Letzte Meldungen

Ausland

Irische Marine rettet Hunderte Menschen vor libyscher Küste

Ein irisches Marineschiff hat gestern vor der Küste Libyens 712 Flüchtlinge gerettet. Unter ihnen seien auch 14 Schwangere und vier Babys gewesen, teilten die irischen Streitkräfte heute mit.

Die Menschen seien auf mehreren Booten rund 40 Kilometer nordwestlich von Tripolis unterwegs gewesen. Die Geretteten würden in einen sicheren Hafen gebracht und den italienischen Behörden übergeben. Es habe keine Todesopfer gegeben.

Ohio-Websites von mutmaßlichen IS-Hackern angegriffen

Im US-Bundesstaat Ohio sind mehrere Regierungswebsites von mutmaßlichen Anhängern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gehackt worden. Laut US-Medienberichten hinterließen die Hacker heute auf den Seiten proislamistische Mitteilungen.

Die Mitteilungen sollen mit dem Namen „System DZ“ überschrieben worden sein. Die bisher unbekannte Gruppe soll unter anderem die Homepage des Gouverneurs John Kasich sowie die Gefängnis- und Gesundheitsbehörde von Ohio gehackt haben. In ihren Mitteilungen hätten die Hacker mit Vergeltung für das Leid in islamischen Ländern gedroht. Die betroffenen Seiten seien inzwischen offline, sagte ein Regierungssprecher auf CNN.

Gay-Pride-Parade in New York mit Chelsea Manning

Zehntausende Menschen haben sich gestern in New York an der Gay-Pride-Parade beteiligt. Zu Fuß, auf Motorrädern und auf Lkw-Ladeflächen zogen sie bei strahlendem Sonnenschein durch Manhattan in Richtung Greenwich Village, um für die Rechte von Homosexuellen, Bisexuellen und Transgendermenschen zu demonstrieren. Überall waren Regenbogenflaggen als Symbol der Homosexuellenbewegung zu sehen.

Zu den Teilnehmerinnen zählte die WikiLeaks-Informantin Chelsea Manning. Sie war im Mai nach siebenjähriger Haft freigekommen. Zur Welt gekommen war sie als Bradley Manning, während ihrer Haft hatte sie sich zu einer Geschlechtsumwandlung entschlossen.

Kritik an Trump

Dieses Jahr stand die Parade im Zeichen der Amtsübernahme von US-Präsident Donald Trump. Einige Teilnehmer trugen Transparente mit Kritik an Trumps Politik. Andere wandten sich dagegen, die Parade zu politisieren. „Es ist nicht politisch, es ist sozial“, sagte die New Yorkerin Cara Lee Sparry zum Anliegen des Marsches.

Parade in Istanbul von Polizei verhindert

Die türkischen Behörden hatten zuvor die 15. Schwulen- und Lesbenparade in der Metropole Istanbul mit einem hohen Polizeiaufgebot verhindert. Nach einem Verbot der Demonstration hielten Sicherheitskräfte die Aktivisten gestern davon ab, sich auf der zentralen Einkaufsstraße Istiklal zu versammeln.

Die Polizei feuerte Gummigeschoße auf rund 40 Personen ab, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Mehrere Menschen, die dennoch Slogans skandierten, wurden festgenommen.

Polizisten und Paradebesucher

APA/AFP/Yasin Akgul

Gouverneur untersagte Demonstration

Der Istanbuler Gouverneur hatte die Demonstration für die Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen (LGBTI) am Vortag das dritte Jahr in Folge verboten. Die Behörden erklärten, die Maßnahme gefährde die Sicherheit von Bürgern und Touristen sowie die öffentliche Ordnung. Die Aktivisten hatten dennoch angekündigt, sich im Zentrum Istanbuls zu versammeln.

Die Polizei ging mit Gewalt gegen die Teilnehmer der Demonstration vor.

Parade seit 2015 verboten

Die Parade zum Abschluss der Istanbuler „Pride Week“ wird von Aktivisten seit mehr als zehn Jahren organisiert und wurde 2015 erstmals verboten. Damals verwies der Gouverneur der Stadt auf den für Muslime heiligen Monat Ramadan. Dennoch gingen Tausende auf die Straße. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas gegen friedliche Demonstranten ein. In diesem Jahr fiel der Termin der Parade mit einem Feiertag zum Abschluss des Fastenmonats Ramadan zusammen.

