OMV fördert dank Libyen wieder mehr Öl

Die OMV hat zu Jahresbeginn dank der Rückkehr nach Libyen wieder mehr Öl und Gas gefördert. Die Gesamtproduktion stieg von Jänner bis März im Vergleich zum Vorquartal um gut drei Prozent auf 299.000 Barrel pro Tag, wie das Unternehmen heute mitteilte. Die Menge aus dem Vorjahreszeitraum konnte der Konzern allerdings noch nicht wieder erreichen: Damals hatte die OMV 304.000 Barrel pro Tag gefördert.

Der Konzern hatte vor dem Ausbruch der Unruhen in dem nordafrikanischen Land ein Zehntel seiner konzernweiten Fördermenge aus Libyen bezogen. Nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi lief die Produktion erst im November 2011 wieder an und steigt seither sukzessive.

Weniger profitabel

Die Raffineriemargen, die die Profitabilität des Öl- und Gasgeschäfts messen, gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1,92 von 2,30 Dollar je Barrel zurück. Die Kennzahl setzt die Kosten für die Förderung von Öl und Gas in Relation zu den Gewinnen, welche die OMV damit erzielt.

Infolge von Überkapazitäten in der Branche sind die Margen unter Druck geraten. Gründe dafür sind auch die Wirtschaftskrise und der hohe Ölpreis, der Treibstoff und Produkte aus Erdöl teurer macht und so die Nachfrage drückt.