Inland

Strache zieht weiter Kandidatur in Wien in Betracht

Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) hat trotz Aufstiegs in die Bundesregierung den Plan, bei der nächsten Wiener Wahl als Bürgermeisterkandidat anzutreten, noch nicht ganz aufgegeben. Es sei „zu überlegen, ob ich 2020 - oder wann die Wahl stattfindet - antreten werde“, wenn es „die historische Chance“ auf einen freiheitlichen Bürgermeister in Wien erstmals seit 1868 gibt, sagte Strache im Interview mit dem „profil“.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Ziele und Themen für die Wahl in Niederösterreich

In der ORF-Diskussion zur Landtagswahl in St. Pölten haben die Spitzenkandidaten heute ihre Wahlziele abgesteckt. SPÖ, FPÖ, Grüne und NEOS wollen die absolute Mehrheit der ÖVP brechen. Die Volkspartei erklärte die Absolute nicht zum Wahlziel.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Die Themen der Spitzenkandidaten

Bei der Livediskussion konnten die Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten je einen Themenbereich auswählen, über den sie oder er diskutieren wollten: Arbeit, Gesundheit, Sicherheit, Umwelt und Klimaschutz sowie Demokratie.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Doppelstaatsbürgerschaften: Bisher wenige Aberkennungen

Die Behörden haben in den vergangenen Monaten Tausende Fälle möglicher illegaler türkisch-österreichischer Doppelstaatsbürgerschaften überprüft. Insgesamt kam es österreichweit bis jetzt aber nur in rund 30 Fällen zu einer Aberkennung, bestätigten die zuständigen Landesbehörden in einem Rundruf der APA einen Bericht des „Kurier“.

In Wien etwa seien bei der zuständigen Magistratsabteilung (MA 35) aktuell 6.655 Feststellungsverfahren in Bearbeitung. In vier Fällen wurde per Bescheid der Verlust der Staatsbürgerschaft festgestellt. In Oberösterreich gibt es sechs Bescheide, in Niederösterreich zwei, zehn in Salzburg und nur einen in Tirol. Im Burgenland gibt es 124 Verfahren und bisher drei Bescheide, in Kärnten laufen 70 Verfahren, in der Steiermark gibt es einen Bescheid auf Aberkennung der österreichischen Staatsbürgerschaft, in Vorarlberg neun.

Löger will auf europäische Digitalsteuer drängen

Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) drängt auf eine gerechte Digitalsteuer. Er wolle bei seinem ersten Auftritt bei einem EU-Finanzministerrat am Dienstag in Brüssel ein europäisches Modell forcieren, hieß es am Wochenende. Löger wolle bereits zuvor mit EU-Steuerkommissar Pierre Moscovici über das Thema sprechen.

„Hinkt dem digitalen Zeitalter hinterher“

Derzeit würden europäische Unternehmen mit digitalen Geschäftsmodellen im Schnitt einer effektiven Steuerlast von nur neun Prozent unterliegen. Dagegen hätten traditionelle Geschäftsmodelle eine mehr als doppelt so hohe Steuerlast zu tragen. In Fällen, wo primär immaterielles Vermögen eingesetzt werde, könne die Steuerlast sogar gegen null gehen, gab Löger zu bedenken. „Das aktuelle internationale Steuersystem hinkt dem digitalen Zeitalter hinterher.“

Besonders deutlich werde das dann, wenn manche digitalen Großkonzerne ohne größeren Aufwand Steuern vermeiden können. „Diese Ungerechtigkeit muss schnell ein Ende haben. Gewinne müssen auch dort versteuert werden, wo ein Mehrwert geschaffen wird.“ Österreich werde auf europäischer und bilateraler Ebene für entsprechende Lösungen eintreten, aber auch notfalls nationale Ansätze überdenken.

Bericht über „Sorglos“-Angebot von Airbus für Eurofighter

Der Flugzeughersteller Airbus möchte laut einem Bericht der Tageszeitung „Österreich“ (Sonntag-Ausgabe) dem Bundesheer einen Verbleib beim Kampfjet Eurofighter „schmackhaft“ machen.

