Britisches Parlament untersucht Banken

Nach dem Skandal um Zinsmanipulation bei der Großbank Barclays hat sich das britische Unterhaus auf eine parlamentarische Untersuchung des Falles geeinigt. Die Abgeordneten nahmen mehrheitlich den Vorschlag des britischen Premierministers David Cameron an, möglichst bald eine Untersuchung zu beginnen, an der Vertreter aller Parteien teilnehmen sollen.

Die oppositionelle Labour Party kündigte an, mitzumachen, aber weiter für eine größere, umfassende richterliche Untersuchung des Bankenwesens einzutreten.

Zinsen beeinflusst

Barclays hatte versucht, die Zinsen im Interbanken-Verkehr zu beeinflussen, und muss deshalb eine Rekordstrafe zahlen. Auch andere Banken stehen im Verdacht, beteiligt gewesen zu sein. Unter anderem hatte deshalb Barclays-Chef Bob Diamond den Hut nehmen müssen.

Neben der jetzt beschlossenen parlamentarischen Untersuchung prüfen zudem die britischen Behörden, ob es strafrechtliche Maßnahmen gegen Barclays geben könnte. Auch ein parlamentarischer Ausschuss hat bereits Untersuchungen des konkreten Skandals aufgenommen.