Rekord: Zwei Mrd. Dollar für Kongresswahlkampf

Es ist nach neusten Schätzungen der teuerste Kongresswahlkampf in der US-Geschichte. Zwei Milliarden Dollar (1,43 Mrd. Euro) geben die Kandidaten für das Repräsentantenhaus und den Senat nach jüngsten Schätzungen heuer für ihre Wahlkampagnen aus.

Dies seien vier Millionen Dollar für jeden zur Wahl stehenden Kongresssitz, errechnete die „Washington Post“ heute. Die Zeitung berief sich auf Zahlen der Wahlkommission und unabhängiger Beobachter.

2006 und 2008 hätten die Kandidaten insgesamt jeweils 1,5 Milliarden Dollar für Wahlkampf-Spots und andere Kampagnen ausgegeben. Eine Begründung für den Ausgabenrekord sei, dass es diesmal ein besonders harter Wahlkampf sei, bei dem es um die Kontrolle in beiden Kammern des Kongresses gehe.

BP spendet für Klimaschutzgegner

Im Wahlkampf erhalten Kandidaten der Tea-Party-Bewegung auch Unterstützung aus Europa. Besonders engagiert zeigen sich laut einem Medienbericht in der Energiebranche tätige Großkonzerne - darunter der für die Ölpest im Golf von Mexiko verantwortliche britische Ölmulti BP. Als Ziel der umstrittenen Wahlkampfhilfe gelten Präsident Barack Obamas Klimaschutzgesetze. Aus diesem Grund ging der Großteil der Gelder auch an die schärfsten Gegner der aktuellen US-Klimapolitik.

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Publiziert am 26.10.2010