Mediennetzwerk untersucht Rassismus in Sport

Die Freien Radios Österreich wollen zusammen mit dem Europarat ein Netzwerk von Medien schaffen, das sich gegen Rassismus und für den interkulturellen Dialog einsetzt.

Der Verband Freier Radios Österreich (VFRÖ) organisiert im Auftrag des Europarats ein viertägiges Arbeitstreffen von Journalisten aus allen Sparten – Print, Online, TV und Radio.

Gemeinsam werden die Journalisten Beiträge produzieren und dabei erkunden, wie in einer täglichen Berichterstattung die Themen Vielfalt und Antidiskriminierung berücksichtigt werden können. Der Fokus liegt auf dem Thema Sport bzw. Sportberichterstattung.

Auftakttreffen in Österreich

Insgesamt plant der Europarat im Rahmen des Programms MARS – Media Against Racism in Sports nationale Treffen in 15 verschiedenen Ländern Europas. Österreich macht mit dem September-Workshop den Auftakt. Zum Abschluss des Programms ist 2012 ein europaweites Treffen dieser Art aller Beteiligten in Portugal geplant.

„Freie Medien sind in Österreich die erste Anlaufstelle für antidiskriminatorische und antirasstische Arbeit im Medienbereich“, sagt die Geschäftsführerin des VFRÖ, Michaela Adelberger.

Für Reynald Blion, Koordinator des MARS-Programms beim Europarat, sind immer noch zu viele Menschen vom öffentlichen Diskurs ausgeschlossen: „Während ca. zehn Prozent der EU-Bevölkerung Migrantinnen und Migranten sind, machen sie weniger als fünf Prozent in den Nachrichten aus.“

Für den Europarat sei Information, die auf Vielfalt eingehe, entscheidend für sozialen Zusammenhalt und demokratische Partizipation. Deshalb hätten der Europarat und die Europäische Union das Programm „MARS“ ins Leben gerufen, mit dem Ziel, Antidiskriminierung und Vielfalt in den Medien als wichtige Perspektive zu verankern.

Das Netzwerk, das man entwickeln will, ist als dauerhafte und offene Aktions- und Dialogplattform sowohl für Mainstream-Medien als auch für freie und migrantische Minderheitenmedien gedacht.