Inland

Mikl-Leitner deutet Unterschiede zu Pröll an

Die künftige niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat in einem ersten großen Interview in dieser Funktion mit dem ORF Niederösterreich erste Unterschiede zur Amtsführung von Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) angedeutet.

Neben erwartbarer Würdigung von Prölls Verdiensten betonte sie dabei, sie seien „zwei unterschiedliche Persönlichkeiten und sind beide in einer anderen Zeit groß geworden“.

Mikl-Leitner glaubt laut eigenen Worten, „wir sollten uns mehr mit den Inhalten beschäftigen“. Als Themen nannte sie die steigende Notwendigkeit von auch internationaler Kooperation und „konkrete Weichenstellungen“ angesichts des Zeitalters der Digitalisierung. Dabei will sie auch jene Kontakte nützen, die sie als Innenministerin knüpfen konnte.

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Heer plant Investitionen von 200 Millionen Euro

Das Bundesheer will heuer rund 200 Millionen Euro in Ausrüstung und Gerät investieren. So sollen 40 Allschutztransportfahrzeuge Dingo um insgesamt 51 Mio. Euro beschafft werden, auf der Einkaufsliste stehen außerdem 34 Mannschaftstransportpanzer Pandur.

Die neuen Pandur-Radpanzer werden insgesamt 105 Mio. Euro kosten. Gefertigt werden sie in Wien, Auftragnehmer sind die General Dynamics European Land Systems-Steyr GmbH (GDELS-Steyr) sowie die Advanced Information Technology GmbH (ESLAIT).

Geld wird auch in die persönliche Ausrüstung der Soldaten gesteckt. Diese soll modernisiert beziehungsweise ergänzt werden. Dabei geht es um Kampfhelme, Headsets, Schutzbrillen, Gehörschutz und Schutzwesten.

Scharfe Kritik an Asylnovelle in Begutachtung

Die jüngste Asylnovelle, die zahlreiche Verschärfungen vorsieht, ist im gesetzlichen Begutachtungsverfahren auf scharfe Kritik gestoßen. Unter anderem wird in diversen Stellungnahmen bemängelt, dass der Familiennachzug weiter erschwert wird. Zudem wird in Zweifel gezogen, ob die höheren Strafen bei Verstößen tatsächlich notwendig sind.

Das UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) befürchtet etwa, dass durch die vorgesehenen Änderungen höhere Kosten bringen und die Familienzusammenführungen unmöglich machen oder weiter in die Länge ziehen. Dabei geht es um eine neue Bestimmung, wonach Familien von den Behörden angeordnete DNA-Tests ausnahmslos selbst bezahlen müssen. Pro Person sind das Kosten von rund 250 Euro.

Populistische „Kosmetik“?

Auch die Diakonie sowie die österreichischen Rechtsanwälte sehen die neuen Regeln zur Familienzusammenführung im Wesentlichen als Hürde für die Betroffenen ohne Nutzen auf der Gegenseite. Weiters kritisiert werden Maßnahmen, die dazu führen können, dass Asylsuchende mitten in ihrem Verfahren plötzlich vollkommen mittellos auf der Straße stehen.

Der Diakonie missfällt die Abschaffung einer Regelung, wonach Anträge auf Visa aus humanitären Gründen auch in der Herkunftsregion gestellt werden konnten. Die Erhöhung von Verwaltungsstrafsätzen, die schon bisher die finanziellen Möglichkeiten von Flüchtlingen überstiegen, sieht die Organisation zudem als „reine Kosmetik in einem heiß diskutierten Politikfeld“.

Kern mahnt in Davos „Solidarität“ ein

„Wir haben klargestellt, dass es uns nicht darum geht, uns vor ausländischen Arbeitskräften abzuschotten - wir hätten nur gern, dass wir Solidarität in Europa nicht als Einbahnstraße definieren.“ Bundeskanzler Christian Kern hat auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos unter anderem seine jüngsten Vorschläge für eine sektorale Beschränkung des Arbeitsmarktes vorgestellt.

