Auch spanisches Königshaus muss sparen

Auch das spanische Königshaus will seinen Beitrag zum Sparen leisten. König Juan Carlos und Kronprinz Felipe haben beschlossen, ihr Bruttojahresgehalt um 7,1 Prozent zu kürzen, wie ein Vertreter des Königshauses bekanntgab. Das Minus entspricht damit etwa der anteiligen Gehaltskürzung, die Angestellte im öffentlichen Dienst durch den Wegfall des Weihnachtsgeldes hinnehmen müssen.

Das Gehalt vor Steuern des Königs würde sich damit um 20.910 Euro verringern. Kronprinz Felipe kassiert 10.455 Euro weniger. Das jährliche Budget, das der spanische Staat dem Königshaus zuweist, wird sich durch diese und weitere Sparmaßnahmen 2012 auf 8,16 Mio. Euro verringern. Das seien gut 265.000 Euro weniger als im Jahr 2011.

In Zeiten von Massenarbeitslosigkeit und Rezession hat das Ansehen des Königshauses gelitten. Befeuert wurde die Debatte durch Auftritte von König Juan Carlos, der in Botsuana auf Staatskosten Elefanten jagte. Spanien hat Milliardenhilfen für seine Banken beantragt, will aber mit Blick auf scharfe Auflagen kein volles Hilfsprogramm von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Anspruch nehmen.