Inland

Koalition: Statement von Kurz und Strache morgen erwartet

Die Steuerungsgruppe der Koalitionsverhandler tritt morgen wieder zusammen. Im Anschluss, um 15.00 Uhr, wird es ein Medienstatement von ÖVP-Obmann Sebastian Kurz und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache geben, kündigte ein Sprecher gegenüber der APA an.

Die schwarz-blauen Verhandler erhöhen das Tempo. Nach den Sitzungen der Fachgruppen zu den unterschiedlichsten Themenbereichen tritt die Steuerungsgruppe sowohl morgen als auch am Freitag zusammen. Welche Inhalte die Parteichefs präsentieren, war noch offen. Der Termin startet um 11.00 Uhr im Palais Epstein beim Parlament.

EU-Kommission warnt Österreich wegen Budgetplans 2018

Die EU-Kommission warnt Österreich wegen der Nichteinhaltung der Budgetziele für 2018. In ihren Empfehlungen im Rahmen des Europäischen Semesters attestiert Brüssel auch weiteren vier EU-Staaten - Belgien, Italien, Portugal und der Slowakei - das Risiko, die Vorgaben des Stabilitäts- und Wachstumspakets für das nächste Jahr nicht zu erfüllen.

Der Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, zeigte sich zwar erfreut darüber, dass die Konjunktur günstig sei, doch müsse das dazu genutzt werden, um die Wirtschafts- und Währungsunion zu stärken und die Volkswirtschaften widerstandsfähiger zu machen.

Die Kommission rufe angesichts der Haushaltsplanungen der Länder jene zu einer Korrektur des Budgetpfads auf, die die Vorgaben des Stabilitäts- und Wachstumspfads zu verfehlen drohten.

Flexibilitätsklausel könnte gewährt werden

Österreich könnte indes das Ausnützen der Flexibilitätsklausel im Rahmen des Stabilitäts-und Wachstumspakts gewährt werden. Die EU-Kommission verwies in einer Stellungnahme darauf, dass bis Herbst des Jahres kein Antrag auf Flexibilität für 2018 von einem Land eingelangt sei. Österreich hatte Kosten im Zuge der Flüchtlingskrise geltend gemacht.

Für das laufende Jahr könnte neben Österreich diese Möglichkeit noch Belgien, Italien, Ungarn, Slowenien und Finnland gewährt werden. Eine endgültige Entscheidung darüber will die EU-Kommission im Rahmen ihrer endgültigen Stellungnahme im Frühjahr 2018 abgeben.

Die Flexibilitätsklausel, die Österreich wegen der hohen Ausgaben durch die Flüchtlingskrise beantragt hat, sieht vor, dass diese Kosten nicht auf das Budgetdefizit angerechnet werden.

Laut ÖVP noch keine Debatte über Bildungsbudget

Die ÖVP hat heute Medienberichte über Verhandlungen des Bildungsbudgets zurückgewiesen. In den Fachgruppen werde nicht über Budgets verhandelt, das passiere ausschließlich in der Steuerungsgruppe, hieß es in einer Aussendung. Der Verband der Elternvereine sprach sich vorsorglich gegen Kürzungen aus.

Medienberichte, wonach es für die Bildung nicht mehr Geld und keine zusätzlichen Lehrkräfte geben wird, seien „schlichtweg falsch“, so die ÖVP. In der Untergruppe Bildung sei den Verhandlern wichtig, dass das System verbessert, die Struktur optimiert und die vorhandenen Mittel effizient eingesetzt werden, hieß es weiters. Bisher gebe es „keine Verhandlungen über das Bildungsbudget“.

Gegen Budgetkürzungen im Schulbereich sprach sich indes der Verband der Elternvereine an den österreichischen Pflichtschulen aus. Darüber hinaus müsse auch der bereits beschlossene Ausbau der Schulautonomie zügig umgesetzt werden, hieß es in einer Aussendung. „Die Finanzierung der für den Schulbetrieb benötigten Lehrer und der Kosten für Schulbau und -erhaltung darf nicht zulasten pädagogischer Gestaltung gehen“, so Vorsitzender Karl Dwulit.

Politische Debatte über Medizinstudium

Nicht nachvollziehen kann der Rektor der Medizinischen Universität Wien, Markus Müller, die Forderung der Gesundheitsreferenten der Länder nach mehr Medizinstudenten und Änderungen beim Aufnahmetest. Österreich bilde genügend Ärzte auf hohem Niveau aus - das Problem sei aber, dass diese Österreich aufgrund des „extrem ineffizienten Systems“ verlassen, so Müller.

Die Gesundheitsreferenten hatten vor einem eklatanten Ärztemangel gewarnt sowie den Aufnahmetest für das Medizinstudium „antiquiert“ genannt.

