Migranten haben knapp 14 Prozent Kaufkraft
Menschen mit Migrationshintergrund verfügen über 13,5 Prozent des gesamten Kaufkraftvolumens in Österreich. Von rund 150 Milliarden Euro verfügbarem Einkommen sind das 20 Mrd. Euro. Der Anteil der Migranten an der Gesamtbevölkerung beträgt dagegen 17,7 Prozent (1,47 Mio.). Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Regio Data Research hervor.
Zuwanderer aus der EU und dem EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) haben pro Kopf eine Kaufkraft von 19.300 Euro pro Jahr. Die Studie berücksichtigt dabei die EWR-Länder Norwegen und Liechtenstein und rechnet auch die Schweiz mit ein. Die Kaufkraft der Migranten aus diesen Ländern liegt demnach über jener des durchschnittlichen Österreichers, der bei 18.700 Euro hält.
Personen aus dem ehemaligen Jugoslawien verfügen über eine durchschnittliche Kaufkraft von 13.000 Euro pro Kopf und Jahr. Slowenien ist aus dieser Berechnung ausgenommen, da es bereits zu den EU-Staaten zählt. Migranten aus der Türkei stehen im Jahr durchschnittlich 10.400 Euro zur Verfügung. Im Durchschnitt aller ethnischen Gruppen, die in Österreich leben, beträgt die Kaufkraft 17.880 Euro.
Publiziert am 28.07.2010