Zahl der Cholerafälle in Kuba steigt

In Kuba ist die Zahl der Cholerakranken gestiegen. Nach Angaben der Behörden wurden seit dem Ausbruch der Epidemie vor wenigen Tagen in der Stadt Manzanillo 158 Fälle registriert. Auch in einigen anderen Regionen seien „isolierte Fälle“ gemeldet worden, berichtete die Parteizeitung „Granma“ gestern.

Bisher drei Tote

Bisher sind drei Menschen an der Cholera gestorben. Die Behörden hätten Maßnahmen ergriffen, um die Krankheit zurückzudrängen, heißt es in dem Bericht. Vor zehn Tagen hatte die Regierung über das erste Auftreten der Cholera seit über 100 Jahren im Osten der Karibikinsel berichtet und betont, die Krankheit sei unter Kontrolle.

Damals waren in Manzanillo 50 Kranke gemeldet worden. Die Bevölkerung wurde durch lokale Informationskampagnen informiert. In der vergangenen Woche gab es Gerüchte über Cholerakranke in Hospitälern in Havanna.

Experten schließen nicht aus, dass die Cholera aus Haiti eingeschleppt sein könnte, wo die Krankheit im Oktober 2010 ausgebrochen war. Dort arbeiten zahlreiche kubanische Ärzte, um dem Nachbarland bei der Überwindung der Cholera zu helfen.