Radikale Islamisten zerstören weitere Heiligengräber in Mali

In der nordafrikanischen Wüstenstadt Timbuktu (Mali) haben radikal-islamische Milizen weitere Heiligenschreine zerstört. Zwei Grabstätten in der Nähe der aus dem 14. Jahrhundert stammenden Djinger-ber-Moschee sind nach Angaben der örtlichen Behörden verwüstet worden.

Bereits Anfang des Monats hatten die islamischen Fanatiker sieben der 16 Mausoleen in Timbuktu zerstört. Sie gehören angeblich zur Organisation AQIM, der Al-Kaida im islamischen Maghreb, fungierten aber unter dem Namen der islamistischen Gruppe Ansar Dine.

Malis Kulturministerin, Fadima Toure Diallo, hatte die Zerstörung von Weltkulturstätten in Timbuktu als „Barbarei“ und „kriminellen Akt“ verurteilt. Malis schwache Zentralregierung hatte angekündigt, wegen der Verbrechen den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag anzurufen.