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„Ich denke, dass die Position der Landesräte zur jungen Generation der Mediziner nachschärfungsbedürftig ist“, meinte Müller. „Wir haben derzeit die am besten ausgebildete Generation an Medizinern, die es je gegeben hat.“ Die Schweiz biete bei gleicher Einwohnerzahl nur halb so viele Studienplätze an wie Österreich. Nur würden in Österreich 30 bis 40 Prozent der Absolventen das Land nach dem Studium wieder verlassen, so Müller.

Daran ändere auch der Ruf nach insgesamt mehr Medizinern nichts: „Wir hatten in den 80er Jahren 20.000 Ärzte - damals hat man vor einer Ärzteschwemme gewarnt. Heute haben wir 45.000 und sprechen von einem Mangel. Der Reflex, jetzt zu sagen, wir brauchen noch mehr Ärzte, bedeutet, noch mehr Ineffizienz ins System zu bringen.“

Ärztekammer fordert Verbesserung bei Ausbildung

Kritik an der Ausbildung übte auch die Ärztekammer. Der Exodus habe schon länger eingesetzt, an der schlechteren Bezahlung als in anderen Ländern liege es inzwischen nicht mehr. Vielmehr sei in den Spitälern niemand da, der Zeit für die Ausbildung der Jungmediziner habe. Die alten Ausbildungsärzte machten das nur nebenbei, „und nebenbei funktioniert nicht“, so Vizepräsident Harald Mayer.

An die kommende, voraussichtlich schwarz-blaue Koalition hat Mayer keine hohen Erwartungen: „Ich fürchte, es wird kein Hauptthema der neuen Bundesregierung sein, sich um das Thema Gesundheitsreform zu kümmern.“ Er erinnerte daran, dass auf ÖVP-Seite kein einziger Arzt mitverhandle. Einen personellen Wunsch für das Gesundheitsressort hat er nicht. „Ich wünsche niemandem, Gesundheitsminister zu werden. Man hat null Kompetenzen, ist aber an allem Schuld“, scherzte er.

Turnusärzte wollen Entlastung

Ganz so negativ sieht Turnusärztevertreter Karlheinz Kornhäusl, der selbst auf der ÖVP-Bundesliste für den Nationalrat kandidiert hatte, das alles nicht. Seine Forderungen gleichen aber jenen Mayers. Er will mehr Ressourcen für die Ausbildung, vor allem auch in Lehrpraxen.

Die Ärzte müssten von Administrations- und Dokumentationsaufgaben entlastet werden, es brauche eine aktive Fortbildungsunterstützung und familienfreundliche Maßnahmen wie Teilzeit, Kinderbetreuung für Ausbildungsärzte.

Umfrage: Österreicher für Kammerpflichtmitgliedschaft

Die Österreicherinnen und Österreicher stehen weiter zur Sozialpartnerschaft und sind tendenziell gegen eine Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft bei den Kammern. Das hat eine Umfrage der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft (SWS) unter 980 Österreichern und Österreicherinnen ergeben, die heute präsentiert wurde.

Dass es in Österreich das Modell der Sozialpartnerschaft gibt, halten zwei Drittel der Befragten für einen Vorteil, Wähler der SPÖ sogar zu 90 Prozent. Aber auch bei Sympathisanten der Volkspartei finden zwei Drittel die Sozialpartnerschaft gut, bei den FPÖ-Wählern immerhin auch noch 44 Prozent.

Schwächer sind die Ergebnisse, was die Lösungskompetenz der Sozialpartner angeht. Nur 43 Prozent sehen diese. Allerdings konnten oder wollten 37 Prozent keine Angabe zu der Frage machen, womit sich ein deutlich positiver Saldo ausgeht.

Schwarz-Blau kein Hindernis

Die Zukunft der Sozialpartnerschaft halten die Österreicherinnen und Österreicher offenbar auch unter Schwarz-Blau für gesichert. Ein Drittel der Befragten meint sogar, dass die Bedeutung in den kommenden Jahren steigen wird. 36 Prozent glauben, sie bleibt gleich, und nur 14 Prozent gehen davon aus, dass sie abnimmt.

Gleich 63 Prozent hielten es für schlecht, wenn die Kammerpflichtmitgliedschaft fällt. Am ehesten akzeptiert würde das bei FPÖ-Sympathisanten, wobei auch bei diesen mit 43 Prozent eine relative Mehrheit gegen das Aus für den Kammerzwang ist.

Sollte die Pflichtmitgliedschaft dennoch abgeschafft werden, meinen 59 Prozent, dass die Sozialpartnerschaft Schaden nehmen würde.

