Hirtenberger: Waffen in Afghanistan „nicht von uns“

Der Chef des niederösterreichischen Waffenproduzenten Hirtenberger, Manfred Fischer, hat laut einem Medienbericht bezweifelt, dass die laut WikiLeaks-Dokumenten in Afghanistan gefundenen „österreichischen“ Kriegsmaterialien von seiner Firma stammen.

Fischer wollte laut DerStandard.at einen Diebstahl der Waffen nicht ausschließen, betonte aber, dass Hirtenberger nicht nach Pakistan und Afghanistan liefere. Gleichzeitig verwies Fischer auf mögliche Verwechslungen etwa bei der Typenbezeichnung. Unter anderem sei etwa der Hinweis auf ein Baujahr 2006 falsch, da es aus diesem Jahr keine Hirtenberger-Granaten gebe.

Wie DerStandard.at zuvor berichtete, seien unter den auf der Enthüllungswebsite WikiLeaks veröffentlichten, Tausende Seiten umfassenden US-Geheimdokumenten zum Afghanistan-Einsatz auch Daten zu Österreich aufgetaucht. Den Berichten zufolge wurden auf Patrouillen der ausländischen Streitkräfte in Afghanistan mehrere Granatwerfer, Granaten und Handgranaten österreichischer Herkunft entdeckt, die offenbar von afghanischen Rebellen verwendet wurden.

Publiziert am 29.07.2010