Letzte Meldung

Notsignale von argentinischem U-Boot empfangen

Bei der Suche nach dem seit Mittwoch im Südatlantik vermissten U-Boot der argentinischen Marine gibt es einen Hoffnungsschimmer: Es seien Notsignale des U-Bootes mit seiner 44-köpfigen Besatzung empfangen worden, teilte das argentinische Verteidigungsministerium gestern mit. 7 Satelliten-Anrufe seien am Samstag versucht worden, der Kontakt habe aber nicht hergestellt werden können.

Es werde nun daran gearbeitet, den genauen Ort der Signale herauszufinden. Seit Mittwochvormittag gab es keinen Kontakt zu der 44-köpfigen Besatzung der „ARA San Juan“. Schlechte Sicht- und Wetterverhältnisse mit 6 Meter hohen Wellen erschweren die Suchaktion. Daran sind Flugzeuge und Schiffe der argentinischen Streitkräfte sowie ein Flugzeug der US-Raumfahrtbehörde NASA und ein weiteres Flugzeug aus den USA beteiligt.

Die „ARA San Juan“ war auf dem Rückweg von einem Routineeinsatz zu ihrem Stützpunkt in Mar del Plata, etwa 400 Kilometer südlich der Hauptstadt. An Bord ist auch der erste weibliche U-Bootoffizier Argentiniens und ganz Südamerikas, die 35-jährige Eliana Krawczyk. Papst Franziskus, ein Argentinier, betete nach eigenen Angaben für die 44 Seeleute und deren Familien.

Ausland

Libanon: Macron sprach mit Trump und Saudi-Kronprinz

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat nach der Ankunft des libanesischen Ministerpräsidenten Saad Hariri in Frankreich seine diplomatischen Bemühungen zur Lage im Nahen Osten fortgesetzt. Er habe gestern mit US-Präsident Donald Trump, dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman und dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi telefoniert, teilte der Elysee-Palast am Abend mit.

Es sei Macron um Mittel gegangen, die Region zu stabilisieren. Zudem sprach der französische Staatschef mit UNO-Generalsekretär Antonio Guterres. Bekannt war bereits, dass Macron vor dem Besuch Hariris im Elysee-Palast auch mit dem libanesischen Präsidenten Michel Aoun gesprochen hatte.

Politkrise im Libanon

Die überraschende Rücktrittsankündigung Hariris von Saudi-Arabien aus hatte den Libanon in eine innenpolitische Krise gestürzt, deren Kontext die Rivalität zwischen Saudi-Arabien und dem Iran ist, der im Libanon die schiitische Hisbollah-Miliz unterstützt.

Nach tagelanger Ungewissheit und Spekulationen war Hariri schließlich auf Einladung Macrons von Riad nach Frankreich gereist und will nun kommende Woche nach Beirut zurückkehren. Paris wollte mit dieser Initiative dazu beitragen, die Situation zu entspannen.

Gerry Adams kündigt Rückzug als Sinn-Fein-Chef an

Der Chef der katholischen Sinn-Fein-Partei in Irland, Gerry Adams, zieht sich 2018 nach mehr als 30 Jahren Amtszeit vom Parteivorsitz zurück. Er werde nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidieren, erklärte der 69-jährige Politiker gestern nach einem Bericht der Nachrichtenagentur PA auf einem Parteitag in Dublin.

„Führung bedeutet, den Zeitpunkt für einen Wechsel zu erkennen. Und dieser Zeitpunkt ist jetzt.“ Auf einem Parteitag im kommenden Jahr soll nach seinem Willen ein Nachfolger gewählt werden.

Architekt des Karfreitagsabkommens

Adams soll laut Zeugenaussagen früher zur Spitze der militanten Untergrundorganisation IRA gehört haben, was er selbst aber bestreitet. Später war er treibende Kraft bei ihrer Entwaffnung. Er wurde mehrfach ins britische Unterhaus gewählt, nahm den Sitz aber aus Protest nie ein. Zuletzt saß er im irischen Parlament.

Adams war einer der maßgeblichen Architekten des Karfreitagsabkommens, das 1998 eine Machtteilung zwischen Katholiken und Protestanten festlegte und den Nordirland-Konflikt damit weitgehend beendete. Hauptziel von Sinn Fein ist es, die Teilung Irlands zu beenden.