I: Mitte-rechts-Block bei Bürgermeisterstichwahl voran

In Italien hat sich bei der Bürgermeisterstichwahl gestern in elf Gemeinden ein positives Wahlergebnis für die Mitte-rechts-Allianz angebahnt. Der Block um die Forza Italia von Ex-Premier Silvio Berlusconi behauptete sich laut Hochrechnungen unter anderem in Genua, Verona und Catanzaro.

In Genua, einer traditionell linken Hochburg, siegte laut den von der öffentlich-rechtlichen TV-Anstalt RAI veröffentlichten Hochrechnungen der Mitte-rechts-Bewerber Marco Bucci im Duell mit dem Mitte-links-Kandidaten Gianni Crivello. Die Hafenstadt war jahrelang von Bürgermeistern des Mitte-links-Lagers regiert worden.

„Wind des Wandels weht“

In Verona behauptete sich der Mitte-rechts-Kandidat Federico Sboarina gegen die Senatorin Patrizia Bisinella, die an der Spitze der Bürgerliste Fare stand. Auch in der kalabrischen Provinzhauptstadt Catanzaro gewann ein Mitte-rechts-Kandidat.

In Parma schaffte der seit 2012 amtierende Bürgermeister Federico Pizzarotti, den die populistische Fünf-Sterne-Bewegung vor einiger Zeit aus der Partei ausgeschlossen hatte, die Wiederwahl.

„Der Wind des Wandels weht. Die Mitte-rechts-Allianz siegt in Italien wieder“, so der Fraktionschef der Forza Italia in der Abgeordnetenkammer, Renato Brunetta. Nach Jahren tiefer Krise ist die Berlusconi-Partei laut Umfragen wieder im Aufwind. Sie hatte sich in mehreren Städten mit der ausländerfeindlichen Lega Nord verbündet.

Sozialisten gewinnen laut Prognosen Wahl in Albanien

Die regierenden Sozialisten haben die Parlamentswahl in Albanien nach einer Prognose gewonnen. Sie erreichten zwischen 45 und 49 Prozent, berichtete der TV-Sender Ora News gestern Abend in Tirana auf der Basis von Wählerbefragungen nach der Stimmabgabe.

Die oppositionellen Demokraten kamen auf einen Wert zwischen 30 und 34 Prozent. „Königsmacher“ dürfte damit der bisherige Juniorpartner der Sozialisten in der Regierung sein. Die Bewegung für sozialistische Integration (LSI) erhielt nach der Prognose zwischen elf und 15 Prozent.

Inland

Van der Bellen zu Antrittsbesuch in Prag

Bundespräsident Alexander Van der Bellen reist heute nach Tschechien. Es ist das letzte große Nachbarland Österreichs, dem Van der Bellen einen Antrittsbesuch abstattet. Nach der Anreise mit dem Zug ist zunächst ein Treffen mit dem tschechischen Regierungschef Bohuslav Sobotka auf dem Prager Hauptbahnhof geplant.

In der Präsidentenlounge des Jugendstilbahnhofes sollen vor allem bilaterale Themen wie der Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen und der Verkehrsverbindungen besprochen werden. Morgen wird Van der Bellen von seinem Amtskollegen Zeman auf der Prager Burg empfangen.

Das Treffen der beiden Staatsoberhäupter ist abgesehen von traditionellen Streitpunkten wie dem geplanten Ausbau der Atomkraftwerke Temelin und Dukovany vor allem auf persönlicher Ebene heikel: Zeman hatte im Wahlkampf vor der Bundespräsidentenstichwahl vergangenes Jahr öffentlich den FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer unterstützt.

Doskozil: Entscheidung zu Eurofightern noch im Juli

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil wird Anfang Juli bekanntgeben, ob in Zukunft noch Eurofighter in Österreich fliegen sollen oder nicht. Die Entscheidung werde unabhängig von einem etwaigen Gerichtsverfahren nach der Strafanzeige der Republik getroffen, sagte Doskozil gestern in der ORF-„Pressestunde“. Ziel der Anzeige sei eine Vertragsauflösung.