Bis zum Sommer wolle Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) entscheiden, ob es beim Ausstieg aus dem Eurofighter bleibt. Angekündigt hatte diesen Kunaseks Vorgänger Hans Peter Doskozil (SPÖ). Nun plane Airbus ein Angebot an die Regierung, in einem Brief sei „eine Art ‚Susi-Sorglos‘-Paket“ unterbreitet worden. Ein konkretes Offert soll allerdings erst kommen.

„Susi-Sorglos“ mit neuen Raketen

Zu den Details zitiert „Österreich“, Airbus wolle etwa „1.500 bis 2.000 Flugstunden pro Jahr für unsere 15 Jets anbieten“, schreibt „Österreich“, und das zu geringeren Betriebskosten als derzeit. Außerdem sollen die Kampfjets mit Infrarotsichtgerät und Selbstschutzsystem sowie neuen Raketen nachgerüstet werden. Der Kostenrahmen bewege sich zwischen fünf und sieben Millionen Euro pro Jet.

Ausland

Todesurteil wegen IS-Mitgliedschaft gegen Deutsche im Irak

Eine deutsche Staatsbürgerin ist im Irak wegen der Zugehörigkeit zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zum Tode verurteilt worden. Die Frau mit marokkanischen Wurzeln war der Stellungnahme eines Gerichts in der Hauptstadt Bagdad zufolge von Deutschland aus nach Syrien und später in den Irak gereist, um sich der Terrororganisation anzuschließen. Außerdem habe sie ihre beiden Töchter in die Region mitgebracht und mit IS-Kämpfern verheiratet.

Die Angeklagte habe dem IS bei seinen Taten geholfen und sei an einem Angriff auf irakische Sicherheitskräfte beteiligt gewesen, hieß es heute in einer Mitteilung. Dem Gericht zufolge soll die Dschihadistin in Übereinstimmung mit dem irakischen Anti-Terror-Gesetz gehängt werden. Es besteht allerdings noch eine Möglichkeit zur Berufung.

Mehrere deutsche Frauen in irakischer Haft

Die Deutsche stammt einem Medienbericht zufolge aus der Stadt Mannheim. Lamia K. sei bereits am Donnerstag zum Tod verurteilt worden, berichtete der Rechercheverbund aus NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ unter Berufung auf die irakische Justiz. Die Deutsch-Marokkanerin soll gegenüber den irakischen Ermittlungsbehörden zugegeben haben, aus Deutschland über Syrien in den Irak eingereist zu sein, um Mitglied des IS zu werden.

Den Recherchen zufolge wurde das Auswärtige Amt über den Fall informiert. Der deutsche Botschafter in Bagdad habe in der Europaabteilung des irakischen Außenministeriums seinen Protest zum Ausdruck gebracht.

Lamia K. soll laut NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ im Juli 2017 zusammen mit weiteren Deutschen in der Millionenstadt Mossul von irakischen Truppen verhaftet und nach Bagdad überstellt worden sein. Unter den Festgenommenen seien damals auch K.s Tochter Nadia mit einem Kind sowie die deutschen Staatsbürgerinnen Fatima M. aus Detmold und die Minderjährige Linda W. aus Pulsnitz gewesen. Bei Vernehmungen durch Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) solle sich offenbart haben, dass K. möglicherweise eine höhere Stellung in den Rängen der Terrormiliz eingenommen haben könnte

Rückkehrerinnen als potenzielle Gefahr

Im ehemaligen IS-Gebiet im Irak sitzen einige Frauen auch aus europäischen Ländern im Gefängnis, darunter Minderjährige, die sich dem IS angeschlossen hatten und sich nun um eine Rückkehr in ihre Heimatländer bemühen. Der deutsche Verfassungsschutz warnte zuletzt vor einer Gefahr durch Frauen und Kinder, die sich in den IS-Territorien im Irak und in Syrien aufgehalten hatten.