Chile wählt Nachfolger von Präsidentin Bachelet

Chile wählt heute den Nachfolger von Staatschefin Michelle Bachelet. Als Favorit unter den acht Kandidaten gilt der konservative Unternehmer Sebastian Pinera, der bereits 2010 bis 2014 das Amt innehatte. An zweiter Stelle in der Wählergunst steht nach Umfragen der Bewerber der Koalition von Sozialisten, Sozialdemokraten und Kommunisten, der unabhängige Journalist Alejandro Guillier.

Laut Umfragen kommt Stichwahl

Pinera könnte nach letzten Umfragen nicht die absolute Mehrheit erreichen, um in der ersten Wahlrunde als Präsident gewählt zu werden. Es müsste dann eine Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Kandidaten stattfinden, die für den 17. Dezember angesetzt ist. Die Amtsübernahme des neuen Staatschefs ist für den 11. März 2018 festgesetzt worden.

Es werden auch die Gesamtheit der 155 Abgeordneten und die Hälfte der 50 Senatoren im Parlament neu gewählt. Wahlberechtigt sind 14,3 Millionen Bürger. Bachelet hat die Bürger wiederholt zur Wahl aufgerufen. Bei den Kommunalwahlen 2016 lag die Beteiligung bei nur 35 Prozent.

USA wollen PLO-Büro in Washington schließen

Mit Empörung haben Palästinenservertreter auf eine Ankündigung des US-Außenministeriums reagiert, das Büro der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) in Washington schließen zu lassen. Chefunterhändler Saeb Erekat bestätigte gestern den Eingang eines Briefes, nach dem sich das Ministerium außerstande sehe, den weiteren Betrieb des Büros zu genehmigen.

Palästinenser drohen mit völligem Abbruch der Kontakte

Hintergrund ist das Bestreben der Palästinenser, Israel unter anderem wegen der jüdischen Siedlungen vor den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH bzw. ICC) zu bringen. Erekat machte israelischen Druck für die Washingtoner Entscheidung verantwortlich und drohte mit dem Abbruch jeglicher Kommunikationen mit der US-Regierung von Donald Trump, sollte das Büro wirklich geschlossen werden.

Ein solcher US-Schritt würde auch den gesamten Nahost-Friedensprozess untergraben, sagte er in einer Videobotschaft aus seinem Zimmer in einer US-Klinik, wo er sich von einer Lungentransplantation erholt.

Trump kann Betrieb genehmigen

Das US-Außenministerium muss einem Beamten zufolge regelmäßig den Betrieb des Büros genehmigen. Die jüngste Zertifikationsperiode sei im November abgelaufen und das Ministerium nicht in der Lage gewesen, eine neue Erlaubnis zu erteilen.

Der Beamte betonte jedoch, dass die Schließung des seit 1994 operierenden Büros keinen Abbruch von Beziehungen bedeute. Auch könne Präsident Trump einen weiteren Betrieb genehmigen, wenn er nach 90 Tagen „zum Schluss kommt, dass die Palästinenser direkte und bedeutsame Verhandlungen mit Israel begonnen haben“.

Ägyptische Popsängerin wegen Video festgenommen

Die ägyptischen Sicherheitskräfte gehen weiter massiv gegen vermutete moralische Verfehlungen in Kultur und Medien vor. Polizisten nahmen gestern die Popsängerin Shyma fest, die sich in Unterwäsche lasziv in einem Musikvideo gezeigt hatte.

Das Video ihres Liedes „I Have Issues“ habe zu Beschwerden geführt, begründete die Polizei ihr Vorgehen. Shyma stehe im Verdacht, zu „Ausschweifungen“ angestachelt zu haben. Unklar war noch, ob sie offiziell angeklagt wird.

In Ägypten provokante Gesten

Die vorher kaum bekannte Sängerin ist in dem Video in einem Klassenraum dabei zu sehen, wie sie an einem Apfel leckt und mit einer Banane offenbar Oralverkehr imitiert. Auf der Tafel stand „Abschlussklasse #69“ und die Buchstaben „vag“ wohl in Anspielung auf eine Position beim Sex und das weibliche Geschlechtsorgan.

Bereits am Donnerstag hatte sich Shyma zu den Vorwürfen auf Facebook geäußert. Sie entschuldigte sich bei allen, die das Video „als unangebracht empfunden haben“ und erklärte, nicht mit derartigen Reaktionen gerechnet zu haben.

