Telekom-Affäre: BZÖ schließt Gorbach aus
Das BZÖ hat gestern nach Bekanntwerden der Vorwürfe in der Telekom-Austria-Affäre Konsequenzen gezogen. Hubert Gorbach, früherer Parteichef und Vizekanzler, soll in aufklärungswürdige Zahlungen des Unternehmens in Zusammenhang mit der Universaldienstverordnung verwickelt sein und wurde vom BZÖ nun ausgeschlossen.
Für den Vorarlberger gilt die Unschuldsvermutung. Der heutige Parteiobmann Josef Bucher hielt indes fest, dass er Personen, die mit Korruption in Verbindung gebracht werden, nicht toleriert.
Neue Hinweise auf Gorbach-Bestechung?
Die Affäre um dubiose Zahlungen der Telekom Austria (TA) und Korruptionsverdacht weitet sich unterdessen immer mehr aus. Der Anwalt des Kronzeugen und ehemaligen TA-Vorstands Schieszler bestätigte zuletzt die Geldflüsse der TA in Richtung Gorbach als Gegenleistung für die Änderung einer Verordnung zugunsten der TA. Gleichzeitig verwies er darauf, dass die bisherigen Veröffentlichungen nur einen geringen Teil des Sachverhalts ausmachten. Auch der derzeitige TA-Chef Ametsreiter rechnet damit, dass die „sehr unerfreuliche Sache uns noch eine geraume Zeit begleiten wird“.
Mehr dazu in Kronzeuge bestätigt Zahlungen
Publiziert am 25.08.2011