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Umstellung von IPv4 auf IPv6

Für einen großangelegten Probelauf haben Unternehmen aus aller Welt Anfang Juni ihre Websites nach dem neuen Internetprotokoll IPv6 betrieben. Parallel zu den alten Standards nach dem Internetprotokoll vier (IPv4) aktivierten die Konzerne für 24 Stunden das neue Internetprotokoll der sechsten Version (IPv6).

Der Verkehr nach den neuen Datenverkehrsregeln sei „in weiten Teilen problemlos“ verlaufen, zog der Vorsitzende des deutschen IPv6-Rats, Christoph Meinel, in Potsdam ein erstes Fazit. An der Aktion beteiligen sich unter anderem Internetriesen wie Google, Facebook und Yahoo.

Bei der Umstellung von IPv4 auf IPv6 geht es vor allem darum, neue IP-Adressen zu gewinnen. Diese bestehen derzeit aus 32-stelligen Zahlencodes. Sie stecken unter anderem hinter den gut merkbaren Internetadressen mit Endungen wie ".at" und ".com". Außerdem bekommt jeder Computer, der sich mit dem Internet verbindet, eine solche Adresse zugewiesen. Der 1980 eingeführte IPv4-Standard ermöglichte es, 4,3 Milliarden Adressen einzurichten.

IP-Adressen neigen sich dem Ende zu

Voraussichtlich Ende des Jahres gibt es jedoch keine freien Adressen im IPv4-Standard mehr. Um Nachschub an neuen Internetadressen zu liefern, ist eine Umstellung auf ein neues Internetprotokoll nötig. Beim neuen IPv6-Standard besteht jede IP-Adresse aus 128 Ziffern, möglich sind dadurch 340 Sextillionen Adressen - als Zahl: 340.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.

Die Mehrheit der Internetnutzer hat den Angaben zufolge von dem Testlauf nichts mitbekommen. Die neueren Betriebssysteme unterstützen den neuen Standard bereits.

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