Doskozil will im Juli bekanntgeben, wie es mit den Eurofightern weitergehen soll.

Auch zum Thema Migration nahm Doskozil ausführlich Stellung: Man sollte die Lehren aus der Flüchtlingssituation 2015 ziehen, „wo Europa nicht Herr der Lage war, und so etwas darf grundsätzlich nicht mehr passieren“, betonte Doskozil zur Debatte über die Mittelmeer-Route. Man habe das auch in Brüssel deponiert, es brauche effektiven Außengrenzschutz, Verfahrenszentren für Asylwerber außerhalb der EU und Rückführungsabkommen. Da sei auf europäischer Ebene noch einiges zu diskutieren.

„Schließung nicht von heute auf morgen“

ÖVP-Außenminister Sebastian Kurz betont im Disput mit Kanzler Kern um seine Forderung nach Schließung der Mittelmeer-Route stets, auf einer Linie mit dem Verteidigungsminister zu sein. Doskozil nahm zwar nicht Kerns Formulierung „Vollholler“ in den Mund, fühlt sich dem ÖVP-Chef aber trotzdem nicht näher als seinem eigenen Parteivorsitzenden: „Nein, überhaupt nicht“, meinte er auf eine entsprechende Frage, er sei im Gegenteil in dieser Frage „eng abgestimmt“ mit Kern, betonte Doskozil.

Die Situation an der Mittelmeer-Route sei anders als auf dem Westbalkan, eine Schließung werde „nicht von heute auf morgen gehen“.

Die Mittelmeer-Route sei anders als jene am Balkan, so der Minister. Eine Schließung dauere länger.

Die geforderten Verfahrenszentren strebe er nicht in instabilen Ländern wie Libyen an, erklärte Doskozil, sondern in stabilen Staaten wie dem Niger. Dort müsse dann ein ordentliches Asylverfahren abgewickelt werden, dann gäbe es eine legale Migration nach Europa - das setze aber voraus, dass es keine illegale Migration geben dürfe. Das alles werde Geld kosten, erklärte der Minister.

Kritik an Doskozil

Die FPÖ warf als Reaktion Doskozil vor zu versuchen, die Bevölkerung zu täuschen. Die geforderten „Verfahrenszentren“ würden die Migration keinesfalls stoppen, im Ergebnis würden nur aus illegal Migrierenden legal Migrierende, kritisierte der blaue Vizeklubchef Walter Rosenkranz.

Der NEOS-Vertreter im Eurofighter-Untersuchungsausschuss, Michael Bernhard, betonte wiederum in Zusammenhang mit den umstrittenen Jets, „wenn Doskozil sich als Aufklärer und Beschützer der Steuerzahlerinnen und Steuerzahlen präsentiert, muss er konsequent auch vor der eigenen Tür kehren“.

Die SPÖ müsse sich für ein Wiedereinsetzen des U-Ausschusses nach der Neuwahl einsetzen und dürfe nicht weiter Politikern die Stange halten, „die der Republik geschadet haben“, forderte Bernhard den Rücktritt des früheren roten Ministers und nunmehrigen Landesrats Norbert Darabos.

Sport

Confed-Cup: Deutschland und Chile im Semifinale

Nach Mexiko und Europameister Portugal sind beim Confederations Cup in Russland gestern auch Weltmeister Deutschland und Chile ins Semifinale eingezogen. Die junge DFB-Auswahl beendete die Vorrunde dank eines ungefährdeten Erfolgs gegen Kamerun sogar als Gruppensieger, während Chile gegen Australien über ein Remis nicht hinauskam und um den Aufstieg lange zittern musste.

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America’s Cup: Neuseeland setzt sich wieder ab

Emirates Team New Zealand hat beim 35. America’s Cup vor Bermuda zurückgeschlagen. Nachdem Titelverteidiger Oracle Team USA am Samstag erstmals anschreiben konnte, segelten die „Kiwis“ um Steuermann Peter Burling gestern zwei souveräne Wettfahrten.

Den Neuseeländern fehlt damit nur noch ein Sieg, um die wichtigste Trophäe des Segelsports zu gewinnen. Bei den Amerikanern zeigte der bereits zuvor fehleranfällige Skipper Jimmy Spithill Nerven.

