Neue Regelungen für Fotografen beschlossen

Eine Änderung der Gewerbeordnung, die der Nationalrat gestern mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und Grünen beschlossen hat, bringt vor allem neue Regelungen für Fotografen. So ist Berufsfotografie in Zukunft ein freies Gewerbe. FPÖ und BZÖ übten Kritik.

Dem ursprünglichen Antrag hätte man zugestimmt, erklärte FPÖ-Mandatar Bernhard Themessl, aber der Antrag sei so umformuliert worden, dass das Vorgelegte weder Fisch noch Fleisch sei. Das, was der Minister eingebracht habe, wäre unterstützungswürdig, meinte auch der BZÖ-Abgeordnete Ernest Windholz. Über das, was jetzt auf dem Tisch liege, könne man aber nur mehr den Kopf schütteln.

ÖVP und SPÖ verteidigen Kompromiss

ÖVP-Abgeordneter Konrad Steindl befand hingegen, dass man in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft einen guten Konsens gefunden habe, auch für die Fotografen. Auch Christoph Matznetter von der SPÖ wies die Kritik zurück: Es sei falsch, dass die Liberalisierung nicht durchgeführt werde, auch habe man sich mit den Betroffenen zusammengesetzt.

Die Änderungen in der Gewerbeordnung: Pressefotografen und Fotodesigner sowie Berufsfotografen mit eingeschränktem Berechtigungsumfang können nach Ausübung dieser Tätigkeiten für eine Zeit von drei Jahren das Berufsfotografengewerbe mit vollem Berechtigungsumfang ohne weitere Restriktion anmelden.