Al-Sisi weist Künstler polizeilich in Schranken

Unter Präsident Abdel Fattah al-Sisi gehen die ägyptischen Behörden besonders hart gegen Künstler vor, die in ihren Augen gegen Moralgesetze verstoßen. Erst vor wenigen Wochen war die Fernsehmoderatorin Doaa Salah zu drei Jahren im Gefängnis verurteilt worden, weil sie in ihrer Sendung über außereheliche Schwangerschaften gesprochen hatte. Ihr wurde ein „Verstoß gegen öffentliche Sitten“ vorgeworfen. Damit sollen offenbar gesellschaftsliberale Vorstellungen im Keim erstickt werden.

Kurz zuvor hatten Polizisten mehrere Besucher eines Konzerts der bekannten libanesischen Popgruppe „Mashrou’ Leila“ in Kairo verhaftet, nachdem sie dort die Regenbogenflagge geschwenkt hatten. „Mashrou’ Leila“, derzeit eine der erfolgreichsten arabischen Popgruppen, setzt sich für die Rechte von Homosexuellen ein.

Einfuhr von Elefanten-Trophäen: Trump wartet ab

Nach massiven Protesten von Naturschützern hat US-Präsident Donald Trump die Erlaubnis zur Einfuhr von Trophäen von Großwildjägern wieder auf Eis gelegt. Er wolle erst einmal alle Naturschutz-Fakten studieren, teilte Trump Freitagabend (Ortszeit) auf Twitter mit.

Er und Innenminister Ryan Zinke würden sich demnächst auf den neusten Stand bringen lassen. Später retweetete Trump Botschaften, in denen seine Entscheidung gelobt wird.

Kehrtwende nach Protesten

Die Regierung hatte erst tags zuvor eine Regelung von Trumps Vorgänger Barack Obama aufgehoben, die es amerikanischen Großwildjägern verboten hatte, Trophäen der von ihnen in Sambia und Simbabwe erlegten Elefanten in die USA einzuführen. Die legale und regulierte Jagd könne helfen, bestimmte Tierbestände zu erhalten, erklärte die US-Naturschutzbehörde FWS dazu.

Naturschützer waren dagegen Sturm gelaufen. Auch aus dem Ausland kam Kritik. In den sozialen Netzwerken kursierten Bilder, die die ältesten Söhne Trumps auf einer Safari in Simbabwe beim Jagen zeigen. Auf einem Foto hält Donald Trump Jr. einen abgeschnittenen Elefantenschwanz in der einen und ein Messer in der anderen Hand.

Inland

Strache stellt sich der Wiederwahl als Wiener FPÖ-Chef

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache stellt sich heute der Wiederwahl als Obmann der Wiener Freiheitlichen. Bei einem Landesparteitag in der Hofburg hofft er nicht zuletzt durch eine vor dem Wahlgang angesetzte Rede, möglichst viele der rund 500 geladenen Delegierten zu überzeugen. Die Latte liegt hoch: Bei seiner letzten Wahl zum Wiener FPÖ-Chef erhielt Strache 99,23 Prozent.

Zum Beschluss steht unter anderem ein Leitantrag der Parteispitze, der bekannte FPÖ-Positionen quer durch alle Themenbereiche zusammenfasst. Das Spektrum reicht über striktere Regeln für Zuwanderer über mehr direkte Demokratie bis hin zur Rücknahme des allgemeinen Rauchverbots in der Gastronomie. Außerdem wird das Ziel ausgegeben, bei der Wien-Wahl 2020 Platz eins zu schaffen.

Spannend wird, ob die Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP bzw. die Ankündigung von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, er würde Wiens Vizebürgermeister Johann Gudenus nicht als Minister angeloben, thematisiert werden. Auf der offiziellen Agenda steht das Thema jedenfalls nicht.

Wirtschaft

Briefe erfunden: Millionenschaden für Deutsche Post

Ein Netz von Kriminellen soll in Deutschland mit erfundenen Briefen etliche Millionen Euro erbeutet haben. Die Betrüger rechneten offenbar bei der Deutschen Post Hunderte Millionen Briefe ab, die es nie gegeben hatte, wie die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtete. Der Schaden belaufe sich nach Schätzungen in der Branche auf 50 bis 100 Millionen Euro.

Das Geld zahlte die Deutsche Post an Zulieferfirmen für Ware, die es nicht gab. Der Schwindel funktioniert laut Bericht so: Private Postdienstleister erhalten von der Deutschen Post für jeden angelieferten Brief eine Prämie, die bis zu 44 Prozent des Portos beträgt: Je mehr Briefe abgegeben werden, desto mehr Prämie gibt es. Überprüft werde die Zahl nur in Stichproben. „Der Betrug ist kinderleicht“, zitierte die Zeitung einen Unternehmer.

