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US-Rockpionier Gregg Allman ist tot

Der US-Rockmusiker Gregg Allman ist tot. Der Gründer der Allman Brothers Band starb im Alter von 69 Jahren friedlich in seinem Haus in Savannah im US-Staat Georgia, wie das Musikmagazin „Billboard“ heute unter Berufung auf eine Mitteilung auf der Homepage des Künstlers berichtete.

Gregg Allman

APA/AP/Invision/Charles Sykes

Zu Allmans berühmtesten Songs gehören Klassiker wie „Midnight Rider“ und „Melissa“. Allman, ein Wegbereiter des Southern Rock, hatte seit Jahren gesundheitliche Probleme.

Ausland

10.000 Flüchtlinge vor Libyen aus Mittelmeer gerettet

Vor der Küste Libyens sind binnen vier Tagen etwa 10.000 Bootsflüchtlinge gerettet worden. Unterdessen konnten von Mittwoch bis heute 54 Menschen nur noch tot geborgen werden, wie die italienische Küstenwache mitteilte. Mehrere Bootsflüchtlinge würden noch vermisst.

Außerdem rettete die tunesische Armee 126 Migranten aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara, die aus Libyen nach Italien hatten fahren wollen und vor Ben Guerdane in Seenot gerieten.

1.230 Migranten nach Libyen zurückgebracht

Allein gestern hätten Marineschiffe und Handelsschiffe 2.200 Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet, erklärte die italienische Küstenwache, die die Einsätze koordinierte. Die Geretteten sollten nach Italien gebracht werden.

Mehr als 1.230 Menschen seien von libyschen Schiffen an Bord genommen worden und in die libyschen Städte Tripolis und Sawija gebracht worden. Laut italienischer Küstenwache wurden auch zehn Todesopfer geborgen.

Grab von General de Gaulle geschändet

Das Grab von Frankreichs legendärem Präsidenten Charles de Gaulle ist geschändet worden. Ein etwa 30 Jahre altes „Individuum“ sei heute auf das Grab im nordfranzösischen Colombey-les-deux-Eglises gestiegen und habe mit zwei Tritten das eineinhalb Meter hohe Steinkreuz auf dem Grab umgestoßen, teilte die Polizei mit. Das Kreuz sei zerbrochen, der Grabstein aber nicht beschädigt worden.

Da die Grabstätte des Generals rund um die Uhr gefilmt wird, wissen die Ermittler nach eigenen Angaben, dass die Tat um 17.14 Uhr von einem Einzeltäter begangen wurde. Die Tat habe „weniger als eine Minute“ gedauert, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Täter war demnach nicht vermummt.

General de Gaulle hatte sich 1940 im britischen Exil an die Spitze des Freien Frankreichs gestellt, das gegen die Nazi-Besatzung kämpfte. 1958 gründete er die Fünfte Republik in Frankreich, von 1959 bis 1969 war er ihr Präsident. 1970 starb er kurz vor seinem 80. Geburtstag. In dem Dorf Colombey-les-deux-Eglises liegt er neben seiner Frau Yvonne und seiner Tochter Anne begraben.

Großdemo in Israel für Zwei-Staaten-Lösung

Tausende Israelis haben heute in Tel Aviv für eine Beendigung des Nahost-Konflikts durch eine Zwei-Staaten-Lösung demonstriert. Die Demonstranten trugen ein Spruchband mit der Aufschrift „Zwei Staaten, eine Hoffnung“ vor sich her. Die Kundgebung war maßgeblich von der israelischen Organisation Frieden Jetzt organisiert worden, die den jüdischen Siedlungsbau im palästinensischen Westjordanland und in Ostjerusalem kritisiert.

Die Demonstration richte sich „gegen die Hoffnungslosigkeit, die uns eine Regierung beschert, die Besatzung, Gewalt und Rassismus fortführt“, sagte der Chef von Frieden Jetzt, Avi Buskila. „Es ist die Zeit gekommen, den Israelis, Palästinensern und der ganzen Welt zu beweisen, dass ein wichtiger Teil der israelischen Bevölkerung gegen die Besatzung ist und eine Zwei-Staaten-Lösung will“.

