Themenüberblick
Dienstältester Parteichef
Jänner 1959: Castro zieht mit seinen Truppen in Havanna ein.
Februar 1959: Castro übernimmt das Amt des Ministerpräsidenten (Staatschef ist er erst seit 1976).
April 1961: Ein vom US-Geheimdienst CIA unterstützter Invasionsversuch von Exilkubanern in der Schweinebucht scheitert.
Jänner 1962: Auf Drängen der USA wird Kuba aus der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) ausgeschlossen.
März 1962: Die USA verhängen eine Wirtschaftsblockade gegen Kuba.
Oktober 1962: Wegen der Stationierung sowjetischer Mittelstreckenraketen bricht die Kubakrise aus. US-Präsident John F. Kennedy verhängt eine Seeblockade und handelt mit Sowjetführer Nikita Chruschtschow den Rückzug der Raketen aus (gegen den damals geheim gehaltenen gleichzeitigen Abzug amerikanischer Raketen aus der Türkei).
November 1975: Castro schickt Truppen zur Unterstützung der kommunistischen MPLA in den Bürgerkrieg nach Angola.
September 1979: Die Gipfelkonferenz der Blockfreien Staaten in Havanna wählt Fidel Castro zu ihrem Vorsitzenden.
April 1980: Tausende Kubaner besetzen die peruanische Botschaft in Havanna. In den folgenden Monaten reisen mehr als 120.000 Menschen legal aus.
Juli 1988: Kuba, Angola, Südafrika und die USA einigen sich bei Verhandlungen in New York auf den Abzug der kubanischen Truppen aus Angola und den Rückzug Südafrikas aus Namibia.
April 1989: Michail Gorbatschow reist zu einem Staatsbesuch nach Havanna. Castro lehnt die sowjetische Reformpolitik für Kuba strikt ab.
Juli 1993: Castro verkündet wirtschaftliche Reformen, darunter die Legalisierung des Dollarbesitzes.
August 1994: Mehr als 30.000 Kubaner fliehen auf selbst gebauten Flößen in Richtung USA.
Mai 1995: Washington und Havanna einigen sich darauf, dass die USA auf See aufgegriffene Bootsflüchtlinge nach Kuba zurückbringen.
Februar 1996: Die kubanische Luftwaffe schießt zwei mit Exilkubanern bemannte Privatflugzeuge vor der Küste von Havanna ab. US-Präsident Bill Clinton lässt daraufhin das Helms-Burton-Gesetz zur Verschärfung des Kuba- Embargos in Kraft treten.
Jänner 1998: Papst Johannes Paul II. besucht erstmals Kuba. Er kritisiert das US-Embargo und ruft Kuba zur Öffnung auf.
März 1998: US-Präsident Bill Clinton lockert die Sanktionen gegen Kuba. Direktflüge von Florida nach Kuba und direkte Geldüberweisungen von Exilkubanern werden erlaubt. Nach Einschätzung des amerikanischen Verteidigungsministeriums stellt die Karibikinsel keine militärische Bedrohung für die USA dar.
April 1998: Die UNO-Menschenrechtskommission lehnt eine Kuba-Resolution der USA ab.
November 1999: Das Flüchtlingskind Elian überlebt als Einziger die Überfahrt in die USA. Es entsteht ein monatelanges Tauziehen um das Kind. Seine Verwandten in Miami scheitern vor der US-Justiz mit dem Versuch, das Kind in Florida zu behalten. Im Juni 2000 kehrt Elian mit seinem leiblichen Vater nach Kuba zurück.
Dezember 2000: Der russische Präsident Wladimir Putin kommt zum ersten Staatsbesuch eines Kreml-Chefs seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion nach Kuba.
Juni 2001: Castro bricht während einer live im Fernsehen übertragenen Rede vor mehreren zehntausend Menschen zusammen. Wenig später ist er wieder auf den Beinen.
Oktober 2004: Castro bricht sich bei einem Sturz nach einer Rede in der kubanischen Stadt Santa Clara das linke Knie und den rechten Arm. Er war der Länge nach zu Boden gestürzt, weil er beim Verlassen einer Bühne eine Stufe übersehen hatte.
Juli 2006: Castro wird am Darm operiert und zieht sich anschließend nahezu komplett aus der Öffentlichkeit zurück.
Februar 2008: Er übergibt das Präsidentenamt nach 49-jähriger Regierungszeit an seinen jüngeren Bruder Raul, blieb aber Chef der regierenden Kommunistischen Partei.
Juli 2010: Der Alt-Revolutionär tritt wieder öfter in Erscheinung. Das nährt Spekulationen, der ehemalige Maximo Lider wolle sich wieder aktiver in die Politik einschalten.
September 2010: Castro hält erstmals seit seiner Erkrankung vor vier Jahren wieder öffentlich eine Rede ab.
Publiziert am 09.09.2010