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Wirtschaft

Airbaghersteller Takata meldet Insolvenz an

Der japanische Airbaghersteller Takata hat wegen der Folgen eines gewaltigen Rückrufdesasters Insolvenz in Japan und den USA angemeldet. Das teilte der 1933 gegründete Konzern heute mit. Neben dem Mutterkonzern in Tokio wird die US-Tochter TK Holdings in die Insolvenz geschickt. Grund für diesen Schritt sind immense Kosten und Verbindlichkeiten wegen millionenfacher Rückrufe.

In Europa sei indes nicht geplant, Insolvenzverfahren einzuleiten. Die Verfahren in den USA und Japan hätten keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf Takata in Europa, hieß es.

Eine der größten japanischen Pleiten

Zur Finanzierung eines Restrukturierungsplans soll Takata nun an den chinesisch kontrollierten US-Zulieferer Key Safety Systems (KSS) zu einem Preis von rund 175 Milliarden Yen (1,4 Mrd. Euro) verkauft werden.

Beide Seite erzielten eine entsprechende Grundsatzvereinbarung, wonach KSS nahezu alle Vermögenswerte und operativen Geschäfte übernimmt, darunter auch die Herstellung von Sicherheitsgurten und Lenkrädern. Der Rest von Takata dürfte so weit wie möglich verkauft werden.

Angesichts von Verbindlichkeiten von mehr als einer Billion Yen (8,1 Mrd. Euro) ist es eine der größten Insolvenzen in Japans Wirtschaftsgeschichte. Schon seit Jahren waren bei Takata technische Probleme bei Airbags bekannt.

Weltmarktanteil von 20 Prozent

Die Mängel haben allein in den USA zum Rückruf von 70 Millionen Airbags geführt, sie werden für den Tod von mindestens 16 Menschen verantwortlich gemacht. Der geplante Verkauf an KSS soll Takata helfen, Zahlungsverpflichtungen gegenüber seinen betroffenen Automobilkunden nachzukommen.

Die weltweite Geschäftstätigkeit und die Lieferungen an Kunden sollen auch nach den Insolvenzverfahren ohne Unterbrechung fortgeführt werden. Angesichts von Takatas Weltmarktanteil von 20 Prozent bei Airbags suchten die betroffenen Autohersteller seit Jahren nach einer Lösung, damit Takata die Produktion fortsetzen kann.

Bericht: Investor will Nestles Strategie umkrempeln

Der weltgrößte Lebensmittelproduzent Nestle wird einem Medienbericht zufolge von Finanzinvestor Daniel Loeb ins Visier genommen.

Loebs Hedgefonds Third Point habe kürzlich eine Beteiligung an dem Schweizer Konzern erworben und strebe eine Änderung von dessen Strategie an, meldete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Der neue Nestle-Chef Ulf Mark Schneider hatte zuletzt das Süßigkeitengeschäft in den USA auf den Prüfstand gestellt. Third Point wird in der Finanzwelt zu den „aktivistischen Investoren“ gezählt. Diese wollen ganz gezielt Einfluss auf Firmenentscheidungen nehmen und treten mitunter aggressiv auf. Zuletzt hatte ein Medienbericht über einen Einstieg von Third Point bei Philips den Aktienkurs des Medizintechnikkonzerns beflügelt.

EU-Kommission billigt Roms Plan für Krisenbanken

Die EU-Kommission hat die italienischen Pläne zur Abwicklung zweier Krisenbanken genehmigt. Der Prüfung zufolge seien die finanziellen Hilfen für den Teilverkauf der Popolare di Vicenza und der Banca Veneto an das zweitgrößte italienische Bankhaus Intesa Sanpaolo mit dem EU-Beihilferecht vereinbar, teilte die Behörde gestern Abend in Brüssel mit. Die Anteilseigner und die nachrangigen Gläubiger würden in vollem Umfang an den Kosten der Abwicklung beteiligt.

Die italiensche Regierung hatte die Abwicklungspläne kurz zuvor vorgestellt. Sie will für den Teilverkauf der beiden kleineren regionalen Banken 5,2 Milliarden Euro bereitstellen. Insgesamt werden bis zu 17 Milliarden Euro veranschlagt, um Risiken bei der Abwicklung abzufedern.