Bei der Kundgebung wurde eine Grußbotschaft des palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas verlesen. „Es ist Zeit, zusammen in Harmonie, Sicherheit und Stabilität zu leben“, appellierte Abbas demnach. „Unsere Pflicht gegenüber künftigen Generationen ist es, einen Frieden der Mutigen zu schließen.“

Zehntausende bei „Marsch der Würde“ in Madrid

In Madrid haben heute Zehntausende Menschen für menschenwürdige Arbeitsbedingungen demonstriert. Der „Marsch der Würde“ richtete sich gegen die Arbeitsmarktpolitik der konservativen spanischen Regierung unter Ministerpräsident Mariano Rajoy.

„Brot, Arbeit, Dach und Gleichheit“

Die Demonstranten, die aus dem ganzen Land zusammengeströmt waren, trugen ein Spruchband mit der Aufschrift „Brot, Arbeit, Dach und Gleichheit“ vor sich her. Sie prangerten „miserable Arbeitsbedingungen“ und „winzige Löhne“ an.

Zu der Demonstration hatten Dutzende Gewerkschaften und linksgerichtete Organisationen aufgerufen. Die Kundgebung solle „zeigen, dass das idyllische Spanien, das sie uns verkaufen wollen, nicht das ist, was wir kennen“, sagte Mitorganisator Victor Jimenez in einer Videobotschaft.

Arbeitsmarkt 2012 reformiert

Der Protestzug richtete sich unter anderem gegen eine Arbeitsmarktreform von Rajoys Regierung im Jahr 2012, durch die Abfindungszahlungen bei Kündigungen drastisch reduziert und Massenentlassungen ohne wirtschaftliche Gründe erlaubt wurden.

Die Reform sorgte zwar für einen Rückgang der hohen Arbeitslosenzahlen, allerdings haben viele Menschen trotz ihrer Arbeit nicht genug Geld zum Leben. Rajoy, der mittlerweile eine Minderheitsregierung führt, hat immer ausgeschlossen, die Reform rückgängig zu machen.

Iran: Khamenei nennt Saudi-Arabiens Führung „Idioten“

Irans oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei hat die Führung in Saudi-Arabien als „Idioten“ und „Milchkühe für die Amerikaner“ bezeichnet. „Diese Idioten glauben, dass sie mit Geld die Freundschaft der Gegner des Islams gewinnen können“, sagte Khamenei heute laut Berichten.

Er bezog sich damit auf die Waffenbestellungen der Saudis bei US-Firmen in dreistelliger Milliardenhöhe, die während des Besuchs des US-Präsidenten Donald Trump in Riad am vergangenen Wochenende besiegelt wurden.

„Unfähiger und wertloser Haufen“

Das sunnitische Saudi-Arabien und der schiitische Iran sind die wichtigsten Regionalmächte im Nahen und Mittleren Osten und ringen dort um die Vormachtstellung. Die Erzrivalen sind an einigen Konflikten in der Region beteiligt.

Die saudischen Führer sind laut Khamenei „ein unfähiger und wertloser Haufen“, der das Schicksal einiger Muslime in der Hand habe. Diese Politik werde jedoch letztendlich zum Kollaps des Regimes dort führen, sagte Khamenei, der laut iranischer Verfassung das letzte Wort in allen strategischen Belangen hat.

Marokkos Behörden suchen Anführer von Protesten

Nach mehrmonatigen Protesten in der Rif-Region im Norden Marokkos suchen die Behörden per Haftbefehl nach einen der mutmaßlichen Anführer. Nasser Zefzafi habe gemeinsam mit anderen Beschuldigten die Predigt eines Imams in einer Moschee in der Stadt Al-Hoceima gestört, teilte die Staatsanwaltschaft des Königreichs heute zur Begründung mit.