Angriff auf Hotel in Kabul beendet: Alle Attentäter tot

Nach etwa 13 Stunden ist der Angriff von mehreren Attentätern auf das große Hotel Intercontinental in Kabul beendet. Der Sprecher des afghanischen Innenministeriums, Nasrat Rahimi, sagte heute Früh, insgesamt seien sechs Zivilisten getötet worden, unter ihnen eine Ausländerin. Aus welchem Land sie stammte, sagte Rahimi nicht. Sieben Menschen seien verletzt worden. Außerdem seien drei Attentäter ums Leben gekommen. In der Nacht hatten Regierungssprecher noch von vier Attentätern gesprochen.

Rauch dringt aus dem Hotel Intercontinental in Kabul

APA/AP/Rahmat Gul

Taliban bekennen sich zu Angriff

Die radikalislamischen Taliban reklamierten den Angriff auf das Hotel für sich. In einem per E-Mail verbreiteten Bekenntnis heißt es, fünf ihrer „heiligen Krieger“ hätten Dutzende „ausländische Invasoren und deren Marionetten“ getötet.

Ein von Spezialkräften aus dem Hotel geretteter Augenzeuge sagte gegenüber der dpa, die Zahl der Opfer sei „viel höher“ als jene, die Regierungssprecher offiziell bestätigten. Die Attentäter hätten gezielt nach Ausländern und Regierungsbeamten gesucht und dann geschossen. Insgesamt seien 153 Menschen aus dem Hotel gerettet worden, hieß es.

Proteste gegen Trump am Jahrestag des Amtsantritts

Zehntausende Menschen sind am ersten Jahrestag der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump gestern (Ortszeit) in zahlreichen Städten der USA aus Protest auf die Straße gegangen.

Anti-Trump-Proteste in Massachusetts

APA/AFP/Ryan Mcbride

Vor allem in Metropolen wie New York, Los Angeles, Boston, Denver, Philadelphia und Washington, aber auch in kleineren Städten, versammelten sich die Menschen mit Schildern und rosafarbenen Strickhauben in Erinnerung auch an den „Women’s March“, den Protest der Frauen, vor rund einem Jahr.

Präsident ätzt via Twitter

In Los Angeles mischten sich Hollywood-Stars wie Viola Davis und Scarlett Johansson in die Menge. In New York marschierten mehr als 100.000 Menschen an der Westseite des Central Park entlang bis zum Bryant Park mitten in Manhattan. Bürgermeister Bill de Blasio kritisierte Trump in einer Rede an die Demonstranten scharf. „Man kann ein Land nicht anführen, indem man es spaltet.“

Trump kommentierte das Geschehen per Kurznachrichtendienst Twitter: „Wunderschönes Wetter überall in unserem großartigen Land, ein perfekter Tag zum Demonstrieren für alle Frauen“, schrieb der US-Präsident. „Geht raus und feiert den noch nie da gewesenen Erfolg und das Entstehen von Reichtum der letzten zwölf Monate.“ Außerdem, behauptete Trump, liege die Arbeitslosenzahl bei Frauen auf dem tiefsten Wert seit 18 Jahren.

Polizei löst verbotene Katholikenmärsche im Kongo auf

In der afrikanischen Demokratischen Republik Kongo hat die Polizei heute Proteste von Katholiken gegen Staatspräsident Joseph Kabila unter Einsatz von Tränengas aufgelöst.

Proteste in Kinshasa

Reuters/Kenny Katombe

Die Polizisten gingen in der Hauptstadt Kinshasa gegen Gläubige vor, die nach dem Gottesdienst friedlich demonstrieren wollten, wie Augenzeugen berichteten. Mehrere Menschen sollen verletzt worden sein.

