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Über Kleinasien nach Europa
Der Brokkoli ist dem Karfiol nicht unähnlich. Die „Röschen“ des Kopfes bestehen aus den noch nicht voll entwickelten Blütenständen. Die Farbe der Pflanze geht von tiefgrün bis blaugrün. Doch gibt es auch violette, gelbe und weiße Sorten. Die Pflanze hat eine Vegetationsperiode von 14 bis 15 Wochen.
Die Pflanze stammt aus Kleinasien und war in Europa zuerst in Italien bekannt. Im 16. Jahrhundert wurde der Brokkoli nach Frankreich gebracht und kam als „italienischer Spargel“ nach England. Im 18. Jahrhundert gelangte er zuerst als Versuchpflanze in die USA.
Reich an Mineralstoffen und Vitaminen
Der Brokkoli ist besonders reich an Mineralstoffen wie Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen, Zink und Natrium und Vitaminen wie B1, B2, B6, E und besonders Ascorbinsäure (Vitamin C) und Carotin (Provitamin A). Insbesondere für den Inhaltsstoff Sulforaphan konnte in verschiedenen Studien krebshemmende Wirkung nachgewiesen werden. Ungeklärt ist allerdings noch, ob die dafür notwendige Menge durch die tägliche Nahrungsaufnahme gedeckt werden kann.
AP/Barry ThummaBush sen. verkündet, dass er keinen Brokkoli mag.
Bush: Werde nie wieder Brokkoli essen
Durch den US-Präsidenten George Bush sen. kam der Brokkoli zu einem nicht besonders guten Ruf. „Jetzt bin ich amerikanischer Präsident und werde nie wieder Brokkoli essen“, so Bush 1990. Ein Aufschrei aufgebrachter Bauern war die Folge. Sie brachten eine Ladung von zehn Tonnen mit dem vitmainreichen Gemüse in das Weiße Haus.
Ein weiterer Prominenter trägt sogar den Namen der Pflanze. Der mittlerweile verstorbene Produzent der James-Bond-Filme Albert R. Broccoli war der Nachfahre italienischer Einwanderer aus Kalabrien. Über die Herkunft seines Nachnamens gibt es widersprüchliche Informationen. Einer biografischen Anekdote zufolge soll einer von Broccolis Vorfahren Gemüsehändler gewesen sein und deshalb die Familie nach der Pflanze benannt haben.
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Publiziert am 20.07.2010