Al-Hoceima war eine der Hochburgen der Massenproteste, die es im Zuge des Arabischen Frühlings im Jahr 2011 auch in Marokko gab. Neu angeheizt wurde der Aufruhr durch den grausamen Tod eines Fischverkäufers im vergangenen Oktober. Er starb in der Presse eines Müllwagens, als er versuchte, Behördenmitarbeiter daran zu hindern, seine Ware zu zerstören.

Bei den Protesten geht es auch um den Kampf gegen Arbeitslosigkeit und Korruption in der von Berbern bewohnten Rif-Region.

AfD-Spitzenkandidatin für Kopftuchverbot in Deutschland

Die Spitzenkandidatin der rechtspopulistischen AfD für die deutsche Bundestagswahl, Alice Weidel, fordert neben einem Verbot der Vollverschleierung auch ein Kopftuchverbot. „Kopftücher gehören aus dem öffentlichen Raum und von der Straße verbannt. Das sollte gesetzlich festgelegt werden“, sagte Weidel dem „Tagesspiegel“ (Sonntag-Ausgabe).

Mit dem Kopftuch werde die „Apartheid“ von Männern und Frauen zur Schau gestellt. Es sei ein „absolut sexistisches Symbol“. „Das Kopftuch gehört nicht zu Deutschland“, erklärte Weidel. Der Gesichtsschleier Nikab, der nur die Augen freilässt, und die Burka sollten verboten werden, und zwar „überall“, verlangte die AfD-Politikerin weiter. Verstöße sollten „unter eine empfindliche Geldstrafe gestellt werden“.

Im Wahlprogramm der AfD heißt es, der Islam „gehört nicht zu Deutschland“. Die Partei will im September erstmals in den Deutschen Bundestag einziehen.

Inland

Strolz wünscht sich Schwarz-Grün-Pink

NEOS-Chef Matthias Strolz kann sich nach der vorgezogenen Nationalratswahl im Herbst eine Dreierkoalition vorstellen - eine solche wäre „ein großer Fortschritt“, sagte er heute in der Ö1- Reihe „Im Journal zu Gast“. Schwarz-Grün-NEOS hielte er „für eine kraftvolle Zukunftsansage“, Rot-Grün-NEOS wäre für Strolz „auch okay“. Mit der FPÖ gehe sich eine Koalition programmatisch nicht aus.

Fürs Wahlkampfbudget will man wieder Crowdfunding betreiben und so zwischen 1,5 und zwei Millionen Euro zusammenbekommen, sagte Strolz der „Tiroler Tageszeitung“ und den „Vorarlberger Nachrichten“ (Samstag-Ausgaben).

Eurofighter: EADS zahlte verdeckte Provisionen

Vor dem Start der Zeugenbefragungen im Eurofighter-U-Ausschuss werden nun neue Details zu den umstrittenen Gegengeschäften in der Causa bekannt. Wie das Magazin „profil“ heute vorab berichtete, zahlte EADS Deutschland dem börsennotierten oberösterreichischen Feuerwehrausrüster Rosenbauer International AG zwischen 2005 und 2011 verdeckte Provisionen in der Höhe von rund 370.000 Euro.

EADS hatte demnach dem deutschen Daimler-Konzern und Rosenbauer im Jänner 2004 angeboten, Teile eines gemeinsamen Auftrags aus Kroatien aus dem Jahr 2003 zur Lieferung von 210 Feuerwehrfahrzeugen beim österreichischen Wirtschaftsministerium als Gegengeschäft einzureichen.

Rund 614.000 Euro an Daimler, 60 Prozent an Rosenbauer

Im Abtausch dafür sollten 0,9 Prozent des vom Wirtschaftsministerium letztlich anerkannten Volumens in Form von Provisionen fließen. EADS überwies Daimler schließlich in mehreren Tranchen rund 614.000 Euro, wovon der Konzern 60 Prozent an Rosenbauer weiterreichte. Ein Teil der Zahlungen lief über den Londoner Briefkastenfirma Vector Aerospace.

