Zweite Grasser-Einvernahme begonnen: „Habe gutes Gefühl“

Die zweite Einvernahme von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser hat heute Vormittag in der Meidlinger Kaserne in Wien in Räumlichkeiten des Bundesamts zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung begonnen. Grasser kam in Begleitung seines Anwalts Manfred Ainedter. „Ich habe ein gutes Gefühl“, meinte Grasser zu den zahlreichen beim Haupteingang wartenden Journalisten. Nach der Einvernahme werde sein Anwalt mit den Medien darüber sprechen.

"Lächerliche Fragen werden nicht beantwortet

Auf die Frage, ob er sich vor einer eventuellen Untersuchungshaft fürchte, meinte Grasser: „Lächerliche Fragen werden gar nicht beantwortet.“ Gegen Grasser wird wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch, Bruch der Amtsverschwiegenheit und Untreue ermittelt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Auf Wunsch der Staatsanwaltschaft findet die heutige Einvernahme in den Räumlichkeiten des Bundesamts zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung statt. Das habe „organisatorische Gründe“, erläuterte Karl Raschbach von der Antikorruptionsbehörde den wartenden Journalisten. Vergangenen Donnerstag hatte Grassers neunstündige Einvernahme nach einer kurzfristigen Verlegung statt im Landesgericht Wien im Bundeskriminalamt stattgefunden. Grasser wird von Staatsanwälten und Ermittlern der Sonderkommission BUWOG befragt.

Publiziert am 08.09.2010