Benins Ministerpräsident wird Chef der Afrikanischen Union
Der Staatschef von Benin, Thomas Boni Yayi, ist zum neuen Vorsitzenden der Afrikanischen Union (AU) gewählt worden. Die Staats- und Regierungschefs der 54 Mitgliedsstaaten stimmten gestern am ersten Tag ihres Gipfeltreffens in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba für den Präsidenten des westafrikanischen Staates.
Bisher hatte der Staatschef von Äquatorialguinea, Teodoro Obiang Nguema, diesen in erster Linie mit repräsentativen Aufgaben verbundene Posten inne.
Der Vorsitz der AU wechselt jährlich zwischen den afrikanischen Staatschefs. Als mögliche Kandidaten waren zuletzt auch der Präsident von Nigeria, Goodluck Jonathan, und dessen Kollege aus Gambia, Yahya Jammeh, gehandelt worden. Wer künftig das politisch gewichtigere Amt des Präsidenten der AU-Kommission innehält, wird morgen entschieden. Die frühere südafrikanische Außenministerin Nkosazana Dlamini-Zuma, die früher mit Südafrikas Präsident Jacob Zuma verheiratet war, will Amtsinhaber Jean Ping aus Gabun herausfordern.
Publiziert am 29.01.2012