Vater erschlug Vergewaltiger seiner Tochter - keine Anklage

Ein Vater aus dem US-Staat Texas, der einen Mann bei einem sexuellen Übergriff auf seine Tochter ertappte und erschlug, muss sich nicht vor Gericht verantworten. Eine Grand Jury aus Laienrichtern lehnte im Bezirk Lavaca eine Anklage gegen den 23-Jährigen ab.

Staatsanwältin Heather McMinn sagte, dass unter texanischem Recht der Einsatz von tödlicher Gewalt „erlaubt und gerechtfertigt“ sei, um Sexualverbrechen zu stoppen.

Fünfjährige missbraucht

Der Vorfall ereignete sich vor gut zwei Wochen auf der Ranch der Familie des Vaters in der Nähe der Ortschaft Shiner. US-Medienberichten zufolge zerrte der 47-jährige Jesus Mora Flores das kleine Mädchen in einen Stall. Demnach hörte der Vater seine fünfjährige Tochter schreien. Bei seinem Eintreffen habe er Flores erwischt, wie er sich an dem Mädchen verging, hieß es. Dann habe er auf den Mann eingeprügelt.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft handelte sich um eine Notwehrsituation. Die Tochter habe leichte Verletzungen erlitten, die mit den Aussagen der Zeugen übereinstimmten. Die Einwohner von Shiner begrüßten die Entscheidung der Justiz, von einer Anklage gegen den Vater abzusehen.