Irans Revolutionäre distanzieren sich von Blockade Karubis

Die iranischen Revolutionsgarden haben mitgeteilt, weder sie noch islamische Milizen seien in den vergangenen Tagen an der Blockade des Hauses von Oppositionspolitiker Mehdi Karubi beteiligt gewesen. Die Umstellung von Karubis Haus sei das Werk von „Schurken“, die nichts mit ihnen oder der Bassidsch-Miliz zu tun hätten, erklärten die Revolutionsgarden heute laut einem Bericht der Nachrichtenagentur ILNA.

Die Revolutionsgarden sprachen von einer übertriebenen Darstellung einer „belanglosen“ Angelegenheit. Sie fügten hinzu, von Karubis Haus seien Schüsse abgefeuert und mehrere Menschen verletzt worden.

Proteste gegen Ahmadinedschad

Am Freitag hatte Karubis Website Sahamnews.rog berichtet, regierungstreue Milizen und Männer der Revolutionsgarden hätten das Haus des Politikers umstellt, um ihn an der Teilnahme an der jährlichen propalästinensischen Demonstration in Teheran zu hindern. Im vergangenen Jahr hatte es bei der Demonstration Proteste gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad gegeben.

Laut der Website hatten die Männer bereits seit dem vorangegangenen Sonntag vor Karubis Haus ausgeharrt. Donnerstagabend seien sie in das Haus eingedrungen. Sie hätten zudem geschossen und Molotow-Cocktails auf das Gebäude geworfen. Karubi erkennt Ahmadinedschad nach wie vor nicht als Präsidenten an.

Publiziert am 05.09.2010