Verwirrung um Koranverbrennung

Der radikale US-Pastor Terry Jones sorgt mit seinen Plänen für eine Koranverbrennung in Florida für Verwirrung. Nur Stunden nach einer öffentlichen Absage der weltweit kritisierten Aktion überdenkt er laut US-Medien diese Entscheidung schon wieder. „Wir sagen die Veranstaltung nicht ab, aber wir setzen sie aus“, sagte Jones dem Fernsehsender NBC. Kurz vorher hatte er noch bekräftigt, das Vorhaben definitiv nicht zu realisieren.

Der Pastor begründet seine Kehrtwende damit, dass sich die Voraussetzungen für die Absage der Bücherverbrennung wieder geändert hätten. Sie beruhte nach seinen Angaben auf einer angeblichen Vereinbarung mit der muslimischen Gemeinde in New York, dass der umstrittene Bau einer Moschee in der Nähe vom Ground Zero an eine andere Stelle verlagert werden soll. Diese von Jones proklamierte Einigung wurde jedoch unmittelbar nach der Verkündung von allen Seiten dementiert.

„Nach dem, was wir hören, sind wir gezwungen, unsere Entscheidung zu überdenken“, sagte Jones dem Sender weiter. Da sich die vermeintliche Einigung scheinbar nicht verwirklichen lasse, sei nun alles wieder wie zuvor.

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Publiziert am 09.09.2010