Medien: Sudanesisches Militärflugzeug abgeschossen

Ein Kampfflugzeug der sudanesischen Luftwaffe ist nach Medienberichten über den umstrittenen Ölfeldern nahe der Stadt Heglig abgeschossen worden.

Es handle sich um eine MiG-29, berichtete die in Frankreich beheimatete Website Sudan Tribune heute unter Berufung auf südsudanesische Regierungsquellen. Die Lieferung mehrerer dieser moderner russischer Flugzeuge an den Sudan hatte vor einigen Jahren Proteste der USA ausgelöst.

Am Mittwoch hatten Truppen des Südsudan das umstrittene, rohstoffreiche Gebiet um Heglig besetzt. Inzwischen aber haben die Sudanesen nach Angaben aus ihrer Hauptstadt Khartum Teile der Region zurückerobert.

Der Südsudan hatte am Freitag nach starkem internationalen Druck Kompromissbereitschaft in dem Konflikt signalisiert. Bedingung dafür aber seien Garantien, dass es aus Heglig keine weiteren Angriffe mehr auf den Südsudan gebe, so eine Mitteilung von Präsident Salva Kiir. Die sudanesische Regierung will nach eigenen Angaben die Ölfelder mit allen Mitteln zurückgewinnen.

Der Südsudan war im Juli 2011 nach einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg unabhängig vom Norden geworden. Wegen der Streitigkeiten um das Grenzgebiet haben die Vereinten Nationen und zahlreiche Regierungen ihre Sorge geäußert, der Konflikt könne weiter eskalieren.