Rosenbauer-Sprecherin Gerda Königstorfer bestätigte gegenüber dem Magazin die Zahlungen, legte jedoch Wert auf die Feststellung, dass die verantwortlichen Manager nicht mehr für den Konzern arbeiteten. Laut Königstorfer handelt es sich bei den Provisionen um eine „Aufwandsentschädigung, damit das Projekt in Kroatien überhaupt zustande kommen konnte“.

Feriendebatte: Richtig schulfrei, aber wann?

Sind Österreichs Schüler Ferienweltmeister? Gehobene Mitte, würde der OECD-Bildungsvergleich sagen. Und vielleicht haben Österreichs Schüler nur zu lange zur falschen Zeit frei. Verlängerte Wochenenden und schulautonome Tage, die hauptsächlich zur Wochenendverlängerung herangezogen werden, befeuern jedes Jahr die Debatte: Wann sollen Schüler frei haben? Und wo und wann können die Eltern auf eine ordentliche Betreuung ihrer Schützlinge in der Schulfreizeit rechnen?

Mehr dazu in Das Tauziehen um die freien Schultage

Sport

Formel 1: Räikkönen überrascht mit Pole in Monaco

Kimi Räikkönen geht morgen (14.00 Uhr live in ORF eins) als Erster in den Grand Prix von Monaco. Der finnische Ferrari-Pilot setzte sich am Samstag in einem turbulenten Qualifying hauchdünn vor seinem Teamkollegen Sebastian Vettel durch und beendete damit eine neun Jahre lange Durststrecke.

Der große Verlierer war Lewis Hamilton. Für den WM-Zweiten kam bereits in Q2 das Aus. Nachdem Hamilton zuerst nicht auf Touren kam, hatte der Engländer auf seiner letzten schnellen Runde auch noch Pech.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Fußball: Arsenal vermiest Chelsea Double

Arsenal hat heute Abend im FA-Cup-Finale in London Meister Chelsea das Double vermiest und nach einer durchwachsenen Saison doch noch einen krönenden Schlusspunkt gesetzt. Die „Gunners“ setzten sich im Wembley-Stadion gegen die „Blues“ in einer hitzigen Partie durch und krönten sich mit dem 13. Titel zum Rekordchampion im FA-Cup.

Chelsea kämpfte sich nach schnellem Rückstand mit einem Mann weniger zwar noch einmal zurück, eine Unachtsamkeit der Abwehr ließ aber am Ende doch Arsenal jubeln.

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Giro d’Italia: Kampf um Rosa wird zu Krimi

Der Kampf um den Gesamtsieg bei der 100. Ausgabe des Giro d’Italia wird am Sonntag im Einzelzeitfahren nach Mailand zu einem Krimi. Spitzenreiter Nairo Quintana vergrößerte auf der 20. Etappe heute nach Asiago seinen Vorsprung auf den nun drittplatzierten Tom Dumoulin zwar um weitere 15 Sekunden, der Niederländer ist aber klarer Favorit im Zeitfahren. Den Tagessieg auf der vorletzten Etappe holte sich im Sprint einer Ausreißergruppe rund um Quintana der Franzose Thibaut Pinot.

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Bundesliga: Ried setzt auf grün-weiße Hilfe

Der Absteiger der Saison 2016/17 der tipico-Bundesliga heißt entweder SV Ried oder SKN St. Pölten. In der 36. und letzten Runde wird morgen im Fernduell entschieden, wer in der kommenden Saison eine Stufe tiefer spielen muss.

Schlusslicht Ried benötigt einen Sieg gegen Mattersburg und grün-weiße Hilfe beim Gastspiel der St. Pöltner bei Rapid, um doch noch von der Klinge zu springen. Im Innviertel ist man überzeugt, dass es diesmal anders läuft als noch im Jahr 2003.

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Wirtschaft

BMW-Produktion stockt wegen Zulieferproblemen

Eine Zulieferkrise beeinträchtigt nach einem Bericht des Magazins „Focus“ an deutschen BMW-Standorten die Produktion des Autoherstellers. Weil es mit einem italienischen Zulieferer große Versorgungsprobleme bei Lenkgetrieben gebe, stünden seit gestern bei einem der modernsten BMW-Werke in Leipzig die Bänder still, bestätigte das Unternehmen dem Magazin.

