Medien: Attentäter von Burgas über Rumänien eingereist

Der Selbstmordattentäter vom Flughafen von Burgas in Bulgarien ist Medienberichten zufolge offenbar aus dem benachbarten Rumänien in das Land eingereist. Wie es gestern unter Berufung auf Ermittler in Medien hieß, hielt sich der Attentäter „zumindest am 16. Juli“, also 48 Stunden vor dem Attentat auf einen Bus mit israelischen Touristen, in Warna am Schwarzen Meer unweit der Grenze zu Rumänien auf. In einem Hotel habe er „genetische Spuren“ hinterlassen.

Der Mann soll in Begleitung einer Frau gewesen sein. Die Polizei fahnde nach einer Frau, die sich ebenfalls in dem Hotel aufgehalten habe, berichtete die Zeitung „Troud“. Sie könnte demnach auch in Verbindung mit einem möglichen Komplizen des Attentäters gestanden sein. Der Zeitung zufolge sprach der Mann fließend Russisch. Einem Gerichtsmediziner in Bulgarien zufolge könnte der Attentäter mit „zwischen 25 und 30 Jahren“ deutlich jünger sein, als von den Behörden zuvor angegeben.

Der Selbstmordattentäter hatte am vergangenen Mittwoch am Flughafen von Burgas einen Anschlag auf einen Bus mit israelischen Touristen verübt. Fünf Israelis, der bulgarische Busfahrer und der Attentäter selbst wurden bei der Explosion getötet. Die USA machten die radikal-islamische, pro-iranische Hisbollah-Miliz aus dem Libanon für den Anschlag verantwortlich. Israel beschuldigte den Iran des Attentats, der jede Beteiligung an der Bluttat zurückwies.