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Burger King wechselt den Besitzer

Die Fast-Food-Kette Burger King ist verkauft. Der Finanzinvestor 3G Capital legt dafür vier Milliarden Dollar (3,12 Mrd. Euro) auf den Tisch. Die Aktionäre des McDonald’s-Konkurrenten erhalten 24 Dollar je Aktie in bar, teilte die Beteiligungsgesellschaft am Donnerstag mit. Das sich drehende Übernahmekarussell hatte die Burger-King-Aktien zuletzt in die Höhe schnellen lassen.

24 Dollar pro Aktie bedeuten einen Aufschlag von 46 Prozent zum Schlusskurs vom Dienstag. Am Mittwoch hatten erste Spekulationen über eine bevorstehende Übernahme die Aktie steil nach oben getrieben. Seitdem verdichteten sich die Hinweise, dass die weithin unbekannte 3G zuschlägt. Der Verwaltungsrat von Burger King habe dem Geschäft zugestimmt, teilte der Schnellrestaurantbetreiber am Donnerstag mit. Die Großaktionäre TPG, Bain und Goldman Sachs stünden ebenfalls hinter dem Verkauf. Sie hatten die Firma schließlich 2006 an die Börse gebracht und rund ein Drittel der Anteile gehalten.

Zuletzt flaue Geschäfte

Das Geschäft war für Burger King zuletzt deutlich schlechter gelaufen als für den größeren Erzrivalen McDonald’s. Das Unternehmen wies unlängst für das jüngste Geschäftsquartal einen Gewinnrückgang von 17 Prozent auf 49 Millionen Dollar aus. Hintergrund ist, dass die Schnellrestaurantkette mehr junge Männer zu seinen Kunden zählt und diese Gruppe vom Stellenabbau in der Industrie besonders stark betroffen ist.

Burger King hat 12.000 Schnellrestaurants in 75 Ländern. Das Unternehmen ist aktuell knapp 2,6 Milliarden Dollar wert.

Burger King warnte daher, dass die Geschäfte auch im kommenden Jahr unter der schlechten Lage auf dem Jobmarkt leiden dürften. McDonald’s steigerte hingegen seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal um rund 13 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar. Grund seien unter anderem seine Kaffee-und-Kuchen-Angebote, mit denen McDonald’s aus der Fast-Food-Nische ausbrach.

3G Capital und Clintons Schwiegersohn

Vielleicht wird das Lebensgefühl jetzt etwas südamerikanischer: Die Rechnung begleichen nämlich wohlhabende Brasilianer - die Hauptgeldgeber von 3G Capital. Unter ihnen ist Milliardär Jorge Paulo Lemann, Nummer 48 auf der Forbes-Liste der Superreichen mit einem geschätzten Vermögen von 11,5 Milliarden US-Dollar.

Bei der Beteiligungsgesellschaft arbeitet auch der frischgebackene Ehemann von Chelsea Clinton, der Investmentbanker Marc Mezvinsky. Dabei sei doch Schwiegervater und Ex-Präsident Bill Clinton der größte Fan des „Big Mac“ von McDonald’s, merkte ein Autor des „Wall Street Journals“ augenzwinkernd in seinem Blog an.

Einst Appetit auf Wendy’s

Bis zum Jahresende will der New Yorker Finanzinvestor die Transaktion über die Bühne bringen. Alex Behring von 3G Capital sprach von einer Kultmarke, in die sich seine Gesellschaft einkaufe. Allerdings müssen die Kartellbehörden noch zustimmen, außerdem kann es theoretisch passieren, dass ein Konkurrenzbieter auftaucht. 3G Capital hatte sich schon einmal in der Burger-Branche engagiert - bei der Nummer drei, Wendy’s.

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Publiziert am 02.09.2010