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„Plan C“ angedacht
Durch den Schacht erhalten die Kumpel unter anderem Nahrung und Medikamente. Ingenieure prüfen nach Angaben der Rettungskräfte derzeit, ob der Schacht notfalls noch breiter gebohrt werden kann, um als „Plan B“ zur Rettung der Bergleute zu dienen. Seit Montag ist bereits die Maschine „Strata 950“ im Einsatz, um einen 66 Zentimeter breiten Rettungsschacht bis in 700 Meter Tiefe zu bohren, wo die Bergleute seit dem Einsturz ihrer Mine am 5. August ausharren. Bisher arbeitete sich dieser Bohrer bis in etwa 50 Meter Tiefe vor.
Bohrer „T 130“
Die Maschine „T 130“ hat eine höhere Leistung als der bisher eingesetzte Bohrer und wird normalerweise zur Erkundung von Erdöl- und Erdgaslagerstätten eingesetzt. Sie könne laut Experten nun schneller als bisherige Geräte in die Tiefe vorstoßen.
Für den Fall, dass das scheitert und dass auch „Plan B“ nicht umgesetzt werden kann, arbeiten die Behörden nach Angaben von Chiles Präsident Sebastian Pinera zudem an einem „Plan C“, bei dem ein Ölbohrer zum Einsatz kommen soll. Dieses Gerät benötige eine Ausgangsfläche von der Größe eines Fußballplatzes und könne ab dem 18. September mit der Bohrung eines neuen Schachts beginnen.
Gefahr durch Einstürze
Chefingenieur Andres Sougarret sagte, es bestehe immer die Gefahr, dass der derzeit gebohrte Rettungsschacht einstürze. Die auf mehrere Monate angelegten Arbeiten stocken hin und wieder, weil die Schachtwände aufgrund von Gesteinsspalten mit Zement stabilisiert werden müssen.
Trotz der alternativen Pläne wird es laut Sougarret in jedem Fall drei bis vier Monate dauern, bis die Kumpel gerettet werden können. Durch den Versorgungsschacht erhielten die Bergleute inzwischen auch eine warme Mahlzeit sowie MP3-Player zum Musikhören, ein Videogerät, Bücher, Spiele und vom Papst gesegnete Rosenkränze.
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Publiziert am 04.09.2010