Mehr dazu in religion.ORF.at

Sport

Motorsport: Walkner erklimmt den Rallye-Olymp

Matthias Walkner hat am Samstag im Alter von 31 Jahren Legendenstatus im Motorsport erreicht. Der Salzburger siegte als erster Österreicher bei der Rallye Dakar und schrieb Sportgeschichte. Beim legendären Langstreckenrennen in Südamerika, wo Walkner 2015 krankheitsbedingt hatte aufgeben müssen und wo er sich 2016 bei einem Sturz schwer verletzt hatte, erklomm er den Rallye-Olymp. „Ein Traum wurde wahr“, sagte Walkner. „Das ist surreal.“

Mehr dazu in sport.ORF.at

NFL: Wenn „Notnägel“ ins Rampenlicht treten

Heute steht mit den Conference Finals der National Football League (NFL) der letzte Akt vor der Super Bowl am 4. Februar auf dem Programm. In der National Football Conference (NFC) kommt es beim Spiel der Philadelphia Eagles gegen die Minnesota Vikings zum mit Spannung erwarteten Duell zweier „Notnägel“.

Denn dass Nick Foles und Case Keenum bei ihren Teams zu diesem Zeitpunkt im Rampenlicht stehen, hatten vor der Saison nicht einmal die beiden Quarterbacks selbst erwartet.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

Niki: Lauda bietet wieder gemeinsam mit Thomas Cook

Niki Lauda will die insolvente Air-Berlin-Tochter Niki wie bei den beiden vorherigen Angeboten mit dem Reisekonzern Thomas Cook und dessen Tochter Condor übernehmen. „Es wird drei bis vier Wochen dauern, bis die Airbusse von meiner Bedarfsfluggesellschaft Lauda Motion das notwendige AOC (Air Operator’s Certificate) bekommen“, sagte Lauda dem „Kurier“ (Sonntag-Ausgabe).

Die IAG-Tochter Vueling dagegen brauche für Niki ein neues Luftverkehrsbetreiberzeugnis - das dauere mindestens drei Monate, so Lauda.

Am Freitagabend endete die Angebotsfrist für Interessenten. Am Montagnachmittag tritt im österreichischen Niki-Konkursverfahren der Gläubigerausschuss zusammen. Da soll der Verkauf wesentlicher Teile der insolventen Airline beschlossen werden. Über das Wochenende sollen die eingelangten Angebote evaluiert werden. Morgen werden gemeinsame Bekanntgaben durch die österreichische und die deutsche Insolvenzverwaltung erwartet.

Wien ganz vorne: Große Unterschiede bei Arbeitslosenzahl

Die regionalen Arbeitslosenquoten 2017 zeigen sehr große Unterschiede. Während Wien und Spittal an der Drau (Kärnten) mit 13,0 und 11,3 Prozent zweistellige Quoten aufweisen, lag im AMS-Bezirk Rohrbach (Oberösterreich) die Quote nur bei 3,0 Prozent. Trotz derzeitiger guter Konjunkturlage gibt es zahlreiche Regionen, in denen der Aufschwung nicht wirklich auf dem Arbeitsmarkt ankommt.

Grafik zur Arbeitslosigkeit 2017 in Österreich

Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA/AMS

Grob zeigt sich folgendes Muster: Im Westen bis nach Salzburg und in Teilen Oberösterreichs herrscht relativ niedrige Arbeitslosigkeit, in Wien, im südlichen Niederösterreich und in Ober- und Südkärnten gibt es hohe Arbeitslosenquoten.

Zwischen 5,3 und 13 Prozent

Im österreichweiten Schnitt betrug die Arbeitslosenquote im vergangenen Jahr 8,5 Prozent. Fünf Bundesländer weisen weniger Arbeitslosigkeit auf: Am niedrigsten ist sie in Salzburg (5,3 Prozent), Tirol und Vorarlberg sowie Oberösterreich (je 5,8 Prozent) und der Steiermark (7,3 Prozent). Höher liegt die Quote im Burgenland (8,6 Prozent), in Niederösterreich (8,7 Prozent), in Kärnten (10,2 Prozent) und der Bundeshauptstadt Wien (13,0 Prozent).