„Italien hält die staatlichen Beihilfen für notwendig, um in der Region Venetien eine Störung des Wirtschaftslebens zu verhindern“, ließ die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager mitteilen. Zudem würden die Maßnahmen auch zur Konsolidierung des italienischen Bankensektors beitragen.

Chronik

Mädchen bei Sturz aus Lift in Vergnügungspark aufgefangen

Ein Unfall in einem Vergnügungspark im US-Bundesstaat New York hat gestern glimpflich geendet: Ein 14-jähriges Mädchen war aus fast acht Meter Höhe aus einer Art Gondelbahn gestürzt. Sie wurde von zwei anderen Besuchern aufgefangen, die ihr zugerufen hatten: „Wir fangen dich auf.“

Das Mädchen wurde mit leichten Verletzungen in ein Spital eingeliefert. Der Unfall ereignete sich vor den Augen Hunderter Besucher. Das Mädchen war aus bisher unbekannten Gründen unter dem Sicherheitsbügel durchgerutscht und hielt sich mehr als eine Minute lang mit den Händen am Sicherheitsbügel fest.

Die Gondelbahn fuhr noch etwa eine Minute weiter, bevor Mitarbeiter die Bahn stoppten.

Der 47-jährige Matthew Howard war auf dem Weg zum Ausgang, als er die Hilfeschrie des Mädchens hörte. Gemeinsam mit seiner 21-jährigen Tochter eilte er hin und forderte das Mädchen auf loszulassen: „Wir fangen dich auf“, rief er laut Bericht des „Guardian“ dem Mädchen zu. Der jüngere Bruder der 14-Jährigen saß daneben, konnte aber nicht helfen. Das Mädchen schrie und sagte, sie könne sich nicht länger festhalten.

Ausflugsschiff gesunken: Mindestens sechs Tote in Kolumbien

Bei einem Schiffsunglück in einem Feriengebiet im Nordwesten Kolumbiens sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. 16 weitere Bootsinsassen würden noch vermisst, teilte die örtliche Zivilschutzbeauftragte Margarita Mancada gestern mit.

Das Schiff war am Nachmittag mit rund 150 Menschen an Bord auf dem Stausee El Penol-Guatape gesunken. Viele von ihnen konnten rasch aus dem Wasser geborgen werden. Auf einem Video, das in Sozialen Netzwerken kursierte, war zu sehen, wie das Schiff sank und sich Dutzende andere Boote näherten, um die Insassen zu retten.

Die Gegend ist bei Kolumbianern vor allem für Wochenendausflüge sehr beliebt.

Warum das Ausflugsschiff „Almirante“ kenterte, war zunächst unklar. An der Rettung seiner Insassen beteiligten sich nach Angaben der Behörden auch ein Hubschrauber der kolumbianischen Luftwaffe und mehrere örtliche Rettungsteams.

85-jährige Wanderin in Steiermark abgängig

Im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag (Steiermark) läuft seit gestern eine Suchaktion nach einer vermissten Wanderin. Die 85 Jahre alte Frau aus dem Bezirk Krems in Niederösterreich war mit einer Wandergruppe unterwegs.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

Stausee: Vermisstensuche mit Spezialhunden

Seit Samstagabend wird am Stausee Ottenstein (Niederösterreich) ein Mann vermisst. Er dürfte beim Schwimmen untergegangen sein. Heute wird die Suche nach dem Vermissten mit Hunden und Tauchern fortgesetzt.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Medien

Zeitung: Facebook will eigene Serien zeigen

Facebook will laut einem Medienbericht in großem Stil eigene Fernsehinhalte auf seine Plattform bringen. Das weltgrößte Soziale Netzwerk sei in Gesprächen mit Hollywood-Studios und Rechtevermarktern, schrieb das „Wall Street Journal“ heute.

Facebook wolle bis zu drei Millionen Dollar pro Serienfolge ausgeben - das liege in der Liga sehr hochwertiger TV-Produktionen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Das Netzwerk habe dabei vor allem die Altersgruppe der 17- bis 30-Jährigen im Visier.

