Beschneidung mehr durchgeführt werden. Damit hat Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) gestern auf eine FPÖ-Forderung reagiert.

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LKH Graz vergibt vorerst keine neuen Termine

Die Grazer Kinderchirurgie hat nach der Kinderklinik Zürich nun ebenfalls Beschneidungen von Buben aus religiösen Gründen bis auf weiteres eingestellt. Wie die „Kleine Zeitung“ (Onlineausgabe) heute berichtete, sollen bereits fixierte Termine eingehalten, aber vorerst keine neuen Beschneidungen vereinbart werden. Das LKH Graz konnte den Bericht auf APA-Anfrage vorerst nicht bestätigen, will jedoch morgen Stellung nehmen.

In den kommenden Wochen soll die Entscheidung für das weitere Vorgehen im Zusammenhang mit religiösen Beschneidungen fallen. Bis dahin wolle das LKH Graz keine neuen Beschneidungstermine mehr fixieren.

Urteil von Kölner Landgericht

Das Kölner Landgericht hatte in einem Urteil vom Mai die Auffassung vertreten, die Beschneidung von Buben aus religiösen Gründen sei als Körperverletzung strafbar. Das für andere Gerichte nicht bindende Urteil stieß vor allem bei islamischen und jüdischen Verbänden im In- und Ausland auf scharfe Kritik.