Ausland

SPD rückt von Neuwahl ab und würde Merkel tolerieren

Die deutsche SPD-Spitze rückt nach dem Platzen der Jamaika-Sondierungen von einer Neuwahl ab und bringt eine Unterstützung einer von der Union geführten Minderheitsregierung ins Spiel. CDU und CSU wollen diesen Weg bisher aber nicht gehen, weil Deutschland stabile Verhältnisse brauche. „Neuwahlen wären ein Armutszeugnis“ , sagte der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner heute der dpa in Berlin.

Unverändert gegen Große Koalition

Zu Wochenbeginn hatte die SPD-Spitze nach dem Jamaika-Aus auf Vorschlag von Parteichef Martin Schulz einstimmig folgenden Beschluss gefasst: „Wir halten es für wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger die Lage neu bewerten können. Wir scheuen Neuwahlen unverändert nicht.“ Morgen wird Schulz zum Gespräch beim deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier erwartet.

Für eine Große Koalition sei die SPD nach den Worten Stegners aber unverändert nicht zu haben: „Eine Friss-oder-stirb-Haltung wird die SPD nicht einnehmen“, sagte Stegner. Ein Abrücken vom Ausschluss einer Großen Koalition würde den Kern der sozialdemokratischen Glaubwürdigkeit beschädigen.

Harsche Kritik an Gang in Opposition

Die SPD hatte vor acht Wochen am Abend der Bundestagswahl nach dem Absturz auf ihr schlechtestes Nachkriegsergebnis entschieden, in die Opposition zu gehen. Hinter den Kulissen gibt es teils harsche Kritik an Schulz, der sich zu schnell auf die Option Neuwahl festgelegt habe. Viele alte und frischgebackene SPD-Bundestagsabgeordnete wollen nicht das Risiko eingehen, ihr Mandat sofort wieder zu verlieren.

Stegner forderte mehr Loyalität mit Schulz: „In diesem schwierigen Prozess braucht der Parteivorsitzende die uneingeschränkte Unterstützung der gesamten Parteiführung. Das verträgt sich nicht mit Angriffen auf den Vorsitzenden.“

In zwei Wochen will der gescheiterte Kanzlerkandidat Schulz an einem Parteitag erneut für den Vorsitz kandidieren. Zu seinen schärfsten innerparteilichen Kritikern zählt Hamburgs Regierungschef Olaf Scholz.

Steinmeier will Gespräche mit allen Fraktionsvorsitzenden

Steinmeier will unterdessen nach dem Jamaika-Aus in der kommenden Woche mit den Vorsitzenden aller Bundestagsfraktionen Gespräche führen. Er wolle sich „einen Gesamtüberblick von der politischen und parlamentarischen Lage“ verschaffen, kündigte seine Sprecherin an.

Steinmeier trifft sich mit mit den Vorsitzenden der Parteien, „die für eine Regierungsbildung ausreichende programmatische Schnittmengen aufweisen könnten“. Ziel seiner Gespräche sei es, alle Möglichkeiten einer Regierungsbildung auszuloten. Termine mit der rechtspopulistischen AfD oder der Linkspartei waren vor diesem Hintergrund nicht bekannt.

Simbabwe: Mnangagwa folgt am Freitag Mugabe

Nach dem Rücktritt von Simbabwes Langzeitpräsident Robert Mugabe wird sein Nachfolger Emmerson Mnangagwa bereits am Freitag vereidigt, wie Simbabwes Parlamentspräsident Jacob Mudenda heute bei einer Pressekonferenz verkündete. Er sei zuvor offiziell von der Regierungspartei ZANU-PF über die Nominierung unterrichtet worden. Damit bestätigte er Berichte staatlicher Medien.

Emmerson Mnangagwa

AP/Tsvangirayi Mukwazhi

Mugabe hatte seinen Stellvertreter vor zwei Wochen entlassen, woraufhin das Militär putschte. Der frühere Vizepräsident war nach seiner Entlassung wegen Sicherheitsbedenken ins Ausland geflohen. Er werde am Nachmittag nach Harare zurückkehren, meldete das staatliche Fernsehen ZBC. Mnangagwa ist nicht unumstritten. Er diente Mugabe jahrzehntelang und wird kritisiert, weil er politische Gegner unterdrückt haben soll.

Mugabe war gestern nach fast vier Jahrzehnten an der Macht zurückgetreten. Er gebe sein Amt mit sofortiger Wirkung aus freien Stücken auf und wolle mit dem Schritt einen geordneten Machtübergang sicherstellen, so der 93-Jährige in einem Schreiben. Mit dem Rücktritt kam er einer Amtsenthebung zuvor.

Le Pen klagt nach Kontenschließung über „Banken-Fatwa“

Die französische rechtsextreme Politikerin Marine Le Pen will juridisch gegen eine angebliche „Diskriminierung“ durch Banken vorgehen. Sie sagte heute in Paris, die Institute Societe Generale und HSBC wollten alle Konten ihrer Partei Front National (FN) schließen und keine weiteren Kredite an sie vergeben. Le Pen sprach von einer „Banken-Fatwa“.

