SPÖ will bis 2014 neues Parteiprogramm

Die SPÖ will bis 2014 ein neues Parteiprogramm erarbeiten. Dafür sollen ab dem Parteitag am 13. Oktober in einem zweijährigen Prozess wie in der Ära Kreisky auch „gezielt Leute außerhalb der Partei“ angesprochen und zur Mitarbeit bewegt werden, bestätigte Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter gegenüber der APA einen Bericht des „Kurier“ (Mittwoch-Ausgabe).

Man wolle sowohl an alte Traditionen anknüpfen als auch mit neuen Medien arbeiten, hieß es. Dass das Programm erst 2014 und somit ein Jahr nach der Nationalratswahl 2013 stehen wird, sei „ganz bewusst“ so gewählt, sagte Kräuter. Der Prozess solle nämlich nicht parallel zur Wahl laufen, politische Programmarbeit „geht über den Tag hinaus“ und sei nicht „eins zu eins“ auf den Wahlkampf umzulegen, meinte er.

Angebote an FPÖ-Wähler zu erwarten

Die SPÖ lässt damit nach der Volkspartei in der Vorwoche nun ebenfalls erste Wahlkampftöne anklingen - auch wenn sie selbst das nicht so interpretiert sehen wollte - und richtete sich dabei rein gegen die FPÖ. Protestwähler aus deren Segment will man nämlich zurückgewinnen, zumal viele FPÖ-Anhänger ja früher der SPÖ zuzurechnen waren, wie Kräuter erläuterte.

Nach den Korruptionsskandalen der vergangenen Wochen hätten die Blauen „zu Recht“ an Vertrauen verloren, attestierte er. Es gebe nun „viele Orientierungslose, die eine neue politische Heimat suchen“. Auf diese wolle man offen zugehen und die Diskussion suchen. Der Prozess sei allerdings „längst im Gang“ und ebenfalls langfristig und nicht rein auf die Nationalratswahl im kommenden Jahr ausgerichtet, versicherte der SPÖ-Politiker.