Steuerverfahren gegen Timoschenko verschoben

Ein ukrainisches Gericht hat ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung gegen die frühere Ministerpräsidentin Julia Timoschenko erneut vertagt. Der Prozess könne nicht in Abwesenheit der erkrankten Timoschenko fortgesetzt werden, befand der Richter heute. Der Termin werde daher vom 23. auf den 31. Juli verschoben. Die 51-Jährige hat die Vorwürfe der Steuerhinterziehung zurückgewiesen.

Timoschenko war bereits vergangenen Oktober wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Dagegen hatte sie Berufung eingelegt. Auch dieses Verfahren war unlängst vertagt worden und soll nun am 16. August fortgesetzt werden.

Ärzte der Berliner Charite hatten die frühere Anführerin der „Orangen Revolution“ mehrfach in der Ukraine untersucht und ihren Gesundheitszustand als besorgniserregend bezeichnet.