Die Rechtsextreme kündigte Klagen gegen die beiden Banken an. Zugleich rief sie alle Politiker und Wähler ihrer Partei auf, „den Front National und die Demokratie mehr denn je zu unterstützen“.

Le Pen äußerte sich bei einer Pressekonferenz zum Thema „Wie die französische Demokratie durch Finanzoligarchen bedroht wird“. Die FN-Vorsitzende wirft dem früheren Investmentbanker und Präsidenten Emmanuel Macron schon seit dem Wahlkampf vor, gemeinsame Sache mit der „Hochfinanz“ zu machen.

Aufforderung zur Kontenschließung schon im Juli

Die Societe Generale hatte die Partei nach FN-Angaben schon im Juli aufgefordert, alle Konten zu schließen. Das Institut will sich zu dem Fall nicht äußern und verweist auf das Bankgeheimnis. Le Pen sagte, sie sei von ihrer Hausbank HSBC ebenfalls aufgefordert worden, ihr Konto nach 25 Jahren zu schließen. Sie werde von der Bank „hinausgejagt“.

Der FN hat schon seit Jahren Finanzierungsprobleme. Im Jahr 2014 hatte der FN einen Kredit in Höhe von neun Millionen Euro bei der russischen First Czech Russian Bank aufgenommen, weil ihm französische und andere europäische Institute kein Geld leihen wollten. Im Juni dieses Jahres legte die Partei eine „patriotische Anleihe“ mit drei Prozent Zinsen auf, um Geld von Bürgern einzutreiben.

Medien: Ungarn will Soros als „Sicherheitsrisiko“ einstufen

Die rechtskonservative ungarische Regierung bemüht sich derzeit darum, den ungarischstämmigen US-Milliardär George Soros als „Gefahr für die nationale Sicherheit“ einzustufen. Ein erster Versuch, durch Innenminister Sandor Pinter das „nationale Sicherheitsrisiko“ fachlich bestätigen zu lassen, scheiterte laut ungarischen Medienberichten von heute.

Pinter habe auf einer nicht öffentlichen Sitzung des Parlamentsausschusses für Nationale Sicherheit tags zuvor auf Anfrage von dessen Vorsitzendem Zsolt Molnar keine konkreten Aussagen machen können, die auf eine solche Gefahr hinweisen würden, berichtete das Portal Index.hu.

„Nicht konform“ mit „ungarischen Vorstellungen“

Laut dem Bericht erklärte der Innenminister vor dem Parlamentsausschuss: „Ich weiß nicht, ob Soros eine Gefahr bedeutet. Doch seine verkündeten Ideale sind nicht konform mit den ungarischen Vorstellungen und Rechtsregeln. Eine offene Gesellschaft, eine Gesellschaft ohne Grenzen ist augenblicklich inakzeptabel, ist futuristisch.“

Die Regierung habe den Innenminister zuvor angewiesen, die einschlägige Regierungspropaganda fachlich zu untermauern, so Index.hu. Trotz der seit Monaten gegen Soros laufenden Kampagne der Regierung, den US-Milliardär und die von ihm unterstützten NGOs als nationales Sicherheitsrisiko darzustellen, hätten die Geheimdienste keinerlei Beweise dafür finden können.

Soros hatte sich jüngst erstmals öffentlich gegen die Negativkampagne der rechtskonservativen ungarischen Regierung gegen seine Person gewehrt. Der 86-Jährige ist seit Monaten Zielscheibe von Attacken der Regierung von Premier Viktor Orban. Diese unterstellt dem US-Milliardär, einen angeblichen Plan zur Organisation der Masseneinwanderung nach Europa zu verfolgen. Die Kampagne sorgte international für Kritik, jüdische Verbände warfen Orban vor, damit „antisemitische Regungen“ hervorzurufen.

EGMR berät über Berlusconis Amtsverbot

Vor der Großen Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg hat heute die erste Anhörung im Fall des italienischen Ex-Premiers Silvio Berlusconi begonnen. Der TV-Unternehmer klagt den italienischen Staat wegen des gegen ihn verhängten sechsjährigen Ämterverbots.

Weil Berlusconi wegen Steuerhinterziehung rechtskräftig verurteilt ist, darf er bis 2019 keine politischen Ämter bekleiden. Die Vertreterin der italienischen Regierung, Maria Giuliana Civinini, berichtete, dass Italien im Fall Berlusconis keineswegs die Menschenrechte des Ex-Premiers verletzt habe.

