Nahrungsmittel: EU will Gentechnikregeln lockern

Die meisten EU-Staaten wollen Spuren von gentechnisch veränderten Stoffen in Lebensmitteln zulassen. Das geht aus einem internen Bericht für die EU-Kommission und die Regierungen der Mitgliedsländer hervor, der gestern der Nachrichtenagentur Reuters vorlag.

Hintergrund ist ein Vorschlag der Kommission vom Oktober, nach dem Importe von Tierfutter 0,1 Prozent genetisch verändertes Material enthalten dürfen, das nicht in der EU zugelassen ist.

„Eine Mehrheit der Mitgliedsstaaten hat angedeutet, dass sie eine Ausweitung der Anwendbarkeit auf Lebensmittel begrüßen würde“, heißt es nun in dem Expertenbericht. Auch die Beteiligten in den Lebensmittel- und Futterketten befürworteten eine einheitliche Regelung.

Abstimmung im Februar

Aus Kommissionskreisen erfuhr Reuters, dass der jetzt schon vorliegende Vorschlag nicht mehr abgeändert werden wird. Die Regierungen müssten diesen Plan bei der Abstimmung am 8. und 9. Februar entweder annehmen oder ablehnen, hieß es. Sollte er angenommen werden, könnte bei Bedarf eine neue Regelung ausgearbeitet werden, die auch Nahrungsmittel für den menschlichen Verzehr beinhalte.