Keine Abschottung

Kern verwies gegenüber der APA darauf, dass sowohl die Aussagen des designierten US-Präsidenten Donald Trump als auch die Rede der britischen Premierministerin Teresa May „in dieses Bild einzahlen, dass wir aus einer Phase, in der freier Handel und offene Grenzen en vogue waren, jetzt zunehmend in eine Situation kommen, in der Abschottung eine Rolle spielt“.

Kern legt Wert darauf, dass die in seinem Grundsatzpapier „Plan A“ angeregte „Arbeitsmarktprüfung“ in Branchen mit besonders hoher Arbeitslosigkeit - die bedeuten würde, dass ein Job nur an neu Zuziehende gehen kann, wenn sich dafür kein geeigneter Inländer findet - mit einer solchen Abschottung nichts zu tun hat.

„Nicht gut beraten, Briten zu bedrohen“

Mays Rede zum „Brexit“ war für Kern „primär an das britische Publikum gerichtet“, gingen doch 44 Prozent der britischen Exporte in die EU und umgekehrt nur acht Prozent aus der EU nach Großbritannien. „Das heißt, wir sind nicht gut beraten, die Briten zu bedrohen - aber umgekehrt macht das wohl auch keinen Sinn“, betonte der Kanzler. „Weil realistisch wird man eine Einigung finden müssen, um nicht eine Lose-lose-Situation zu produzieren. Bei Tageslicht betrachtet, wird man, wenn die ersten Verhandlungsrunden stattgefunden haben, relativ rasch zur Kenntnis nehmen, dass es für beide Seiten etwas zu verlieren gibt.“

Ausland

Al-Kaida bekennt sich zu Anschlag in Mali

Das Terrornetzwerk Al-Kaida hat sich zu dem Selbstmordanschlag auf ein Militärlager in der Stadt Gao im Norden Malis mit rund 50 Toten bekannt.

Die mit Al-Kaida verbündete Gruppe des Islamisten Mokhtar Belmokhtar veröffentlichte eine entsprechende Erklärung, wie das auf die Überwachung islamistischer Websites spezialisierten US-Unternehmens SITE gestern berichtete. Nach Angaben der Gruppe Belmokhtars wurde der Anschlag von einem Mann namens Abdelhadi al-Foulani verübt, wie SITE und die mauretanischen Nachrichtenagentur al-Achbar berichteten.

Türkische Anwaltskammer warnt vor „Sultanat“

Der Chef der türkischen Anwaltskammer befürchtet unter dem von Staatschef Recep Tayyip Erdogan angestrebten Präsidialsystem ein Ende der Demokratie im Land.

„Die Türkei wurde fast 600 Jahre lang mit solch einem System regiert“, sagte der Jurist Metin Feyzioglu gestern in Ankara. „Wir haben in unserer Literatur einen Fachbegriff dafür: Das nennt sich Sultanat.“ Feyzioglu zeigte sich allerdings zuversichtlich, dass die Verfassungsänderungen bei einem Referendum keine Mehrheit erhalten würden. „Dieses Volk wird keinen Selbstmord begehen“, sagte er.

Seit gestern stimmt das Parlament in Ankara in zweiter Lesung über die insgesamt 18 Änderungs-Artikel ab, die Erdogan mit deutlich mehr Macht ausstatten würden. Die ersten Artikel erhielten jeweils die notwendige Dreifünftelmehrheit.

Demnächst soll über das Gesamtpaket abgestimmt werden. Auch dafür ist die Zustimmung von mindestens 330 der 550 Abgeordneten notwendig. Sollten die jeweiligen Mehrheiten erzielt werden, soll es im Frühjahr zum Referendum kommen.

Trump füllt letzten Posten im Kabinett

Der künftige US-Präsident Donald Trump will den ehemaligen Gouverneur von Georgia, Sonny Perdue, heute zum Landwirtschaftsminister ernennen. Das sagte ein hochrangiges Mitglied von Trumps Übergangsteam. Damit wäre das Kabinett der neuen US-Regierung komplett.

Sonny Perdue

APA/AP/Evan Vucci

Der Senat muss der Ernennung Perdues noch zustimmen. Der 70-jährige Perdue war von 2003 bis 2011 Gouverneur von Georgia und gründete anschließend ein Unternehmen. Perdue ist Republikaner, gehörte aber bis 1998 der Demokratischen Partei an.