Antikorruptionsgesetz verbietet Kandidatur

Grundlage des Ämterverbots, das Berlusconi auch nicht erlaubt, bei Wahlen zu kandidieren, ist ein seit November 2012 geltendes Antikorruptionsgesetz. Dieses sieht vor, dass Personen, die rechtskräftig zu mehr als zwei Jahren Haft verurteilt wurden, bei Wahlen nicht kandidieren dürfen. Die Anwendung des Gesetzes sei nicht willkürlich erfolgt, um Berlusconi politisch zu „verfolgen“, argumentierte Civinini.

Berlusconi nahm nicht persönlich an der ersten und wohl einzigen Anhörung vor dem Gericht teil. Bis es ein Urteil des EGMR geben wird, dürften noch mehrere Monate vergehen. Lehnt Straßburg die Klage ab, ist eine Rückkehr Berlusconis in die aktive Politik bis November 2019 ausgeschlossen.

Wirtschaft

Handels-KV: Verhandlungen gehen in dritte Runde

Die Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 400.000 Handelsangestellten gehen heute in die dritte Runde. Aus Verhandlungskreisen war zu hören, dass einander die Sozialpartner beim Rahmenrecht (Ausbildungspaket etc.) schon nahe gekommen sind, heute soll über die Gehaltserhöhung gesprochen werden. Gibt es keinen Abschluss, wird am 28. November weiterverhandelt.

Ausgangspunkt für das Feilschen ist eine Jahresinflationsrate von 1,9 Prozent, herangezogen werden dafür traditionell die vergangenen zwölf Monate. Die Herbstlohnrunde eingeleitet haben die ca. 185.000 Beschäftigten der Metallindustrie, die traditionell etwas besser abschließen als die meisten anderen Branchen.

Sie kommen auf eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 3,0 Prozent und einen Mindestlohn von 1.848,08 Euro brutto pro Monat. Zum Vergleich: Beim Handel lag der Mindestlohn zuletzt bei 1.546 Euro. Ziel der Gewerkschaft GPA-djp ist es, in allen Branchen einen Mindestlohn von 1.700 Euro brutto durchzusetzen.

BUWOG-Prozesstermin wackelt

Der für 12. Dezember geplante Beginn des BUWOG-Prozesses wackelt, nachdem die Generalprokurator an den Obersten Gerichtshof (OGH) eine Nichtigkeitsbeschwerde zur Wahrung des Gesetzes gerichtet hat, um die Frage der Richterin-Zuständigkeit im Villa-Esmara-Prozess in der Immofinanz-Affäre prüfen zu lassen. Die OGH-Entscheidung könnte die Zuständigkeit der derzeitigen BUWOG-Richterin kippen.

Dann würde statt Marion Hohenecker eine neue Richterin oder ein Richter für den Prozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser u. a. zuständig werden. „Es liegt im Interesse aller Beteiligten, diese Frage vor Prozessbeginn zu klären“, sagte der Sprecher der Generalprokuratur, Martin Ulrich, heute gegenüber der APA.

Der Prozessbeginn im BUWOG-Verfahren ist für den 12. Dezember angesetzt, Beobachter rechnen mit einer rund ein Jahr dauernden Hauptverhandlung im Wiener Straflandesgericht. Sollte Hohenecker die Zuständigkeit verlieren und ein anderer Richter den Prozess führen, dann würde das den Prozessstart wohl einige Monate verzögern. Eine Klärung der Frage vor BUWOG-Prozessstart würde allerdings alle Beteiligten vor Unsicherheit und auch den mit einer allfälligen Prozesswiederholung verbundenen hohen Kosten bewahren.

Deutsche Bank warnt vor Investitionen in Bitcoin

Die Deutsche Bank warnt Privatanleger vor Investitionen in Bitcoin. „Ich würde das dem normalen Anleger schlichtweg nicht empfehlen“, sagte ihr Chefanlagestratege Ulrich Stephan heute in Frankfurt. Geldanlagen in Bitcoin und andere Kryptowährungen seien nicht mehr als die Hoffnung, dass man irgendeinen Gegenwert bekomme.

Die Schwankungen seien zu hoch, und der ganze Bereich der Internetwährungen sei noch völlig unreguliert. Er sei verwundert darüber, dass deutsche Anleger zurückhaltend mit Aktien seien, derzeit aber so ein Hype um Bitcoin herrsche.

Anstieg auf 10.000 Dollar möglich

Der Preis für Bitcoin jagt von einem Rekord zum nächsten. Derzeit kostet die von Computern geschaffene und von keiner Notenbank regulierte Währung rund 8.200 Dollar (rund 7.000 Euro). Experten halten einen Anstieg auf 10.000 Dollar für möglich.

Preistreiber sind nach Meinung von Fachleuten zunehmende Spekulationen auf einen Terminkontrakt für Bitcoin an der renommierten Börse CME. Sie will nach eigenen Angaben bis Ende des Jahres einen Bitcoin-Future auflegen. Das könnte dazu führen, dass Kryptowährungen allgemein stärker anerkannt werden.

