Kanada: Zehn Bären bewachten Marihuanafarm

Eine ungewöhnliche Überraschung hat auf die kanadische Polizei gewartet, als sie eine Marihuanafarm im Südosten der Provinz British Columbia durchsuchten. Auf dem umzäunten Gelände lebten zehn Schwarzbären, die die rund 1.000 Marihuanapflanzen vor Dieben schützen sollten, berichtete der kanadische TV-Sender CBCNews.

„Auf Auto herumgehüpft“

Die Beamten hätten „rasch bemerkt, dass die Tiere zahm sind“, so Polizeioffizier Fred Mansveld. Einer von ihnen sei „eine Zeitlang auf dem Polizeiauto herumgehüpft“. Die Tiere hätten offenbar seit einiger Zeit auf dem Gelände gelebt.

Laut einem Nachbarn hatte die Frau, der das Gelände rund 350 Kilometer östlich von Vancouver gehört, die Bären jahrelang gefüttert. Der Frau droht eine Anklage wegen Marihuanaanbaus. Das Schicksal der Bären ist noch offen. Laut Polizei müssen sie möglicherweise getötet werden, da sie sich zu sehr an das Futter und den menschlichen Kontakt gewöhnt haben.

Publiziert am 19.08.2010