Das Magazin zitierte einen BMW-Sprecher mit den Worten: „Bei der Belieferung von einzelnen Bauteilen kommt es derzeit zu Unregelmäßigkeiten, deswegen gibt es im Werk Leipzig derzeit einen Produktionsstopp.“ Auch am Standort München sei die Produktion vergangene Woche an zwei Tagen eingeschränkt gewesen.

Die Zulieferkrise droht sich dem Magazin zufolge auch weltweit auszuwirken. Auch die Werke in Südafrika und China könnten demnächst von Produktionseinschränkungen betroffen sein.

Chronik

Pkw-Lenker im Weinviertel tödlich verunglückt

Ein Pkw-Lenker ist in der Nacht auf heute im Weinviertel tödlich verunglückt. Der 41-Jährige aus dem Bezirk Hollabrunn (Niederösterreich) war mit seinem Auto frontal gegen eine betonierte Feldwegzufahrt geprallt.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Ein betrunkener Lehrling verursachte gestern im Mölltal in Kärnten einen Auffahrunfall und begang danach Fahrerflucht. Der Wagen einer 61 Jahre alten Frau wurde über eine Böschung geschleudert. Sie wurde in das Krankenhaus gebracht. Die Polizei konnte den Unfalllenker ausforschen.

Mehr dazu in kaernten.ORF.at

Vier Tote bei Hausbrand im spanischen Bilbao

Vier Menschen sind heute bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus im nordspanischen Bilbao ums Leben gekommen. Bei den Todesopfern handle es sich um zwei Erwachsene, einen Jugendlichen und ein Baby, teilte der Notdienst der baskischen Stadt mit. Neun Verletzte seien in Krankenhäuser gebracht worden. Zwei von ihnen seien schwer verletzt, hieß es.

Zahlreiche weitere Bewohner und Nachbarn wurden den amtlichen Angaben zufolge mit leichten Rauchgasvergiftungen an Ort und Stelle behandelt.

Das Feuer war in den frühen Morgenstunden in dem zum Teil aus Holz gebauten, sehr alten Haus ausgebrochen. Die Ursache des Brandes blieb zunächst unbekannt. Die Flammen konnten nach gut eineinhalb Stunden gelöscht werden.

Gesundheit

Indische Regierung bestätigt Zika-Fälle

Die indische Regierung hat mehrere Infektionen mit dem Zika-Virus bestätigt. Die Infektionen seien bei Routinelaboruntersuchungen im westlichen Unionsstaat Gujarat festgestellt worden, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter Berufung auf das indische Gesundheitsministerium mit.

In einem Zeitraum von mehr als einem Jahr seien mehrere Infektionen diagnostiziert worden. Die Zahl der Fälle lege eine „geringe Übertragung des Zika-Virus“ in Indien nahe, hob die WHO hervor. In der Zukunft könne es aber weitere Fälle geben. Die indischen Gesundheitsbehörden müssten daher ihr Augenmerk verstärkt auf Zika-Symptome richten.

Zum aktuellen Zustand der Zika-Patienten in Indien wurden keine Angaben gemacht. Zu ihnen zählte auch eine schwangere Frau.

Missbildungen bei Neugeborenen

Das Zika-Virus, gegen das es keinen Impfstoff gibt, wird von der Ägyptischen Tigermücke übertragen, kann zu grippeähnlichen Symptomen führen und ist normalerweise nicht tödlich. Schwangere können das Virus aber auf ihre ungeborenen Kinder übertragen.

Forscher gehen davon aus, dass Zika bei Embryos Mikrozephalie auslösen kann: Babys kommen dann mit einem viel zu kleinen Kopf auf die Welt, sind deshalb oftmals geistig behindert und leiden unter neurologischen Störungen.