Sport

Champions League: Leipzig-Gala begeistert Chefetage

RB Leipzig hat die sportliche Pflicht in der UEFA Champions League gestern mit Bravour erfüllt. Mit 4:1 fegte der CL-Debütant Frankreichs Meister AS Monaco auswärts vom Platz und erspielte sich damit am letzten Spieltag ein Fernduell um den Aufstieg.

Coach Ralph Hasenhüttl sprach vom „besten Auftritt in dieser Saison“, Sportdirektor Ralf Rangnick jubelte über eine Leistung, die „nicht viel besser geht“. Getrübt wurde der Galaauftritt einzig von der Verletzung Marcel Sabitzers.

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Ski alpin: FIS reagiert auf tödlichen Unfall

Der alpine Skiweltcup steht noch immer ganz unter dem Eindruck des tödlichen Trainingssturzes von David Poisson in Naksika unweit von Lake Louise letzte Woche. Die FIS hat nun reagiert und den Schwierigkeitsgrad auf der Strecke, auf der am Samstag die erste Abfahrt der Saison stattfindet, etwas verringert.

„Normalerweise versuchen wir, eine Abfahrt eher knackig zu machen. Nun haben wir es aber etwas ruhiger gestaltet“, sagte Renndirektor Markus Waldner. „Es ist gerade ein ganz, ganz schwieriger Moment für alle“, so Waldner weiter.

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Tennis: Becker zieht zum 50er Bilanz

„Wenn ich zurückblicke auf mein Leben, dann habe ich mehr richtig gemacht als falsch.“ Anlässlich seines heutigen 50. Geburtstags hat die deutsche Sportlegende Boris Becker eine erste Bilanz seines turbulenten Lebens gezogen.

Als 17-Jähriger versetzte er mit seinem Sieg in Wimbledon ein ganzes Land in Ekstase und begeisterte auch später mit seinem mitreißenden Spiel und seinen Hechtrollen. Privat lief es für Becker allerdings nicht immer rund, zuletzt sorgte er mit seinen finanziellen Problemen für Aufsehen.

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Chronik

Weitere Ex-Skiläuferin berichtet über Missbrauch

Nach der ehemaligen österreichischen Abfahrtsmeisterin Nicola Werdenigg hat nun eine weitere Skisportlerin schwere Vorwürfe erhoben. Gegenüber dem „Standard“ (Dienstag-Ausgabe) berichtete die frühere Weltcup-Läuferin anonym von Übergriffen und Gewalt.

Werdenigg hatte zuvor im „Standard“ von zahlreichen Übergriffen in ihrer aktiven Zeit bis 1981 erzählt. Sie berichtete unter anderem von einer Vergewaltigung durch einen Mannschaftskollegen, sexualisierter Gewalt durch „Trainer, Betreuer, Kollegen und Serviceleute“ und systematischem Machtmissbrauch.

„Wurde in Zimmer gezerrt“

„Ich kann das nur bestätigen, und zwar zu hundert Prozent“, sagte nun die zweite Sportlerin, deren Name der Redaktion bekannt sei. „Ich stehe zu Nicola, damals ist jeder irgendetwas passiert“, so die Frau. Sie selbst habe sich „mit Händen und Füßen wehren“ müssen.

Bei einem Vorfall sei das Team in Übersee gewesen. „In unserem Hotel ging ich am helllichten Tag über den Gang, als sich eine Tür öffnete, ich von einem Trainer gepackt und in ein Zimmer gezerrt wurde. Er sagte, ich sei heute dran.“ Im Raum sei noch ein weiterer Mann gewesen. „Ich wurde aufs Bett geworfen, sie waren betrunken, es war ganz brutal“, so die frühere Rennläuferin. Sie habe den Übergriff abwehren können, sich dabei aber "fast die Hand gebrochen“, wird sie zitiert.

ÖSV reagierte

Der Österreichische Skiverband (ÖSV) reagierte auf Werdeniggs Missbrauchsvorwürfe gestern. „Wenn jetzt so etwas vorfallen würde, würden wir dazwischenfahren und kurzen Prozess machen“, sagte Peter Schröcksnadel, seit 1990 ÖSV-Präsident, gegenüber dem „Standard“.

Mehr dazu in Missbrauch „ging als Scherz durch“

Atemluft in argentinischem U-Boot geht zur Neige

Die Suche nach dem seit einer Woche vermissten U-Boot der argentinischen Marine, der „ARA San Juan“, tritt nach Militärangaben in eine kritische Phase ein. Denn an Bord geht der Sauerstoff langsam zur Neige.

Ein Sprecher der Marine sagte gestern: „Allmählich treten wir in eine zunehmend kritische Phase ein. Die Frage des Sauerstoffs hat uns von Anfang an Sorge bereitet“, sagte Marinesprecher Enrique Balbi.