Grafik zur Arbeitslosigkeit 2017 in Österreich

Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA/AMS

Zweistellige Quoten gab es im Jahresschnitt 2017 nur in AMS-Bezirken in Niederösterreich und Kärnten bzw. in Wien, und zwar im Bezirk Baden neu (10,2 Prozent), Völkermarkt (10,4 Prozent), Klagenfurt (10,6 Prozent), Wiener Neustadt (11,0 Prozent), Villach (11,1 Prozent) und Spittal an der Drau (11,3 Prozent). Die höchste Quote hat mit 13,0 Prozent die Bundeshauptstadt Wien.

Quoten unter 5,0 Prozent finden sich in Melk und Gleisdorf (je 4,8 Prozent), Ried im Innkreis, Kirchdorf an der Krems, Hallein und Reutte (je 4,7 Prozent), Grieskirchen und Weiz (je 4,4 Prozent), Waidhofen an der Ybbs sowie Scheibbs (je 4,3 Prozent), Freistadt (4,2 Prozent), Perg (4,1 Prozent) und Eferding (3,6 Prozent). Rohrbach mit 3,0 Prozent Quote ist der am wenigsten von Arbeitslosigkeit betroffene Bezirk Österreichs.

Abgasaffäre: Zwangsrückruf für Audi-Dieselmodelle

In der Abgasaffäre muss Audi fast 130.000 weitere Dieselmodelle in die Werkstätten zurückholen und umrüsten. Das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat über V6-Dieselfahrzeuge von Audi einen Zwangsrückruf verhängt.

Der Hersteller sei darüber informiert worden, dass die Behörde in den Audi-Modellen A4, A5, A6, A7, A8, Q5, SQ5 und Q7 mit der Abgasnorm 6 „unzulässige Abschaltvorrichtungen“ festgestellt habe, bestätigte ein Sprecher des deutschen Bundesverkehrsministeriums in Berlin. Zuvor hatte die „Bild am Sonntag“ darüber berichtet.

Insgesamt seien in Deutschland 77.600 Fahrzeuge betroffen und weltweit 127.000 Fahrzeuge. Bei dem zum VW-Konzern gehörenden Autobauer hieß es, seit Monaten untersuche Audi mit Hochdruck alle Dieselkonzepte auf etwaige Unregelmäßigkeiten und Nachrüstungspotenziale. Dabei arbeite man eng mit den zuständigen Behörden zusammen. Im Zuge dieser Überprüfung und Auswertung habe das KBA nun auch Bescheide für Audi-Modelle mit V6-TDI-Motoren erlassen. Daher müssten Teile der Software einzelner Typen umgerüstet werden.

Frankreich zieht Kandidatur für Expo 2025 zurück

Frankreich hat seine Kandidatur für die Ausrichtung der Expo 2025 zurückgezogen. In einem Schreiben an das Organisationskomitee nannte Premierminister Edouard Philippe vor allem finanzielle Gründe, wie das „Journal du Dimanche“ heute berichtete. Das Wirtschaftsmodell für das Projekt weise „strukturelle Schwächen“ auf, hieß es, außerdem mangle es an Partnern aus der Privatwirtschaft.

Das Organisationskomitee hatte Frankreichs Bewerbung für die Expo 2025 Ende September eingereicht. Das Szenario sah eine Besucherzahl von zwischen 35 und 65 Millionen vor. Bei der Expo 2015 in Mailand waren jedoch nur rund 20 Millionen Besucher gezählt worden. Frankreichs Rückzug macht den Weg frei für die übrigen Bewerber Russland, Japan und Aserbaidschan. Der Ausrichter der Expo 2025 soll im November verkündet werden.

