Clinton hofft auf „Generation ohne Aids“

US-Außenministerin Hillary Clinton hat auf der internationalen Aids-Konferenz das Engagement ihrer Regierung im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit bekräftigt und die Ausrottung der Krankheit in Aussicht gestellt. „Die USA kämpfen für eine Generation ohne Aids. Wir werden weder zurückweichen noch aufgeben“, sagte Clinton auf der 19. Aids-Konferenz in Washington. Sie sagte Finanzhilfen in Höhe von 150 Millionen Dollar (124 Mrd. Euro) der USA zu.

Neben Clinton und ihrem Mann, Ex-Präsident Bill Clinton, hat sich auch weitere Prominenz aus Politik und Kultur auf der Konferenz angekündigt. Kritik für seine Absage erntete dagegen US-Präsident Barack Obama. Er will sich einem Vertreter der Gesundheitsbehörden zufolge aber in einer Videobotschaft an die Teilnehmer der Konferenz richten und eine Gruppe von ihnen am Donnerstag in das Weiße Haus einladen.

Unter dem Motto „Das Blatt gemeinsam wenden“ wollen 25.000 Forscher, Politiker, Aktivisten und Betroffene aus 190 Ländern bis zum Freitag über den Kampf gegen Aids beraten. Zu Beginn der Konferenz lobten sie die Fortschritte bei der Eindämmung der Epidemie, der in drei Jahrzehnten 30 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Gleichzeitig mahnten sie, die Chance, die sich durch die Wissenschaft biete, durch mangelnden politischen Einsatz nicht zu verspielen.