Während seiner Zeit als Gouverneur war Perdue unter anderem mit den Folgen einer Dürre konfrontiert. Mit seiner Ernennung ist klar, dass Trumps Kabinett keine Vertreter der stark wachsenden Latino-Bevölkerungsgruppe angehören werden.

Weiter scharfe Kritik an AfD-Politiker Höcke

Die Kritik am deutschen AfD-Politiker Björn Höcke wegen seiner Äußerungen zum Holocaust-Gedenken der Deutschen und ihrer Vergangenheitsaufarbeitung hält an. „Höcke ist ein Nazi“, sagte der Vorsitzende der SPD-Fraktion im deutschen Bundestag, Thomas Oppermann, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Er sei entlarvt als „rechtsextremer, völkischer Demagoge, der weder ein historisches noch ein humanes Verständnis“ habe.

Höcke hatte offensichtlich mit Blick auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin während einer Veranstaltung in Dresden gesagt: „Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“

„Bösartige Interpretationen“

Höcke wies später „bösartige und bewusst verleumdende Interpretationen“ seiner Rede zurück. Er habe „den Holocaust, also den von Deutschen verübten Völkermord an den Juden, als Schande für unser Volk bezeichnet“.

Nach Meinung des Zentralrats der Juden in Deutschland hat die AfD „mit diesen antisemitischen und in höchstem Maße menschenfeindlichen Worten ihr wahres Gesicht“ gezeigt.

Zahl der Cyberattacken auf NATO gestiegen

Die NATO wird immer öfter Ziel von Cyberangriffen. „Nach unseren neuesten Erhebungen gab es im vergangenen Jahr pro Monat durchschnittlich 500 bedrohliche Cyberangriffe auf Einrichtungen der NATO, die ein intensives Eingreifen vonseiten unserer Experten erforderlich machten“, sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg der deutschen „Welt“. Das seien um 60 Prozent mehr als 2015.

Die meisten dieser Angriffe gingen nicht von Privatpersonen aus, sondern seien von staatlichen Institutionen anderer Länder gesponsert worden. Das sei aus dem großen Ressourcenaufwand klar ersichtlich.

Krisenteams sollen helfen

Neben militärischen Gefahren für die NATO durch diese Cyberattacken befürchtete Stoltenberg auch politische Probleme, vor allem bei mögliche Datenmanipulationen bei Wahlkämpfen.

„Der NATO liegen Berichte von verschiedenen Regierungen aus Mitgliedstaaten vor, die befürchten, dass Hacker versuchen werden, sich in nationale Wahlkämpfe einzumischen. Damit würden sie die Demokratie unterminieren.“ Seit einiger Zeit, so Stoltenberg, biete die NATO allen Bündnismitgliedern Krisenteams an, die ihnen helfen sollen, ihre Netze besser zu schützen.

Wirtschaft

EZB entscheidet über Leitzinsen in Euro-Zone

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) entscheidet heute zum ersten Mal im neuen Jahr über die Leitzinsen in der Euro-Zone. Es wird aber nicht damit gerechnet, dass das Gremium Anpassungen vornimmt. Der Leitzins liegt seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Dadurch werden zwar Kredite für Verbraucher billiger, die Banken sehen sich aber dadurch stark belastet.

Angesichts der gestiegenen Inflation war zuletzt erneut Kritik an der lockeren Geldpolitik der EZB laut geworden. Sie hatte ihr milliardenschweres Anleihekaufprogramm im Dezember bis Ende 2017 verlängert, gibt dafür ab April aber weniger Geld aus. Die Teuerungsrate in der Euro-Zone war zuletzt mit 1,1 Prozent immer noch von einem Wert von knapp unter zwei Prozent entfernt, den die EZB als ideal ansieht.

Bericht: Einigung mit Lockheed nach Trumps Kritik

Das US-Verteidigungsministerium und der Rüstungskonzern Lockheed Martin stehen Insidern zufolge kurz vor einem Milliardenvertrag. Die Lieferung von 90 Kampfflugzeugen des Typs F-35 im Wert von knapp neun Milliarden Dollar solle bis Monatsende verkündet werden, sagten drei mit den Verhandlungen vertraute Personen gestern der Nachrichtenagentur Reuters.