Schlecht besetzte Samstag ausgenützt

Daraus entwickelte sich offenbar ein großangelegtes kriminelles System, mutmaßlich mit Komplizen in der Deutschen Post, wie die Zeitung berichtete. Ein wichtiger Tatort sei das Briefzentrum in Frankfurt. Vor allem an Samstagen, wenn die Kontrolle dort schlecht oder gar nicht besetzt sei, wurden der Zeitung zufolge Briefe registriert, die nie eingegangen sind. In den Akten sei von massenhaft „fingierten“ und „nicht existenten Briefen“ die Rede.

Die Staatsanwaltschaft ermittle, das zuständige Landeskriminalamt sei eingeschaltet, die Bundesnetzagentur ebenso. 14 Verdächtige im Alter von 39 bis 58 Jahren würden als Beschuldigte geführt. Drei Beschuldigte sitzen Angaben zufolge in Untersuchungshaft. Aufgeflogen sei der Schwindel im Frühjahr durch Zufall, im Zuge von Ermittlungen in einer Steuerangelegenheit. Die Deutsche Post bestätigte den Bericht, wollte sich wegen des laufenden Verfahrens aber nicht zu den Details äußern.

Sport

Fußball: Real und Atletico verlieren an Boden

Real und Atletico haben sich im Madrider Derby torlos unentschieden getrennt und damit Boden auf Spitzenreiter Barcelona verloren. Bereits zehn Punkte liegen die Madrider Spitzenclubs hinter den Katalanen, die sich heute gegen CD Leganes keine Blöße gaben und mit einem klaren Auswärtserfolg die Tabellenführung festigten. Ein Doppelpack von Luis Suarez besiegelte Barcelonas elften Saisonsieg.

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Tennis: Federer bei ATP-Finals überraschend out

Für Roger Federer ist bei den ATP World Tour Finals nach souveräner Gruppenphase im Semifinale überraschend Endstation gewesen. Der 36-jährige Schweizer musste sich gestern in London dem um zehn Jahre jüngeren David Goffin nach hartem Kampf in drei Sätzen geschlagen geben. Es war zugleich der erste Sieg des Belgiers im siebenten Duell gegen Federer, der auch diesmal stark begonnen und den ersten Satz noch problemlos für sich entschieden hatte. Im Finale trifft Goffin morgen auf den Bulgaren Grigor Dimitrow.

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Fußball: Bayern München setzt sich ab

Bayern München ist in der deutschen Bundesliga auf dem besten Weg, für klare Verhältnisse zu sorgen. Der Titelverteidiger feierte gestern in der zwölften Runde einen souveränen 3:0-Heimsieg gegen Augsburg und setzte sich damit in der Tabelle weiter ab.

Durch das Remis von Leipzig bei Leverkusen wuchs der Vorsprung der Bayern bereits auf sechs Punkte an. Am anderen Ende der Tabelle blieb Köln weiter sieglos. Gegen Mainz setzte es für das Stöger-Team trotz Überzahl in der Schlussphase die zehnte Niederlage.

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Chronik

Religion

Kultur

Belvedere zeigt die Lust am Alter in der Kunst

Mit der Schau „Die Kraft des Alters“ begehrt das Belvedere in Wien gegen den modernen Jugendwahn auf. Rund 100 Kunstwerke vom 19. Jahrhundert bis heute fungieren als Votum für „Aging Pride“, also für einen Stolz der reifen Jahre. Im Sinne einer Aufwertung werden auch die körperlichen Veränderungen und die Lust im Alter ins rechte Licht gerückt. Denn während ergraute Stars in der Popmusik und in Hollywood ihre Falten immer öfter als Kult stilisieren, fand die Darstellung des Alters in der Kunst bisher kaum Aufmerksamkeit.

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Panorama

Neue Miss World kommt aus Indien

Die 20-jährige Manushi Chhillar aus Indien darf sich als schönste Frau der Welt fühlen: Die Medizinstudentin wurde gestern im chinesischen Sanya zur Miss World 2017 gekrönt. Chhillar, die in ländlichen Gebieten ihrer Heimat Krankenhäuser eröffnen möchte, dankte ihren Unterstützern über den Kurzbotschaftendienst Twitter. „Das ist für Indien“, schrieb die indische Schönheitskönigin.

