Hamas im Gazastreifen angeblich zu Waffenruhe bereit

Nach dreitägigen Raketenangriffen auf Israel hat sich der bewaffnete Arm der radikalislamischen Hamas zu einer Waffenruhe bereiterklärt.

Die Al-Kassam-Brigaden erklärten gestern, sollte Israel „seine Verbrechen“ beenden, würden auch sie und die anderen Widerstandsgruppen ihre Angriffe einstellen. Demnach reagierte die islamistische Gruppe damit auf die Vermittlung Ägyptens.

Eigenen Angaben zufolge feuerte die Gruppe in den vergangenen drei Tagen 96 Raketen und neun Mörsergranaten in Richtung Israel. Beim Einschlag in einem Polizeiposten waren am Dienstag vier Menschen verletzt worden. Israel flog daraufhin eine Reihe von Luftangriffen auf Ziele im Gazastreifen, bei denen acht Palästinenser getötet wurden.

Das letzte Opfer war gestern nach Angaben der Rettungskräfte ein 14-jähriger Bub. In den vergangenen Monaten hatte die im Gazastreifen regierende Hamas de facto eine Waffenruhe eingehalten und anders als bewaffnete Gruppen wie der Islamische Dschihad auf Angriffe gegen Israel verzichtet.