Damit würde der Preis je Jet erstmals unter die Marke von 100 Millionen Dollar fallen. Lockheed wollte sich nicht zu den Informationen äußern. Der künftige US-Präsident Donald Trump hatte die Kosten des F-35-Programms via Twitter scharf kritisiert. Zudem kündigte er an, den Lockheed-Konkurrenten Boeing zu fragen, ob dort eine günstigere Alternative gebaut werden könne.

Billigere Lieferketten

Das Projekt war im vergangenen Jahr für ein Fünftel des Lockheed-Umsatzes verantwortlich. Konzernchefin Marillyn Hewson hatte vorige Woche nach einem Treffen mit Trump eine baldige Einigung in Aussicht gestellt. Zudem kündigte sie die Schaffung von 1.800 Arbeitsplätzen im Lockheed-Werk im texanischen Fort Worth an. Der Preis der F-35 war bereits vor Trumps Kritik gefallen, da Lockheed mit seinen Partnern günstigere Lieferketten vereinbart hatte.

Antrag auf Haftbefehl gegen Samsung-Erben abgelehnt

Ein Gericht in Südkorea hat einen Antrag auf Haftbefehl gegen den Erben des Samsung-Konzerns, Lee Jae Yong, abgelehnt. Hintergrund der Bestechungsvorwürfe gegen Lee ist der Korruptionsskandal um eine Vertraute der vorläufig entmachteten Präsidentin Park Geun Hye.

Es sei schwierig, einen Grund für die Notwendigkeit einer Verhaftung Lees zu erkennen, teilte das Bezirksgericht in Seoul heute laut südkoreanischen Medienberichten mit. Südkoreas größter Konzern soll im Gegenzug für die Förderung von Organisationen von Parks Freundin Choi Soon Sil politische Unterstützung für die Fusion zweier Firmentöchter erhalten haben.

Sport

Bundesliga: Katzian „brennt“ auf Titel mit Austria

Wolfgang Katzian ist gestern bei der ordentlichen Generalversammlung der Wiener Austria mit einer klaren Mehrheit als Clubpräsident wiedergewählt worden. „Ich brenne darauf, alles umzusetzen, was wir uns für die nächsten Jahre vorgenommen haben“, so der 60-jährige Gewerkschaftsboss, der seit zehn Jahren die Geschicke der Violetten lenkt. Worum es sich dabei in erster Linie handelt, stellte Katzian ebenfalls klar, nämlich weitere Titel.

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Chronik

Ältestes Hochhaus des Iran nach Brand eingestürzt

Das älteste Hochhaus des Iran ist heute nach einem Brand in den obersten Stockwerken eingestürzt.

Das in den 1960er Jahren erbaute 15-stöckige Plasco-Gebäude in Teheran war zuvor evakuiert worden, wie aus Fernsehberichten hervorging. Feuerwehrleute kämpften noch im Gebäude gegen die Flammen, als es vor laufenden Fernsehkameras einstürzte.

In dem Hochhaus befanden sich unter anderem ein Einkaufszentrum und Schneiderwerkstätten.

Gesundheit

Deutschland entscheidet über Cannabis auf Rezept

Der deutsche Bundestag entscheidet heute über die Zulassung von Cannabis als Medizin auf Rezept. Die abschließend beratende Gesetzesnovelle sieht vor, dass sich schwer chronisch Kranke unter bestimmten Voraussetzungen künftig auf Kassenrezept mit Medizinalhanf versorgen dürfen. Der Eigenanbau durch Patienten bleibt verboten.

Mit der im März in Kraft tretenden Gesetzesänderung wird auch eine Begleitstudie begonnen, um weitere Erkenntnisse über die Wirkung von Cannabis zu gewinnen.

Science

Großteil der Primaten könnte aussterben

Viele Primaten könnten im Laufe der nächsten 25 bis 50 Jahre für immer verschwinden, wenn nichts zu ihrem Schutz unternommen wird, warnen 31 Experten im Fachblatt „Science Advances“. Anhand von Studien, Datenbanken der UNO und der Roten Liste der bedrohten Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) erfassten die Forschenden den Zustand der über 500 Primatenspezies weltweit.