Chronik

Lawinengefahr führt zu zahlreichen Straßensperren

Anhaltende Schneefälle sorgen in Tirol für akute Lawinengefahr und zahlreiche Straßensperren. Einige höher gelegene Gebiete waren und sind von der Außenwelt abgeschnitten. Auch Bahnstrecken sind in Tirol unterbrochen.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

Arlbergbahnstrecke erneut gesperrt

Die Arlbergbahnstrecke wurde aufgrund der Lawinengefahr erneut gesperrt. Der Bahnverkehr zwischen den Bahnhöfen Landeck-Zams und Bludenz wurde eingestellt. Laut Lawinenwarndienst soll die Lawinengefahr weiter steigen.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

Hunderte Menschen vor Buschbrand bei Sydney gerettet

Hunderte Wanderer, darunter auch viele Touristen, sind in Australien vor einem Brand in einem Nationalpark gerettet worden. Mehrere Buschfeuer waren im Royal National Park südlich der Metropole Sydney ausgebrochen, wie die Feuerwehr heute mitteilte. Die Wanderer wurden mit Booten von Stränden des an der Küste liegenden Nationalparks gerettet.

Buschfeuer im Royal National Park nahe Sydney

Reuters/Ben Rushton

Die Behörden verschickten etwa 70.000 Alarm-SMS an Menschen in der Region, die Feuerwehr rief dazu auf, die Gegend zu meiden. Nach Angaben von Lokalmedien befanden sich etwa 1.000 Besucher in dem 150 Quadratkilometer großen Nationalpark als der Brand ausbrach. Bisher zerstörte das Feuer etwa 600 Hektar Land. Die Feuerwehr vermutet Brandstiftung.

Kultur

Leute

„Koch des Jahrhunderts“ Paul Bocuse verstorben

Der französische Spitzenkoch Paul Bocuse ist tot. Er starb gestern im Alter von 91 Jahren. Bocuse, schon vor knapp 30 Jahren mit dem Titel „Koch des Jahrhunderts“ geadelt, habe das Land repräsentiert wie kaum ein anderer, hieß es in zahlreichen Nachrufen. Sein Stammrestaurant hält seit 1965 durchwegs drei Michelin-Sterne. Der Starkoch setzte auf bodenständige und regionale Küche und gilt als Wegbereiter der Nouvelle Cuisine - und auch als guter Selbstvermarkter.

Mehr dazu in „Monsieur Paul war Frankreich“

Lifestyle

Bargeldlos beim Ski-Opening: Die Tücken des Plastikgeldes

Zwar sind Münzen und Scheine nach wie vor das liebste Zahlungsmittel der Österreicher, immer öfter wird an der Kassa aber die Karte gezückt. Auf vielen Großveranstaltungen, von Musikfestivals bis zu Skirennen, ist inzwischen nur noch Kartenzahlung möglich – und zwar mit eigenen, nur beim jeweiligen Event gültigen Plastikkarten. Das sorgt nicht nur für gute Laune.

Mehr dazu in help.ORF.at

Panorama

TV-Köche machen alle 50 Sekunden Fehler bei Hygiene

In Kochsendungen machen die Protagonisten laut dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) im Durchschnitt alle 50 Sekunden einen Fehler in punkto Hygiene.

Für die Einschätzung hatten Experten insgesamt 100 Folgen verschiedener Formate analysiert und dabei auf mangelnde Küchenhygiene geachtet. Besonders oft beobachteten sie dabei, dass schmutzige Hände mit einem Geschirrtuch abgewischt wurden und dass mit den Fingern gesalzen oder gewürzt wurde.

Kein Händewaschen nach dem Niesen

Zu den häufigsten Fehlern gehörte außerdem, dass keine gründliche Zwischenreinigung des Schneidebretts erfolgte und dass sich Köche nach Kratzen, Niesen, Husten oder Ähnlichem nicht die Hände wuschen.

Das BfR geht davon aus, dass schlechte Küchenhygiene im TV auf den Zuschauer abfärbt: „Personen, die Kochvideos mit einwandfreier Küchenhygiene sehen, machen beim Nachkochen weniger Hygienefehler als diejenigen, die fehlerhafte Kochvideos sehen.“

Laut BfR werden allein in Deutschland jährlich mehr als 100.000 Erkrankungen gemeldet, die wahrscheinlich auf lebensmittelbedingte Infektionen mit Mikroorganismen wie Bakterien, Viren oder Parasiten zurückzuführen sind. „Daher ist es wichtig, beim täglichen Arbeiten in der Küche auf Sauberkeit und Hygiene zu achten.“