Südsudan zieht sich von umstrittenem Ölfeld zurück

Angesichts eines drohenden Krieges mit dem Sudan hat der südsudanesische Präsident Salva Kiir unter internationalem Druck den Rückzug der Armee aus dem umstrittenen Ölfeld Heglig angeordnet. Die Truppen hätten den Befehl zum Rückzug erhalten, sagte Informationsminister Barnaba Marial Benjamin heute in der Hauptstadt Juba.

Der Abzug solle in drei Tagen abgeschlossen sein. Der Sprecher betonte jedoch, die Regierung gebe nicht ihren Anspruch auf, dass Heglig ein „integraler Bestandteil“ des Südsudan ist.

Das Ölfeld liegt an der nicht vollständig festgelegten Grenze zwischen Sudan und Südsudan. Mehrere Teile des Ölfelds werden von beiden Staaten beansprucht. Heglig kommt für die Hälfte der Ölproduktion des Sudan auf. Mit der Unabhängigkeit des Südens verlor das Land im vergangenen Juli drei Viertel seiner Ölreserven. Die südsudanesische Armee erklärte, eine Offensive des Sudan zurückgeschlagen zu haben. Die Kämpfe in der Region dauern weiter an.