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Kultur

Ex-Manager stahl Alanis Morissette Millionen

Der frühere Manager von Alanis Morissette hat zugegeben, mehr als sieben Millionen Dollar (6,6 Mio. Euro) von dem kanadischen Popstar und anderen Berühmtheiten gestohlen zu haben. US-Ankläger werfen Jonathan Schwartz Betrug vor, wie die britische BBC berichtete.

Schwartz hatte Morissettes Finanzen zwischen 2009 und 2016 geregelt. Dabei, so die Anklage, habe er Gelder auf sein eigenes Konto transferieren lassen. Bei einer Anhörung gestern gab er zu, knapp fünf Millionen von Morissette gestohlen zu haben und etwa zwei Millionen von anderen, ungenannten Klienten.

„Hasty Pudding“-Preis für Spencer und Reynolds

Octavia Spencer (46, „Hidden Figures“) und Ryan Reynolds (40, „Deadpool“) sind die diesjährigen Gewinner des „Hasty Pudding“-Preises.

Spencer habe das Publikum mit ihrem „Witz und ihrer graziösen Darstellung der Unterrepräsentierten“ begeistert, teilte die Theatergruppe der Universität Harvard gestern mit. Reynolds sei ein „talentierter und vielseitiger Schauspieler“, der die Zuschauer mit nahtlosen Übergängen über Filmgenres hinweg in seinen Bann ziehe.

Der Preis wird nach alter Tradition in ironischem Rahmen vergeben, ist aber begehrt. Zum Brauch zählt auch ein bunter Straßenumzug und der „Roast“, bei dem die Preisträger bei einem Dinner veralbert werden, bevor sie dann den goldenen Puddingtopf erhalten.

Vergangenes Jahr waren Joseph Gordon-Levitt („Inception“) und Kerry Washington („Scandal“) als Mann beziehungsweise Frau des Jahres ausgezeichnet worden. Zu weiteren Preisträgern zählen unter anderen Martin Scorsese, Robert De Niro und Helen Mirren.

Jonas Kaufmann glückt Comeback in Paris

Startenor Jonas Kaufmann (47) hat nach mehrmonatiger Pause in Paris erfolgreich sein Comeback gefeiert. Mit stürmischem Applaus und Bravo-Rufen wurde der gebürtige Münchner gestern in der Opera Bastille für seine Rolle in der Wagner-Oper „Lohengrin“ gefeiert.

Wegen hartnäckiger stimmlicher Probleme hatte Kaufmann in den vergangenen Monaten mehrere Auftritte absagen müssen. Noch vor einer Woche widerrief er seine Teilnahme an der Eröffnung der Elbphilharmonie in Hamburg.

In Paris, wo er im Oktober seinen Auftritt in der Oper „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach abgesagt hatte, wurde der Tenor mit viel Spannung erwartet. Neben Kaufmann begeisterten auch die Sopranistinnen Martina Serafin und Evelyn Herlitzius.

Sundance-Festival: Starparade der anderen Art

Jack Black darf wieder einmal manisch auf einer Bühne herumhopsen, und Cate Blanchett spielt in einem Film gleich 13 verschiedene Rollen: Wenn es schräg zugeht abseits des Mainstreams und sich trotzdem große Stars ein Stelldichein geben, dann ist wieder die Zeit des Sundance-Filmfestivals in Utah angebrochen. Heuer wartet die größte Schau des Independent-Films mit einigen Überraschungen auf.

Mehr dazu in 13-mal Cate Blanchett, einmal Jack Black

Religion

Theologe will „Jahr der Barmherzigkeit“ für Muslime

Der österreichische Theologe Mouhanad Khorchide fordert in einem Gastbeitrag für die deutsche „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“ (Donnerstag) in Anlehnung an Papst Franziskus ein „Jahr der Barmherzigkeit für Muslime“.

„Die Muslime benötigen ein Jahr der Barmherzigkeit, um einerseits selbst die innerislamischen Verhältnisse kritisch zu reflektieren und andererseits die nichtislamische Welt einzuladen, sich gemeinsam an einen Tisch der Barmherzigkeit zu setzen“, schreibt Khorchide.

