Jemens Präsident Saleh zu Behandlung in den USA

Jemens Noch-Staatspräsident Ali Abdallah Saleh ist in den USA eingetroffen, um sich dort medizinisch behandeln zu lassen. Wie ein Sprecher der jemenitischen Botschaft in Washington mitteilte, traf Saleh gestern Abend in den USA ein. Er werde für „einen privaten medizinischen Kurzbesuch“ dort bleiben, hieß es in einer Erklärung.

Saleh soll offenbar in einer New Yorker Klinik behandelt werden. Der Staatschef hatte sein Heimatland bereits am Sonntag vergangener Woche verlassen und auf dem Weg in die USA einen Zwischenstopp im Golfstaat Oman eingelegt.

Saleh war bei einem Angriff auf seinen Präsidentenpalast im Juni vergangenen Jahres schwer verletzt und zunächst in Saudi-Arabien behandelt worden. Er benötigt nun weitere medizinische Betreuung. Der langjährige Staatschef hatte im November nach monatelangen Protesten mit hunderten Todesopfern ein Abkommen zum Machtverzicht unterzeichnet. Bedingung für seinen Rückzug von der Macht war die Zusicherung von Straffreiheit. Vor einer Woche gewährte ihm das Parlament in Sanaa absolute Immunität.

Publiziert am 29.01.2012