Nowotny angeblich vor zweiter OeNB-Amtszeit

EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny bleibt laut einem Bericht des „Standard“ auch nach 2013 Chef der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB). Die Entscheidung darüber, ob er oder die Ex-EZB-Direktorin Gertrude Tumpel-Gugerell zum Zug kämen, sei bereits gefallen, berichtete die Tageszeitung gestern in ihrer Onlineausgabe.

Der „Standard“ beruft sich dabei auf Informationen aus der SPÖ. Tumpel-Gugerell habe derzeit viele Aufsichtsratsmandate, darunter etwa bei der Vienna Insurance Group und den ÖBB, und sei damit „gut ausgestattet“, hieß es zur Begründung. Auch Peter Zöllner, der wie Nowotny und Tumpel-Gugerell der SPÖ zugerechnet wird, werde wieder ins Direktorium einziehen.

Noch offen sei die Frage, wer OeNB-Vizechef Wolfgang Duchatczek folgt, heißt es in dem Bericht. Bankenaufseher Andreas Ittner hat angeblich gute Karten für einen weiteren Vertrag.

Die SPÖ war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Die bestehenden Verträge für die Führungsriege der Nationalbank laufen Ende August 2013 aus. Die Führung der Nationalbank wird in Österreich vom Bundespräsidenten auf Vorschlag der Bundesregierung ernannt. Die reguläre Amtszeit beträgt fünf Jahre.