Dichtes Feld an Konkurrenten

Mit dem Vorstoß ins Geschäft mit TV-Inhalten würde Facebook sowohl mit klassischen Fernsehsendern als auch mit Streaminganbietern wie Netflix und Amazon konkurrieren. Auch Apple experimentiert gerade mit exklusiven Inhalten wie der Sendung „Planet of the Apps“ - holte sich jüngst aber auch zwei Topmanager des TV-Studios von Sony.

Der Start des Facebook-Programms sei für Ende des Sommers anvisiert, schrieb das „Wall Street Journal“. Facebook wolle keine politischen Dramen, Nachrichtensendungen oder Serien mit Nacktheit und schmutziger Sprache, hieß es.

Richtige Sendungen dank Daten über User?

Anders als Netflix und Amazon wolle Facebook mit den Studios Zuschauerdaten teilen. Mit dem Vormarsch von Facebook ins TV-Geschäft würde sich auch zeigen, wie gut sich ausgiebige Informationen über die Interessen von Zuschauern tatsächlich in den Erfolg von Sendungen ummünzen lassen.

Kultur

Köhlmeier erhielt Literaturpreis der Adenauer-Stiftung

Michael Köhlmeier ist der 25. Literaturpreisträger der Konrad-Adenauer-Stiftung. Der 67-jährige Vorarlberger erhielt den mit 15.000 Euro dotierten Preis, den die Stiftung seit 1993 vergibt, gestern in Weimar.

Köhlmeier gilt als bedeutender Erzähler mit einer großen Bandbreite - von Romanen und Novellen über Hör- und Drehbücher bis zu Nachdichtungen antiker Mythen und österreichischer Sagen.

Übergeben wurde der Preis im Weimarer Schloss Belvedere vom Vorsitzenden der Adenauer-Stiftung, Hans-Gert Pöttering. Die Konstanzer Kultur- und Literaturwissenschaftlerin Aleida Assmann bezeichnete Köhlmeier vor etwa 400 Gästen in ihrer Laudatio als „großen Erfinder und Erzähler“. Er sei ins Erzählen gekommen, sagte Köhlmeier in seiner Dankesrede, nachdem er zuvor fast ausschließlich über die literarischen Projekte seines Vaters gesprochen hatte.

Schwache Zahlen für „Transformers“ an US-Kinokassen

Der Filmreihe „Transformers“ geht in den USA die Luft aus: Zum Startwochenende spielte „Transformers: The Last Knight“ mit Mark Wahlberg nach vorläufigen Zahlen nur rund 45,3 Millionen Dollar (40,5 Mio. Euro) ein.

Der vierte Teil der Reihe hatte 2014 noch etwa 100 Millionen Dollar zum Start eingenommen. Trotzdem reichte es für den Actionfilm für den Spitzenplatz in den US-Kinocharts am Wochenende.

Um Platz zwei und drei kämpften der Animationsfilm „Cars 3“ und die Comicverfilmung „Wonder Woman“, beide kamen laut Branchenwebseite Box Office Mojo auf jeweils rund 25,2 Millionen Dollar. Der auch von Kritikern sehr gut besprochene Superheldinnenfilm steht nun weltweit insgesamt bei 653 Millionen Dollar - Rekord für einen Film, bei dem eine Frau Regie geführt hat.

Telemann: Das Komplott gegen ein Genie

Er war der berühmteste Komponist seiner Zeit und galt ihr als größtes Genie: Georg Philipp Telemann. Heute ist er weitgehend unbekannt und bloß noch Barockliebhabern ein geschätzter Name. Mit dem guten Ruf war es schon kurz nach seinem Tod vor 250 Jahren vorbei. Als „Fabrikware“ verachtete die Nachwelt sein Werk und schmiedete ein Komplott, das in der Musikgeschichte einzigartig ist.

Mehr dazu in Spurensuche eines Rufmords

Science

Religion

Gesundheit

Panorama

Wert des Great Barrier Reef auf 38 Mrd. Euro geschätzt

Das australische Great Barrier Reef hat nun eine Art Preiszettel bekommen: In einer heute veröffentlichten Studie ist das einzigartige Korallenriff auf 56 Milliarden australische Dollar (38 Mrd. Euro) geschätzt worden. Die Studie ist der Versuch, mit wirtschaftlichen Argumenten für den Schutz des von Umweltzerstörung bedrohnten Riffs zu werben.

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