An Bord gibt es Sauerstoffreserven, die unter Wasser sieben Tage lang ausreichen - vorausgesetzt, die Schiffshülle ist intakt geblieben. Diese Zeitspanne ist heute um 8.30 Uhr MEZ verstrichen.

Möglicherweise neue Spur

Der Kontakt zur „ARA San Juan“ und ihrer 44-köpfigen Besatzung war vor einer Woche abgebrochen. Seither fehlt von dem U-Boot deutscher Herstellung jede Spur. Bei der Suche entdeckte ein Flugzeug der US-Navy laut Medienangaben nun ein Objekt in 70 Meter Tiefe im Südatlantik.

Auf dem Radarschirm des Flugzeugs sei ein Wärmefleck erschienen, der darauf hindeute, dass es sich um die „ARA San Juan“ handeln könnte, berichteten übereinstimmend der Sender Radio Mitre und die Zeitung „Clarin“.

Ein Mini-U-Boot sei zu dem Punkt 300 Kilometer östlich des patagonischen Hafens Puerto Madryn entsandt worden, um das Objekt zu identifizieren. Das Verteidigungsministerium wollte die Berichte nicht bestätigen.

Tausende flohen vor drohendem Vulkanausbruch auf Bali

Aus Angst vor einem Ausbruch des Vulkans Agung auf Bali haben sich heute Tausende Menschen in Sicherheit gebracht. Der Vulkan hatte zuvor bis zu 700 Meter hoch Rauch ausgestoßen. Nachdem im September die höchste Warnstufe ausgerufen worden war, flohen bereits rund 140.000 Menschen vor einem möglichen Vulkanausbruch. Viele von ihnen kehrten aber inzwischen in ihre Häuser zurück.

Vulkanausbruch in Bali

APA/AFP/Sonny Tumbelka

Rund 30.000 Menschen sind nach wie vor in Notunterkünften untergebracht, wie Behördenvertreter sagten. Angesichts der jüngsten Fluchtbewegung rief der Chef des Vulkanzentrums die Menschen auf, Ruhe zu bewahren. Der Berg stoße zwar weiterhin Rauch aus, aber bisher habe es keine große Eruption gegeben.

Der Vulkan liegt etwa 75 Kilometer vom Urlaubsort Kuta entfernt. Jährlich besuchen Millionen Touristen die Insel. Beim letzten Ausbruch des Agung waren 1963 fast 1.600 Menschen ums Leben gekommen.

Gesundheit

Religion

Science

Kultur

Schauspieler und Autor Peter Berling gestorben

Der deutsche Fassbinder-Produzent, Schauspieler und Schriftsteller Peter Berling ist tot. Er sei gestern im Alter von 83 Jahren in Rom gestorben, teilte seine Agentur heute mit. Berling lebte seit Ende der 60er Jahre in der italienischen Hauptstadt.

Berling wurde am 20. März 1934 geboren und studierte unter anderem an der Akademie der Bildenden Künste in München. Als Produzent arbeitete er für Rainer Werner Fassbinder. Als Schauspieler war er unter anderem in „Der Name der Rose“ und „Gangs of New York“ zu sehen. Außerdem war er Stammgast in Alexander Kluges Fernsehformaten.

Kalifornien holt Produktion von neuem Tarantino-Film

Die Filmkommission Kaliforniens hat dem Bundesstaat die Produktion des neuen Quentin-Tarantino-Films mit Steuervergünstigungen in Höhe von 18 Millionen Dollar (15,3 Mio. Euro) gesichert. Das berichtete „Variety“ heute.

Tarantinos neuer Film spielt 1969 und dreht sich um den Sektenführer und Mehrfachmörder Charles Manson, der am Sonntag nach fast 50 Jahren im Gefängnis starb.

Kuratoren für Wiener Popfest stehen fest

Der Musiker Nino Mandl („Der Nino aus Wien“) und die FM4-Musikjournalistin Katharina Seidler werden das Musikprogramm für die neunte Ausgabe des Wiener Popfests zusammenstellen.

Seit 2010 findet das Festival für österreichische Popmusik jährlich auf dem Karlsplatz statt und zählte letztes Jahr etwa 60.000 Besucher, die an vier Festivaltagen rund um die Karlskirche neue Musik aus Österreich entdecken konnten. Jedes Jahr zeichnet dabei ein neues Kuratorenteam für das musikalische Programm verantwortlich.

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Russischer Opernstar Dimitri Chworostowsky tot

Der russische Opernstar Dimitri Chworostowsky (Hvorostovsky) ist tot. Er erlag im Alter von 55 Jahren einer Krebserkrankung, wie seine Familie auf Facebook mitteilte. Chworostowsky sei heute Früh in London friedlich im Kreise seiner Familie verstorben. „Die Wärme seiner Stimme und seine Energie werden immer bei uns sein“, hieß es dort.