Ihre Krone nahm Chhillar von der bisherigen Miss World, Stephanie del Valle von der Karibikinsel Puerto Rico, entgegen. Über die neue Titelinhaberin war noch zu erfahren, dass sie eine Ausbildung in klassischem indischen Tanz hat und gerne malt. Die zweit- und drittplatzierte Miss World kommt aus England beziehungsweise Mexiko.

Der Miss-World-Wettbewerb wurde 1951 ins Leben gerufen. Mit seither jeweils sechs Titeln stehen Indien und Venezuela an der Spitze der Rangliste.

Navy-Pilot zeichnete mit Jet Penisbild in den Himmel

Es sei ein „unverantwortlicher und unreifer Akt“ gewesen, so die US-Navy. Die Marine hat sich am Wochenende umgehend entschuldigt, nachdem Fotos eines gigantischen Penisbildnisses am Himmel über die Sozialen Netzwerke verbreitet worden waren. Die Crew eines Kampfflugzeuges hatte das Bild mit den Abgasen des Jets in den Himmel über Okanogan County in Washington gezeichnet.

Den Besatzungsmitgliedern wurde vorerst Startverbot erteilt. Die Bilder wurden Hunderte Male geteilt, auch das örtliche Fernsehen berichtete darüber. Die Navy reagierte umgehend. „Angeberische und unreife Handlungen sexueller Natur haben heutzutage in der Marine keinen Platz“, so Vizeadmiral Mike Shoemaker in einem Statement. „Wir werden den Vorfall untersuchen, um alle Fakten zu erhalten und danach zu handeln.“

Leute

Modeschöpfer Azzedine Alaia gestorben

Der französisch-tunesische Modeschöpfer Azzedine Alaia ist tot. Er starb gestern im Alter von 77 Jahren, wie der französische Modeverband mitteilte. „Wir haben einen Designer mit großem Talent verloren“, sagte Alaias Kollege Pierre Cardin der Nachrichtenagentur AFP.

Der französisch-tunesische Modeschöpfer Azzedine Alaia

APA/AFP/Francois Guillot

Der Sohn eines Bauern wurde 1940 in Tunesien geboren. Alaia arbeitete als Schneider und zog in den späten 50er Jahren nach Paris. Dort arbeitete er kurzzeitig für Dior und Guy Laroche, bevor er seine eigene Marke gründete. In den 80er Jahren wurde Alaia berühmt, unter anderem trug die Sängerin Grace Jones seine Mode. Zu seinen Fans gehört auch die ehemalige US-First Lady Michelle Obama.

Lifestyle

Netflix wird gern am Klo und im Büro genutzt

Einer Umfrage des Streamingdienstes Netflix in den USA nutzen immer mehr User weltweit den Videodienst an ungewöhnlichen Orten: Zwölf Prozent all der Befragten, die TV-Shows oder Filme außerhalb der eigenen vier Wände nutzen, gaben zu, das auf öffentlichen Toiltetten zu tun.

Mehr als ein Drittel streamt im Büro

Und 37 Prozent gaben an, dass sie den Videodienst bei der Arbeit schauten, berichtete am Wochenende die „New York Times“. Die Umfrage wurde demnach im Spätsommer im Auftrag von Netflix durchgeführt. Ausgewertet wurden "zehntausende Antworten von Menschen auf der ganzen Welt, darunter auch 1.600 US-Bürgerinnen.

Daraus geht laut „NYT“ hervor, dass zwei Drittel der Amerikaner in der Öffentlichkeit streamen. Laut dem angesehenen Pew Research Center steigt sowohl der Gebrauch von Smartphones als auch von Streamingdiensten weiter an. Details dazu, wie sich das Userverhalten verändert, gibt es aber kaum. Streamingdienste verweigern in der Regel den Zugang zu ihren Daten, außer wenn es dem eigenen Unternehmen nützt.

„Gesellschaftliche Normen ändern sich“

Für Lee Rainie von Pew steht aber fest, dass „massive Veränderungen in allen Bereichen passieren: In den Unternehmen, in den gesellschaftlichen Normen und bei den Grenzen oder dem Fehlen der Grenzen zwischen privatem und öffentlichem Raum“.

Der beliebteste Ort, um unterwegs zu streamen, ist in den USA allerdings nicht das Klo, sondern das Flugzeug: 44 Prozent all jener, die unterwegs streamen, machen das in der Luft. 40 Prozent davon schauen Filme oder Shows im Bus, 34 im Auto und 31 im Zug.