Indonesien: Zweijähriger Kettenraucher schaffte Entzug

Die Bilder von Ardi Rizal, einem kettenrauchenden Zweijährigen aus Indonesien, sind um die Welt gegangen - nun hat der Kleine den Entzug geschafft. Ardi, der einst 40 Zigaretten täglich qualmte, sei nach mehrwöchiger Therapie von seiner Sucht befreit, teilte die Kinderschutzkommission in Jakarta gestern mit. „Er hat aufgehört zu rauchen und fragt auch nicht mehr nach Zigaretten“, sagte Kommissionschef Arist Merdeka Sirait. Er müsse fortan aber in einer Umgebung ohne Raucher leben, um nicht rückfällig zu werden.

Ardi hatte im Alter von 18 Monaten mit dem Rauchen begonnen. Im Juni hatten die Behörden das Kind in Obhut genommen, nachdem Videos von dem rauchenden Buben im Internet weltweit für Aufruhr sorgten.

Fast jeder dritte Indonesier raucht, bei den Männern sind es gar 60 Prozent. Auch unter Kindern ist die Sucht weit verbreitet. Nur wenige Menschen wissen um die Gesundheitsgefahren. Ein Grund dafür: Die Tabaklobby in Indonesien ist immens stark.

Publiziert am 02.09.2010