Burma: 20 Studentenführer verhaftet

In Burma sind nach Angaben einer Studentenbewegung mindestens 20 Studentenführer festgenommen worden.

Sie seien einen Tag vor einer Gedenkveranstaltung für die Opfer eines niedergeschlagenen Studentenprotests vor 50 Jahren festgenommen worden, sagte Thet Zaw von der Studentenbewegung Generation 88 der Nachrichtenagentur AFP. Es ist die größte Verhaftungswelle in Burma seit der Auflösung der Militärjunta im März 2011.

Vor Gedenkzeremonie inhaftiert

Nach Angaben der Bewegung Generation 88, deren Name an einen weiteren brutal niedergeschlagenen Studentenprotest im Jahr 1988 erinnert, wurden die 20 Studentenaktivisten in mehreren Städten des Landes in Gewahrsam genommen.

„Ich denke, dass sie mitgenommen wurden, weil sie für den 7. Juli eine Gedenkzeremonie geplant haben“, ergänzte er. Diese solle aber „in jedem Fall“ stattfinden, bekräftigte Ko Ko Gyi. Es wird damit gerechnet, dass daran Aktivisten von früher wie auch jüngere Unterstützer der Demokratiebewegung teilnehmen.

Am 7. Juli 1962 waren an der Universität von Rangun Studentenproteste blutig niedergeschlagen worden, die sich gegen die kurz zuvor an die Macht geputschte Führung von General Ne Win richteten. Dabei wurden dutzende Menschen getötet. Einen Tag später sprengte die Junta damals ein Gebäude der Studentenbewegung in die Luft. In den Jahren darauf leisteten die Studenten immer wieder Widerstand gegen die Herrschaft der Junta.