Appelle von Fischer und Ban zum Alpbach-Abschluss

Fast 4.000 Teilnehmer aus 63 Nationen haben an dem heurigen Europäischen Forum Alpbach teilgenommen. Die am 19. August eröffnete Veranstaltung stand unter dem Generalmotto „Entwurf und Wirklichkeit“. Bundespräsident Heinz Fischer kritisierte dabei Steuerflucht, rücksichtsloses Gewinnstreben und Nahrungsmittelspekulation heftig. Er ortete zudem einen kritischen Zusammenhang zwischen Finanzkrise und Klimakrise.

Eine Milliarde Menschen leide heute Hunger. So viel wie nie zuvor, die Welt sei reich genug, um den Hunger in der Welt auf Dauer zu beseitigen, sagte Fischer. Der Reichtum sei jedoch äußerst ungleich verteilt. Auch unter diesem Aspekt will er die laufenden Reformen und Regulierungen des Weltfinanzsystems verstanden sehen.

An der Abschlussveranstaltung nahm auch UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon teil. Er appellierte an die Mitglieder der Vereinten Nationen, die Entwicklungsversprechen einzulösen, die sie im Jahr 2000 abgegeben haben. Durch die Sparprogramme nach der Finanzkrise sei die internationale Gemeinschaft bei den sogenannten Millenniumszielen im Verzug, warnte Ban.

Publiziert am 04.09.2010