Science

Kultur

Terry Gilliams Oper „Faust“ feierte Premiere in Berlin

Der Regisseur Terry Gilliam, Mitglied der inzwischen aufgelösten britischen Comediangruppe Monty Python, hat neben Filmen wie „Die Ritter der Kokosnuss“ und „Brazil“ auch eine Oper inszeniert. Mit Hector Berlioz’ 1846 uraufgeführtem Werk „La Damnation de Faust“ (Fausts Verdammnis) schuf Gilliam ein bizarres Spektakel, das heute Premiere an der Berliner Staatsoper hatte.

Die 2011 für die English National Opera produzierte Inszenierung ernete neben einigen Buhrufen vor allem tosenden Beifall - auch wegen des Sängerensembles mit der Mezzosopranistin Magdalena Kozena in der Rolle der Marguerite und Simon Rattle als Gastdirigent der Staatskapelle Berlin.

Viel braune Kostüme und Hakenkreuze - Gilliam versetzt das Drama von Faust (Charles Castronovo) und Marguerite (Magdalena Kozena) in die NS-Zeit, der Pakt mit dem Teufel Mephisto (Florian Boesch) ist auch ein Pakt mit Hitler. Dabei tragen Gilliam und Bühnenbildnerin Hildegard Bechtler ziemlich dick auf. Deutschland erscheint zu Beginn als Gemälde von Caspar David Friedrich, am Ende geht es im Höllenfeuer unter.

Filmfestspiele von Cannes gehen zu Ende

Heute gehen die 70. Filmfestspiele von Cannes mit der großen Preisverleihung zu Ende. Dabei kann sich Michael Haneke Hoffnungen auf seine dritte Goldene Palme machen. Der 75-Jährige, der mit dem Familiendrama „Happy End“ im Bewerb ist, wäre der erste Filmemacher, dem dieses Preistriple gelingen würde. Haneke ist zum siebenten Mal im Rennen um den Hauptpreis.

Zu den großen Favoriten zählen nach Meinung der Kritiker heuer jedoch andere der insgesamt 19 Filme im Wettbewerb. Neben den Regiearbeiten von Ruben Östlund („The Square“), Sofia Coppola („The Beguiled“) oder Yorgos Lanthimos („The Killing of a Sacred Deer“) kam etwa auch die Produktion „Okja“ des Südkoreaners Bong Joon Ho an der Croisette gut an. Letztere ist allerdings nicht unumstritten, da sie eine von zwei Beiträgen des Streaminganbieters Netflix im Tournament darstellt.

Über die Preisvergabe entscheidet die neunköpfige Jury unter Vorsitz des spanischen Regisseurs Pedro Almodovar, der unter anderen auch „Toni Erdmann“-Regisseurin Maren Ade angehört.

Panorama

Fast-Food-Kette verärgert Belgiens König mit Werbespot

Schon vor der Eröffnung ihres ersten Schnellrestaurants in Belgien hat sich die Imbisskette Burger King beim Monarchen des Landes in die Nesseln gesetzt. In einem im Internet veröffentlichten Werbespot fordert die Kette die Belgier in humorvollem Ton auf, sich zwischen ihrem Staatsoberhaupt König Philippe und dem „King des Burgers“ zu entscheiden.

„Seid Ihr sicher, dass Ihr König Philippe wählen wollt?“, heißt es in dem Werbevideo. „Er wird Euch keine Pommes machen.“ Bebildert wird dies auf der einen Seite mit einem Porträt des Königs im Profil und auf der anderen Seite mit einem Hamburger.

Königshaus: Bilder unautorisiert verwendet

Das Königshaus reagierte verschnupft. „Die Verwendung des Bildes des Königs bedarf einer Erlaubnis“, hob der Palast am Samstag in einer Stellungnahme hervor. „In diesem konkreten Fall wurde keine Anfrage an uns gerichtet“, sagte Palastsprecher Pierre Emmanuel de Bauw. Und da es sich um eine Verwendung zu kommerziellen Zwecken handle, wäre eine Autorisierung verweigert worden.

„Wir missbilligen diese Vorgehensweise“, sagte der Palastsprecher. Auf die Frage nach möglichen juristischen Schritten antwortete er, der Palast werde zunächst Kontakt zu Burger King aufnehmen.