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Lifestyle

Teuerstes Haus der USA: Villa um 250 Mio. Dollar

21 Badezimmer, fünf Bars, zwei Weinkeller: für 250 Millionen Dollar (rund 235 Mio. Euro) steht im kalifornischen Bel-Air ein Luxusanwesen zum Verkauf. Es sei das teuerste Privathaus, das in den USA je angeboten wurde, teilte Bauherr Bruce Makowsky gestern mit. Mehr als vier Jahre lang hatte der Immobilienmogul die moderne Villa in den Hügeln von Los Angeles bauen lassen.

Mit dem Slogan „Das achte Weltwunder ist hier“ wird nun ein Käufer gesucht. Es sei das geeignete Objekt für einen Milliardär, „der von allem im Leben nur das Beste möchte“, sagte Makowsky. Er habe das Anwesen einer großen Jacht nachempfunden. Auf vier Etagen mit einer Wohnfläche von 3.530 Quadratmetern befinden sich zwölf Schlafzimmer, 21 Badezimmer und drei Gourmetküchen.

Zudem gibt es einen Wellnessbereich, ein Kino für 40 Zuschauer, Fitnesscenter, Pool und Kegelbahnen. Dazu einen Fuhrpark mit Luxusfahrzeugen im Wert von 30 Millionen Dollar, Kunstwerke an den Wänden und eine Aussicht über die Skyline von Los Angeles bis zum Pazifik. Im Preis enthalten sind auch ein Hubschrauber und sieben Bedienstete, die sich zwei Jahre lang um das Anwesen kümmern.

Leute

Ellen DeGeneres räumt bei People’s Choice Awards ab

Bei der Vergabe der People’s Choice Awards in Los Angeles hat die US-Komikerin Ellen DeGeneres (58) gleich drei Preise gewonnen: als beste Talkshow-Moderatorin, für die Vertonung des Zeichentrickhits „Findet Dorie“ und in der Sparte „Komödiantische Zusammenarbeit“ für ein witziges Video mit Britney Spears. Mit nunmehr 20 Publikumspreisen ist DeGeneres die Rekordhalterin bei den People’s Choice Awards, die ausschließlich von Fans vergeben werden.

Ellen DeGeneres

APA/AFP/Getty Images/Christopher Polk

Tom Hanks (60, „Sully“) holte in der Sparte „Beliebtester Drama-Schauspieler“ seine sechste Trophäe, Blake Lively (29) nahm für das Drama „The Shallows - Gefahr aus der Tiefe“ ihren ersten Preis entgegen. Als beste Komödiendarsteller wurden Kevin Hart (37) und Melissa McCarthy (46) geehrt. In der Sparte „Film-Ikone“ setzte sich Johnny Depp (53) gegen Denzel Washington, Samuel L. Jackson, Tom Cruise und Tom Hanks durch. Es ist Depps 14. Publikumspreis.

Unter den Gewinnern in 64 Film-, Fernseh- und Musikkategorien waren auch Rihanna (beliebteste R&B-Künstlerin), Britney Spears (Künstlerin und Pop-Sängerin), Justin Timberlake - als beliebtester Künstler und mit dem Song „Can’t Stop the Feeling“ - und der Country-Star Blake Shelton.

Panorama

Eine Motte namens Donald Trump

Der künftige US-Präsident Donald Trump ist zum Namensgeber für ein kleines Flattertier geworden. Weil die goldenen Schuppen auf dem Kopf einer neu entdeckten Minimotte einen kanadischen Wissenschaftler an die charakteristische Frisur Trumps erinnerten, taufte er das Tier auf den Namen Neopalpa donaldtrumpi.

Neopalpa donaldtrumpi

cc by Dr.Vazrick Nazari

Mit der Namensgebung war allerdings weniger eine Ehrbezeugung für Trump verbunden als eine Mahnung zum Umweltschutz: Er wolle „die Aufmerksamkeit eines größeren Publikums auf die anhaltende Notwendigkeit des Schutzes empfindlicher Lebensräume in den USA lenken“, schrieb der Forscher Vazrick Nazari in einer Fachpublikation.