Erneut Tibeter bei Protesten erschossen

Zum dritten Mal in dieser Woche haben chinesische Sicherheitskräfte in Südwestchina laut exiltibetischen Angaben mindestens einen Tibeter erschossen. Neue Proteste seien gestern in Dzitoe Barma in der Präfektur Aba (Provinz Sichuan) ausgebrochen, als die Polizei einen Tibeter festnehmen wollte, berichtete der US-Sender Radio Free Asia (RFA) heute unter Berufung auf exiltibetische Quellen.

Der Mann habe Flugblätter mit Rufen nach Freiheit für die Tibeter und einer Rückkehr des Dalai Lamas, ihres im Exil lebenden religiösen Oberhauptes, aufgehängt.

Sieben Tote in dieser Woche

Auch die für eine Unabhängigkeit Tibets eintretende Website Phayul berichtete von einem Toten und mehreren Schwerverletzten. Seit Montag sind damit laut exiltibetischen Angaben sieben Tibeter getötet und rund 60 verletzt worden. Chinesische Behörden haben bisher nur zwei Tote bestätigt.

Proteste gegen die chinesische Herrschaft wurden aus den beiden Präfekturen Aba (tibetisch: Ngaba) und Ganzi (Kardze) berichtet. Chinas Regierung hat die Sicherheitsmaßnahmen verschärft und Verstärkung in die Region entsandt.

Publiziert am 27.01.2012