Bei dem weltbekannten Bariton mit dem markanten weißen Haar wurde vor mehr als zwei Jahren ein Hirntumor entdeckt. Daraufhin sagte er die meisten Konzerte ab. Nach eigenen Angaben hatte er aufgrund der Krankheit Probleme mit dem Gleichgewicht. Er wurde in London behandelt, wo er mit seiner Familie lebte.

„Unglaubliche Ausstrahlung“

Chworostowsky wurde 1962 in der sibirischen Stadt Krasnojarsk geboren, wo er an einer Hochschule Kunst und Gesang studierte. Zunächst sang er laut Medienberichten in einer russischen Rockband. Nach einem Sieg bei einem Opernwettbewerb im walisischen Cardiff begann seine internationale Karriere. Chworostowsky sang bei den Salzburger Festspielen und in führenden Opernhäusern wie der New Yorker Metropolitan Opera, der Wiener Staatsoper und der Staatsoper in Berlin.

Noch im Mai 2017 hatte Chworostowsky einen überraschenden Auftritt bei einer Operngala an der New Yorker Met mit einer Arie aus „Rigoletto“ von Giuseppe Verdi.

Der Direktor des renommierten Moskauer Bolschoi-Theaters, Wladimir Urin, würdigte die künstlerische Leistung Chworostowsky als einmalig. „Der Besitzer einer so wunderbaren Stimme lebt nicht mehr. Er hatte eine einzigartige Musikalität und eine unglaubliche schauspielerische Ausstrahlung“, sagte Urin der Agentur TASS.

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Leute

Pianist Justus Frantz verletzte sich beim Brotschneiden

Pianist Justus Frantz (73) bangt um seine Karriere. Der Dirigent der Philharmonie der Nationen trennte sich am Montagabend in seinem Haus in Hamburg-Pöseldorf, Deutschland, die Fingerkuppe an einer Brotschneidemaschine ab, wie sein Management heute mitteilte. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.

In einer Notaufnahme wurde die Fingerkuppe wieder angenäht - ob Frantz wieder Klavier spielen kann, ist jedoch ungewiss.

„Es gibt nur eine 50:50-Chance, dass Nerven und Knochen wieder richtig zusammenwachsen, sagen die Ärzte“, so der Musiker. 1986 hatte Frantz das Schleswig-Holstein Musik Festival gegründet. Bekannt wurde er auch durch Fernsehsendungen, darunter „Achtung, Klassik!“ (ZDF).

Panorama

Angst vor „Spoiler“-Thema Politik zu Thanksgiving

Es ist neben Weihnachten der wichtigste Familienfeiertag in den USA - traditionell kommt zu Thanksgiving die gesamte Familie mit Partnerinnen und Partnern, Kindern und Enkelkindern zusammen, um einen oder mehrere Truthähne zu verspeisen.

Nichts ist dabei wichtiger, als den Familienfrieden zu wahren - umstrittene Themen können dabei leicht gefährlich werden. Eine aktuelle Umfrage der öffentlichen Radio- und TV-Sender NPR und PBS zeigt, dass viele US-Amerikanerinnen und -Amerikaner heuer zu Thanksgiving das Thema Politik möglichst vermeiden wollen.

Sorge um Familienfrieden

58 Prozent fürchten sich demnach davor, über Politik sprechen zu müssen - und damit in den Zwiespalt zu geraten, ob sie zu ihren Überzeugungen stehen und damit den Familienfrieden aufs Spiel setzen. Besonders seit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten vor rund einem Jahr gehen oft tiefe politische Gräben quer durch viele Familien.

„Es gibt ein Gefühl von Angst. Wenn Politik zum Gesprächsthema wird, könnte es zu einer Magenverstimmung beim Thanksgiving-Dinner kommen“, so Lee Mringoff vom Marist Institute, das die Umfrage durchführte.

Demokraten besonders gestresst

47 Prozent betonten, für sie sei es „stressig und frustrierend“, mit Leuten, die eine andere Meinung haben, über Trump zu sprechen. Wenig überraschend ist dieser Anteil bei den Demokraten mit rund zwei Drittel deutlich höher als bei Republikanern.

Stoßstange an Stoßstange quälen sich in dieser Luftaufnahme Zehntausende von Los Angeles aus in Richtung Thanksgiving-Dinner.

Mittlerweile haben sich bereits Millionen US-Bürger auf den Weg zu ihren Familien gemacht. Die Tage um Thanksgiving sind traditionell eine der stäksten Reisesaisonen im Jahr - ob per Flugzeug, Bahn, Bus oder Auto. So kam es etwa in Los Angeles bereits zu kilometerlangen Staus.